Richard Malle

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Profil.png Profil: Malle, Richard
Beruf deutscher Offizier, zuletzt Obersturmbannführer der Waffen-SS
Persönliche Daten
8. Januar 1903
Alt-Hüttendorf, Kreis Angermünde


Richard Malle (* 8. Januar 1903 in Althüttendorf, Kreis Angermünde) war ein deutscher Offizier. Zuletzt hatte er den Rang eines Obersturmbannführers der Waffen-SS inne.

1 Leben und Wirken

Richard war der Sohn des Gärtnerehepaares August und Anna Malle in Althüttendorf. Nach dem Schulbesuch begann Malle eine Ausbildung zum Gärtner, die er aber nicht abschloss. Am 27. November 1920 trat er in die Reichswehr ein. In den folgenden zwölf Jahren gehörte er dem 9. (Preußisches) Infanterie-Regiment II/7 an. Sein Ausscheiden im Rang eines Feldwebels aus der Armee erfolgte am 26. Dezember 1932.

Anschließend arbeitete Malle bis zum 21. Juni 1933 in der Heeresfachschule für Verwaltung und Wirtschaft beim 9. Infanterie-Regiment in Potsdam, bei dem er an diesem Tag die Abschlussprüfung ablegte.

Am 1. Juli oder 17. Juli 1933 wurde Malle, nun Mitglied der SS (Mitgliedsnummer 115.948), als Ausbilder zur Leibstandarte Adolf Hitler versetzt. Vom 1. Februar 1935 bis 1. November 1939 führte er die 13. Kompanie der 1. SS-Panzer-Division Leibstandarte-SS Adolf Hitler. Am 28. April 1934 heiratete Malle Margarete (* 16. November 1906 in Berlin). Aus der Ehe ging mindestens ein Sohn hervor. In die NSDAP trat Malle schließlich am 1. März 1935 ein (Mitglieds-Nr. 3.601.226)

Im Oktober 1938 nahm Malle am Einmarsch im Sudetenland und zu Beginn des Zweiten Weltkrieges im September 1939 am Überfall auf Polen teil. Im November 1939 wurde er wegen der angeblichen Falschverwendung von Beutgeldern in Polen von der Leibstandarte abberufen. Stattdessen wurden ihm vom 16. November 1939 bis zum Juni 1940 Aufgaben bei der SS-Panzergrenadier-Division 9 übertragen.

Von Juni bis zum 11. November 1940 war Malle Erster Generalstabsoffizier (Ia) und Adjutant des SS-Truppenübungsplatzes Debica. Anschließend wurde ihm die Führung der 5. Wachkompanie übertragen.

In den folgenden Jahren führte er nacheinander die 5. Wachkompanie des SS-Wachbataillons "Oranienburg" (21. Juni 1941), SS-Wachbattaillon "Berlin" (bis zum 1. Mai 1944) und SS-Wachbataillon und Wachbattaillon "Berlin" (bis zum 1. August 1944). Vom 1. August bis 11. September 1944 war Malle beim SS-Führungshauptamt tätig. Mit Wirkung vom 11. September 1944 wurde Malle zur 15. Waffen-Grenadier Division kommandiert.

Am 30. Dezember 1944 ordnete Reichsführer SS Heinrich Himmler ein kriegsgerichtliches Verfahren wegen Pflichtvergessenheit gegen Malle ein weil dieser „unter Vorschützen von Krankheit einer Übung fern blieb während er in Wirklichkeit auf der Jagd bei einem Rittergutsbesitzer“ war.

In den letzten Kriegsmonaten war er bei der 32. SS-Freiwilligen-Grenadier-Division „30. Januar“ eingesetzt.

2 Beförderungen

  • 27. Juni 1933: SS-Mann
  • 17. Juli 1933: Truppführer
  • 16. September 1933: Obertruppführer
  • 2. Mai 1934: Untersturmführer
  • 3. Juli 1934: Obersturmführer
  • 1. Januar 1935: Hauptsturmführer
  • 21. Juni 1941: Sturmbannführer
  • 9. November 1942: Obersturmbannführer der Waffen-SS

3 Literatur

  • Brün Meyer (Herausgeber): Dienstaltersliste der Schutzstaffel der NSDAP, 1996.

4 Archivalien

  • Bundesarchiv Berlin: Bestand SSO, SS-Führerpersonalakte zu Richard Malle



5 Init-Quelle

Entnommen aus der:

Erster Autor: Zsasz angelegt am 26.09.2010 um 04:50,
Alle Autoren: Zsasz, Label5, Prüm, Max-78, Tiem Borussia 73, Nimro, Schreiben, WWSS1


6 Andere Lexika

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