Erste Volkszählung in der hebräischen Bibel

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Dieser Artikel betreibt nicht durch die Wissenschaft gedeckte Theoriefindung. Er gibt die Meinung/Theorie einer oder weniger Personen wieder und belegt seine Aussagen nicht. Die meisten Aussagen des Artikels werden von der Forschung nicht geteilt und lassen sich kaum belegen. Man sollte diesen Artikel also mit großer Skepsis lesen und sich auch aus anderen Quellen zu diesem Thema informieren.
Sowohl vor dem Auszug aus Ägypten als auch nach dem Erreichen des Gelobten Landes wurden die Menschen registriert.

Eine Volkszählung ist die Erhebung von Bevölkerungsdaten. Eine historisch belegte Volkszählung ist in der hebräischen Bibel im 4. Buch Mose dokumentiert.[1] Diese kann in die Zeit des Auszugs aus Ägypten datiert werden. Die Forschung datiert den Auszug aus Ägypten auf 1.600 v. Chr. bis 1.300 v. Chr.. Diese Datierung ist nicht wissenschaftlich begründet, sondern religös (siehe Geschichtliche Einordnung der biblischen Geschichten).

Dieser Artikel legt dar, dass die Berichte über den Auszug aus Ägypten und die Volkszählung mit den Angaben aus der Ägyptologie gut in Einklang gebracht werden können, wenn der Auszug aus Ägypten um 3.000 v. Chr. datiert wird.

1 Grundlagen

1.1 Hebräische Bibel

Im Buch Numeri (4. Buch Mose) der Bibel werden zwei auf Anweisung Gottes durchgeführte Volkszählungen ausführlich geschildert. Sie fanden kurz nach dem Beginn und kurz vor dem Ende der vierzigjährigen Wüstenwanderung der Israeliten unter Mose statt. Der lateinische Name des Buches „Numeri“ kommt von diesen Zählungen. Beide Zählungen ergeben jeweils eine Gesamtsumme von 603.550 Männern.

1.2 Die Mosaische Kultur

Die Gliederung einer Gesellschaft erlaubte es, in einer bücherlosen Zeit das Wissen zu wahren. In der hebräischen Bibel wurde einem Stamm eine feste Aufgabe zugewiesen. Zum Beispiel dem Stamm Gad die Bewirtschaftung von Land mit Schafen und Hirten, dem Stamm Manasse die Weinherstellung und dem Stamm Levi die Priesterschaft zugewiesen. Der historische Nachklang einer solchen Organisation sind z. B. die Zwölf Stämme Israels.

2 Die biblische Volkszählung

Die Zählung wurde in der hebräischen Bibel sehr detailliert dokumentiert. Es wurden 603.550 Mann gezählt. Zudem werden Angaben gemacht, wie viele Männer jeder Stamm hatte.

Nummer Stammlinie Männer älter als 19 Jahre Zugeteilte Aufgabe
1 Juda 74.600 Neues Gebiet erschließen
2 Dan 62.700   ?
3 Simeon 59.300 Handwerker
4 Sebulon 57.400 Fischer
5 Issachar 54.400 Händler
6 Naftali 53.400 Viehzüchter
7 Gad 45.650  Hirten
8 Ascher 41.500 Dattelanbau
9 Efraim 40.500 Getreideanbau
10 Benjamin 35.400 (für was steht der Wolf?)
11 Manasse 32.200 Weinabau und Obstanbau
12 Ruben 4.650 Wassertechnik
12 Summe 557.050
12 Gezählt 603.550
12 Andere Stämme mit den Leviten 46.500 Hightec-Stämme und Priester

2.1 Datierung der Volkszählung

Datiert man die biblische Volkszählung nach dem Stand der Forschung auf den Zeitraum zwischen 1600 v. Chr. bis 1300 v. Chr., so muss die Zählung in der "Zweiten Zwischenzeit" (ca. 1685–1532/1528 v. Chr.) oder in der Zeit des "Neuen Reiches" (1550/1528 bis 1070 v. Chr.) stattgefunden haben.

