Avicenna

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Avicenna Ibn Sina (* 980 bei Buchara, gest. 1037 im Iran) war ein bedeutender islamischer Arzt, Philosoph, Rechtsgelehrter, Mathematiker, Alchemist und Theologe. Sein vollständiger Name lautet Abū Alī al-Husain ibn Abdullāh ibn Sīnā (arabisch أبو علي الحسين بن عبد الله بن سينا), Avicenna ist die lateinische Form. Den größten Teil seines Lebens verbrachte er in Persien und wirkte dort am Hof der Stadt Isfahan. Avicenna war ein Universalwissenschaftler, der in den verschiedensten Wissenszweigen wirkte. Er ist einer jener epochalen Denker, durch den das Abendland von der griechischen Wissenschaft profitieren konnte. Durch seinen Kanon der Medizin prägte er bis ins 17. Jahrhundert die Lehre der Medizin an den europäischen Universitäten. Als islamischer Theologe und Rechtsgelehrter vertrat er Meinungen, die nicht nur für die damalige Zeit unorthodox waren. Er meinte, dass manches in den religiösen Quellen nicht wissenschaftlich erklärbar ist und nur allegorisch gemeint sein kann. Mit dem Aufkommen des Humanismus und ersten Ansätzen der empirischen Forschung verloren vor allem Avicennas naturwissenschaftliche Schriften in Europa an Einfluss.

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