Evangelium

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Bisher ältestes bekanntes Fragment eines Evangelientextes, entstanden um 125 n. Chr.

Evangelium (von griechisch εὐαγγέλιον euangélion = „Gute Nachricht“ oder „Frohe Botschaft“) ist im Christentum ein Begriff für die ersten vier Bücher des Neuen Testaments:

Der Begriff bezeichnet aber auch die religiöse Literatur mit Bezug zum Leben und Wirken Jesu Christi; dazu gehören außer den vier genannten noch eine Reihe von Evangelientexten außerhalb des Kanons des Neuen Testaments.

Bereits im römisches Reich war dieser Begriff für „gute Nachrichten“ gebräuchlich. So findet sich in der steinernen „Kalenderinschrift von Priene“ (im Gebiet der heutigen Türkei, um 9 v. Chr.) über den Geburtstag des vergöttlichten Kaisers Augustus (geboren am 23. September 63 v. Chr.) folgendes Zitat:

(Griechisches Original:) ἦρξεν δὲ τᾦ κόσμῳ τῶν δι᾿ αὐτὸν εὐαγγελίων ἡ γενέϑλιος τοῦ ϑεοῦ ….

(Übersetzung:) „Der Geburtstag des Gottes hat für die Welt die an ihn sich knüpfenden Freudenbotschaften heraufgeführt.“