Kennung Datierung Historischer Bewertung Fazit
Zweite Zwischenzeit ca. 1.685–1.532/1528 v. Chr. Bekannt ist, dass in der "Zweiten Zwischenzeit" eine Epoche beginnt, die durch den Einfall semitischer Völker aus dem Osten (Paläestina und arabische Halbinsel) gekennzeichnet ist. Der ägyptische Hof zog sich nach Theben in Oberägypten zurück. Die wenigen Quellen berichten von ständigen Kriegen gegen die nördlichen Nachbarn, dass zu einem ungewissen Zeitpunkt Nubier in Ägypten einfielen. Die wenigen Denkmäler aus dieser Epoche belegen einen drastischen Verfall in der Kunst. König Ahmose am Ende der 17. Dynastie gilt auch als Begründer der 18. Dynastie (gegen 1532 v. Chr.) und vereinigte unter seiner Herrschaft ganz Ägypten. Sollte der Auszug in dieser Zeit geschehen sein, so erfolgte dieser in einer sehr chaotischen Zeit. Warum wurden sie vor der Flucht gezählt? Es war ein Treck von Kriegsflüchtlingen. Zudem stellt sich die Frage, wie es dem ägyptischen Herscher gelang, die Israeliten zu verfolgen. Warum wird dann auch noch in der Bibel von den Zehn Plagen gesprochen? Das Reich blühte angeblich. Eine Datierung des Auszuges vor 1.528 v. Chr. kann ausgeschlossen werden. Die Angaben in der hebräischen Bibel passen in keinster Art und Weise zu den ägyptologischen Angaben.
Neues Reich 1.550/1.528 bis 1.492 v. Chr. Mit der vollständigen Rückeroberung in der 18. Dynastie (gegen 1.532 v. Chr.) begann das Neue Reich. Ägypten fand noch einmal zu einem kulturellen Höhepunkt. Die Könige Amenophis I. (1525 bis etwa 1504 v. Chr.) und Thutmosis I. (1.504 v. Chr. bis um 1.492 v. Chr.) stießen bis zum Euphrat (Irak) vor, wo sie mit dem Mittanireich in Berührung kamen. Im Süden eroberten sie das in der Hyksoszeit verlorene Nubien (Sudan) zurück und schoben die Grenzen weit nach Süden vor. Während dieser Phase expandierte Ägypten. Es erobert die Region Midian. Des Weiteren wurde das Reich nicht durch Plagen geschwächt. Eine Datierung des Auszuges in dieser Epoche ist unwahrscheinlich. Als Beleg werden aber ägyptische Quellen angeführt, berichtet wird von semitischen Sklaven (etwa 1.500–1.000 v. Chr.) und von einer gelegentliche Flucht von versklavten Kleingruppen. Zudem passen die Angaben in der hebräischen Bibel in keinster Art und Weise zu den ägyptologischen Angaben.
Neues Reich Hatschepsut (1.479 bis 1.458 v. Chr.) Unter der Herrschaft der Königin Hatschepsut besinnt sich Ägypten wieder auf seine kulturellen Aufgaben und die kriegerische Phase scheint vorläufig abgeschlossen zu sein. Die Angaben der hebräischen Bibel, dass das ägyptische Reich von Plagen niedergestreckt wurden, passen nicht in eine Zeit einer kulturellen Blüte In dieser Phase könnte zwar der Auszug erfolgt sein, aber archäologische Funde belegen keinen Auszug. Die Angaben in der hebräischen Bibel passen in keinster Art und Weise.
Neues Reich Thutmosis III. (* um 1.486 v. Chr.; † 4. März 1.425 v. Chr.) Kaum tritt Thutmosis III. die Nachfolge an beginnt wieder ein kriegerische Phase, wobei Palästina und Syrien bis in die Gegend von Karkemisch weitgehend erobert werden. Während dieser Phase expandierte Ägypten. Es erobert weitere Gebiete. Des Weiteren wurde das Reich nicht durch Plagen geschwächt Die Angaben in der hebräischen Bibel passen in keinster Art und Weise zu den ägyptologischen Angaben.
Neues Reich Nach Thutmosis I. Kurz gesagt, nicht neues im Westen Die Angaben in der hebräischen Bibel passen in keinster Art und Weise zu den ägyptologischen Angaben.
Die Infrastruktur des Auszuges aus Ägypten

Einige ägyptische Quellen berichten davon, dass unter dem Herrscher Semerchet (um 2.890/2.870 v. Chr.) Ägypten ein „großes Unheil“ widerfahren sei. Somit kann Moses in die Zeit der Regentschaft von Semerchet verortet werden. Dieses korrespondiert auch mit dem Weinanbau und dem Weinanbau in Ägypten ab etwa 3.000 v. Chr. sehr gut.

