Der Landser

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Der Landser – Erlebnisberichte zur Geschichte des Zweiten Weltkrieges
Logo von Der Landser
Beschreibung Kriegsberichte
Sprache Deutsch
Verlag Pabel, später Pabel-Moewig Verlag
Erstausgabe 1957
Einstellung 13. September 2013
Erscheinungsweise wöchentlich
Verkaufte Auflage 60.000 (Stand 2003) Exemplare
ZDB 1468710-0

Der Landser ist der Titel einer von 1957 bis 2013 wöchentlich im deutschen Pabel Verlag (später Bauer Media Group) erschienenen Serie von Heftromanen. Der Untertitel lautete: „Erlebnisberichte zur Geschichte des Zweiten Weltkrieges“. In erster Linie enthielten sie Abenteuergeschichten aus der unpolitischen, subjektiven Sicht deutscher Wehrmachtssoldaten (sogenannter Landsern) vor der Kulisse des Zweiten Weltkrieges. Kritisiert wurde die Reihe von verschiedenen Seiten:[1] Sie verherrliche den Nationalsozialismus und verschweige die Verbrechen der Wehrmacht;[2] dies hat sicherlich zum Ende des Erscheinens mit beigetragen. Kritik kam insbesondere vom Simon Wiesenthal Center.[3] Der Text in der deutschen Wikipedia erschien bereits am 21. Juli 2004 und wurde in die Kategorien Geschichtsrevisionismus und Rechtsextremismus einsortiert.[4] Laut der Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien wurde jedoch in den letzten 25 Jahren - also seit 1988 - keine Ausgabe von Der Landser mehr indiziert.[3]

Die Auflage wurde laut Spiegel für Ende der 1950er Jahre auf 500.000 pro Monat geschätzt und sank dann bis zu Beginn der 1980er Jahre deutlich. Seit der Wiedervereinigung 1990 stieg die Anzahl der Leser wieder. Nach Angabe des Spiegel betrug die Auflage seit den 1990er Jahren etwa 60.000 pro Heftroman.[5][6][7][8] Etwa ab den 1980er Jahren wurden zunehmend Dokumente und Bilder beigefügt. Häufig wurden Ritterkreuzträger vorgestellt (z.B. Walter Neuer).

1 Autoren

Zu den Autoren der Serie gehörten neben dem Begründer Bertold K. Jochim (1921–2002) unter anderen, Alex Buchner, Fritz-Otto Busch, Heinz A. Eckert, Günter Fraschka, Werner Haupt, Gerd F. Heuer, Franz Kurowski, Otto Mielke, Hanns Möller-Witten, Wilhelm Tieke und Kurt Ziesel. Dabei handelte es sich oft um ehemalige NSDAP-Mitglieder, die bereits während der NS-Zeit schriftstellerisch oder journalistisch tätig gewesen waren.

2 Vergleich zu Wikipedia




3 Einzelnachweise und Anmerkungen

  1.  Kampferprobte Verbände. In: Der Spiegel. Nr. 32, 1998, S. 28 (Online).
  2. "Der Landser" - harmlos oder kriegsverherrlichend?, In: Deutsche Welle, 30. Juli 2013
  3. 3,0 3,1 Bülend Ürük: Simon Wiesenthal Center wirft Bauer Media Group Verherrlichung des Nationalsozialismus vor. newsroom.de, 2013-07-31. Abgerufen am 31. Juli 2013.
  4. auffällig ist, dass die Hauptarbeit am Artikel ebenfalls in die Zeit bis 2013 fällt
  5. Wilking 2004, S. 61–95
  6. Der Spiegel 1998
  7. Torben Fischer, Matthias N. Lorenz: Lexikon der „Vergangenheitsbewältigung“, S. 115ff.
  8. Bernd Lemke, Reiner App: in Geschichte in Wissenschaft und Unterricht 2005, S. 636f.

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