Brüder Grimm

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Daguerreotypie von 1847

Die Brüder Grimm, (auch Gebrüder Grimm) Jacob und Wilhelm Grimm, sind als Sprachwissenschaftler und Sammler von Märchen (Grimms Märchen) bekannt. Sie sind Begründer der Deutschen Philologie bzw. Germanistik.

1 Personendaten[Bearbeiten]

  • Jacob Grimm (* 4. Januar 1785 in Hanau, † 20. September 1863 in Berlin)
  • Wilhelm Grimm (* 24. Februar 1786 in Hanau, † 16. Dezember 1859 in Berlin).

2 Verdienste[Bearbeiten]

"Von allem, was die Menschen erfunden und ausgedacht, bei sich gehegt und einander überliefert, was sie im Verein mit der in sie gelegten und geschaffenen Natur hervorgebracht haben, scheint die Sprache das größte, edelste und unentbehrlichste Besitztum. Unmittelbar aus dem menschlichen Denken emporgestiegen, sich ihm anschmiegend, mit ihm Schritt haltend, ist sie allgemeines Gut und Erbe geworden aller Menschen, das sich keinem versagt, dessen sie gleich der Luft zum Atmen nicht entraten können, ein Erwerb, der uns zugleich leicht- und schwerfällt. Leicht, weil von Kindesbeinen an die Eigenheiten der Sprache unserm Wesen eingeprägt sind und wir unvermerkt der Gabe der Rede uns bemächtigen, wie wir Gebärden und Mienen einander absehen, deren Abstufung endlos ähnlich und verschieden ist gleich der der Sprache. Poesie, Musik und andere Künste sind nur bevorzugter Menschen, die Sprache ist unser aller Eigentum, und doch bleibt es höchst schwierig, sie vollständig zu besitzen und bis auf das Innerste zu ergründen... Zahllose Begebenheiten selbst aus historischer Zeit sind erst dem Auge des Geschichtsforschers klargeworden, des Menschengeschlechts älteste Geschichte lagert verborgen gleich der seiner Sprache, und nur die Sprachforschung wird Lichtstrahlen darauf zurückwerfen."
(Jacob Grimm, "Über den Ursprung der Sprache", Akademie der Wissenschaften, 1851)

3 Werke[Bearbeiten]

gemeinsame Werke
  • Kinder- und Hausmärchen. 1. Auflage: 2 Bände 1812, 1815
  • Deutsche Sagen. 2 Bände 1816, 1818, dann nicht wieder aufgelegt
  • Irische Elfenmärchen Leipzig, 1826
  • Deutsche Mythologie, 1. Auflage 1835
  • Deutsches Wörterbuch, 1. Band 1854, 33. Band 1960
  • Kinder und Hausmärchen gesammelt durch die Brüder Grimm, Rob Riemann (Hrsg.): Mit 446 Illustrationen von Otto Ubbelohde. 3 Bände., Turm-Verlag, Leipzig 1906
Jacob Grimm
  • Deutsche Grammatik, 1. Auflage: 4 Bände 1819-1837

4 Weblinks[Bearbeiten]

5 Init-Quelle[Bearbeiten]

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