2.2 Anlass für die Volkszählung

Mit der zahlenmäßigen Erfassung und der Zuweisung von Aufgaben für die Stämme begann zugleich eine koordinierte Planung des Auszuges aus Ägypten. In der ersten Phase wurden durch Spezialisten auf der Sinaihalbinsel, am Golf von Akaba und in Saudi-Arabien Regionen zur Kolonisation vorbereitet. In einer weiteren Phase folgten eine Ansiedlung, der Beginn der Landwirtschaft und der Viehzucht. Grundlage dieser Planung war eine dörfliche Kolonisation.

Diese Dörfer übernahmen in einem weiteren Schritt die Funktion von Durchgangsstationen für weitere Gruppen, die über die Route Rotes Meer-Sinai Ägypten verließen, und zwar an einer Stelle, die wahrscheinlich nur zu bestimmten Zeiten überquert werden konnte. Jede Gruppe, die Ägypten verließ, wurde vermutlich in einer zentralen Durchgangsstation, die sich wahrscheinlich im Sinai (Katharinenkloster) befand, registriert und über eine Verteilstation in Eilat geschickt. Der gesamte Auszug hat nach Angaben der Bibel 40 Jahre in Anspruch genommen. Um den Erfolg des Auszuges aus Ägypten zu dokumentieren, berichtet die hebräische Bibel davon, dass alle diese Menschen das Gelobte Land (הארץ המובטחת Ha'Aretz HaMuvtahat; أرض الميعاد), in dem Milch und Honig fließen, erreicht haben.[2] Außerdem erfolgte der Auszug nicht ohne Spannungen. Von diesen Spannungen berichtet die hebräische Bibel.

2.3 Erkenntnisse der Ägyptologie

Eine Ermittlung der Bevölkerungszahl für Steuerzwecke erfolgte um 2.700 v. Chr. in Ägypten.[3] Demnach lag die Zahl der Menschen bei etwa 1.5 Millionen. Gezählt wurden wahrscheinlich wie bei Mose nur die Männer, die älter als 19 Jahre waren.

Stammeszughörigkeit Männer >19 Jahre Zeitraum
Ägypter 1.500.000[4] 2.700 v. Chr.
Israeliten 603.550 2.890-2.870 v. Chr.

Die Umrechnung ergibt einen Bevölkerungsanteil von 4/10 (Verhältnis Israeliten/Ägypter). Für die ägyptische Wirtschaft hatte der Auszug nachteilige Folgen. Dieses war das große Unheil, wovon eine ägyptische Quelle unter dem Herrscher Semerchet berichtet. Gemäß der Chonologie von Jürgen von Beckerath regierte Semerchet von etwa 2861 bis 2853 v. Chr.[5].

3 Fazit

Der Auszug aus Ägypten ist der Beginn der kulturellen Identität sämtlicher mosaischer Religionen - Judentum, Islam und Christentum. Dieses Projekt war zudem in der Kulturgeschichte wohl einmalig. Der Auszug aus Ägypten leitete zudem mit der ersten Menschen- und Bürgerrechtserklärung von 3.000/2.900 v. Chr., den mosaischen Zehn Geboten, die Entwicklung zu freiheitlich-demokratischen Regierungsformen ein. Zudem war die mosaische Volkszählung die älteste dokumentierte Volkszählung in der kulturellen Entwicklung der Menschheit.

Des Weiteren ga es einen Wirtschaftsboykott gegen den religös-diktatorischen Staat Ägypten. Schon vor 4.000 v. Chr. baute man im Gebiet von Timna im Negev Kupfererz ab. Der Abbau von Kupferrezen wurde um 3.000 v. Chr. beendet und erst um 1.400 v. Chr. setzte die Kupfergewinnung und -verarbeitung erneut ein. Um 1.200 v. Chr. zeigten die Ägypter außerordentliches Interesse an Timna, doch die Minen kamen alsbald unter die Kontrolle der Midianiter.

4 Siehe

5 Weblinks

6 Literatur

7 Video

8 Einzelnachweise

  1. siehe zum Beispiel NumEU, Einheitsübersetzung der Heiligen Schrift © 1980 Katholische Bibelanstalt, Stuttgart.
  2. Diese Aussage wird nicht valide sein
  3.  Ian Shaw: The Oxford History of Ancient Egypt. Oxford University Press, 2004, ISBN 978-0-19-280458-7, S. 4–5.
  4. http://www.pinselpark.org/geschichte/tabellen/a5000a338_aegypt1.html
  5. Jürgen von Beckerath: Chronologie des pharaonischen Ägypten. Münchner ägyptologische Studien, Band 46. Verlag von Zabern, Mainz 1997, ISBN 3-8053-2310-7. Seiten 26, 39, 166–169, 173, 176, 178, 187 (unter Semempses)

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