Beate von Kessel

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Profil.png Profil: Kessel, Beate von
Beruf deutsche Sinologin und Dolmetscherin
Persönliche Daten
14. Juni 1957
Mühlheim


Beate von Kessel (* 14. Juni 1957 in Mühlheim) ist eine deutsche Sinologin und internationale Konferenz-Dolmetscherin mit dem Spezialgebiet China, Japan, Russland. Ein weiteres Fachgebiet sind Literatur-Übersetzungen.

1 Leben[Bearbeiten]

Beate von Kessel ist die Tochter des Physikers, Erfinders und Forschers auf dem Gebiet der Flüssigkristalle Kurt von Kessel (1925–1995) und seiner Ehefrau Ursula Goebel (1923–1997). Sie gehört zu den Nachkommen eines alten, aus Thüringen stammenden Adelsgeschlechts, das mit Erich Kessil im Jahr 1388 urkundlich zuerst erscheint. Der Name wechselte in folgenden Jahrhunderten zwischen Keßeler, Keßlar und Kessel.

Nach der schulischen Ausbildung und Abitur 1978 in Salem studierte Beate von Kessel in München Sinologie mit Abschluss Magister. Zu ihren Professoren gehörten Wolfgang (Leander) Bauer und Helwig Schmidt-Glintzer.

Dem Studium folgten mehrere längere Auslandsaufenthalte von 1980 bis 1983. Sie lebte und arbeitete in China und Japan. Dort konnte sie ihre wissenschaftlichen Kenntnisse ergänzen durch in der Praxis gewonnene Erfahrungen mit dem Wesen und der Denkart der einheimischen Menschen.

2 Wirkungsbereiche[Bearbeiten]

Sie arbeitete an der National Taiwan Normal University und als deutsche Lehrerin in Taiwan. Als Dolmetscherin und Übersetzerin wirkte Beate von Kessel in der Vergangenheit unter anderem für die Bundesregierung (Bundesministerium für Wirtschaft, Auswärtiges Amt, Diplomatische Vertretungen), verschiedene Bundesminister und Parlamentarier sowie im Asien-Pazifik-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft. Aus der Wirtschaft kommen hinzu der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) sowie international arbeitende Unternehmen wie Bosch und Merck. In China zählen zu den Auftraggebern u. a. das Ministry of Agriculture Beijing (Foreign Economic Cooperation Center), die Beijing University of Physical Education sowie staatliche und private Unternehmen.

In Japan war sie u. a. befasst mit Mitsubishi Japan, dem Landgericht Tokio und dem Goethe-Institut Kansai Kyoto/Osaka.

Da Beate von Kessel mehrere Jahre in China und Japan lebte und arbeitete, konnte sie „hinter die Kulissen schauen“ und so wertvolle Erfahrungen im Umgang mit den Menschen und ihrer Kultur sammeln. Das gewonnene Insider-Wissen erwies sich als eine gute Voraussetzung für die effektive Betreuung chinesischer Delegationen in Deutschland, deutscher Delegationen in China sowie die Begleitung von Geschäftsreisen in beide Richtungen.

3 Veröffentlichungen[Bearbeiten]

Die Übersetzung literarischer Texte zeigt ein breites Spektrum.

Als Beispiel sei genannt eine Sammlung chinesischer Märchen mit dem deutschen Titel: „Der Jadehase vom Mond“ und chinesische Märchen aus Taiwan. Hinzu kommt die Novelle „Der Junge, der Gedichte schreibt“ des Japaners Yukio Mishima, dessen Schriften zur Weltliteratur gezählt werden. „Im Mittelpunkt literarischer Übersetzungen steht das Ziel, eine Sprache in einer anderen zum Gleichklang zu bringen und Seele und Geist eines Werks zu erhalten. Form, Sinn und Wirkung müssen sich die Waage halten“, erklärt die Sinologin.

  • Chinesische Märchen. Übersetzt von Beate von Kessel. [Mit farbigen Zeichnungen von Roland Fürstenhöfer], Otto, Offenbach am Main 2001, ISBN 3-933116-73-2
  • Der Jadehase vom Mond. Chinesische Märchen. Fouqué Literaturverlag, Frankfurt a.M. / München / London / New York 2003, ISBN 3-8267-5366-6
  • [Hrsg.]: Yang Hengda: Märchen aus Taiwan. Fouqué-Literaturverlag, Frankfurt a.M. / München / London / New York 2006, ISBN 978-3-86548-419-2

4 Quellen[Bearbeiten]


  • „Lebendige Schatten“, Christiane von Kessel, Jugendheim 2004.

5 Siehe auch[Bearbeiten]

6 Weblinks[Bearbeiten]

Quelle:

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7 siehe auch[Bearbeiten]