Erstes Konzil von Nicäa

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Das Erste Konzil von Nicäa war eine kirchliche Tagung, die vom römischen Kaiser Konstantin I. im Jahr 325 in der Stadt Nicäa (heute İznik, Türkei) einberufen worden war. Es waren alle 1800 Bischöfe der damaligen christlichen Kirche eingeladen worden, und es nahmen rund 300 teil. Jeder Bischof durfte bis zu fünf Begleiter mitbringen, so dass wahrscheinlich bis zu zweitausend Personen an der Tagung teilnahmen.

Hauptthema des Konzils war der Streit um die Frage, ob Jesus von Nazareth seinem göttlichen Vater „wesensähnlich“ (griechisch ὁμοιούσιος homoi-ousios) sei, wie es Eusebius von Nikomedia und der Presbyter Arius behaupteten, oder „wesensgleich“ (griechisch ὁμοῦσιος homo-ousios) sei, wie es im Gegensatz dazu vor allem Athanasius von Alexandria und seine zahlreichen Anhänger behaupteten. Erst später setzte sich die Lehre von der Trinität durch. Die Tagung hatte noch zahlreiche andere Themen, wie die einheitliche Berechnung des Osterdatums, und dauerte vom 20. Mai bis 25. Juli.

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