Musik Grönlands

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Mit dem traditionellen Trommeltanz versuchten die Eskimos das Glück bei der Jagd, z.B. auf Eisbären, herbeizuzaubern
Die Musik Grönlands umfasst einen Zeitraum von mehreren Jahrhunderten.

1 Details[Bearbeiten]

  • Was die Eskimos und die Wikinger, welche Grönland ab 982 besiedelten, für Musik machten liegt weitgehend im Dunkeln.
  • Traditionell ist der grönländische Trommeltanz. Die Trommel (qilaat) ist das einzige traditionelle grönländische Musikinstrument das der Forschung bekannt ist. Vor der christlichen Missionierung war der Trommeltanz weit verbreitet. Er wurde allein oder in Gruppen aufgeführt. Zu dem Getrommel wurde auch gesungen. Man wollte damit Krankheiten heilen, böse Geister vertreiben und Glück bei der Jagd herbeizaubern. Die Missionare verboten das Ritual, weil sie es für teuflisch hielten.
  • Später entwickelte sich aus europäischen Einflüssen der grönländische Nationaltanz Kalattut. Es handelt sich bei ihm um eine schwungvolle Polka, eine Art Square-Dance. Er wurde von Walfängern nach Grönland gebracht. Er wird meist zu Akkordion-Begleitung getanzt.
  • In Grönland entstanden auch Kirchenlieder und Umtextierungen bestehender Lieder. Zu nennen sind hier als Komponisten und Texter u.a. Rasmus Berthelsen und Carl Julius Spindler. Noch heute hat fast jeder Ort in Grönland einen eigenen Chor.
  • Die Jazz- und Rockmusik gelangte im 20. Jahrhundert über das Radio nach Grönland.
  • Im Jahr 1973 kam die erste LP einer grönländischen Band auf den Markt. Die LP sumut der Band Sumé hatte großen Erfolg. Die Band sang von grönländischer Kultur, Geschichte und Nationalstolz. Die Band hatte großen Einfluss auf die nationalen Unabhängigkeitsbestrebungen des Landes.
  • Ein weiterer erfolgreicher Musiker ist der Sänger und Schauspieler Rasmus Lyberth.
  • Zu erwähnen ist auch die Gruppe Tuukkaq, die eine CD mit Musik des traditionellen Trommeltanzes veröffentlicht hat.
  • Weitere bekannte Bands sind Chilly Friday, Disko Democratic Republic und die Rap-Band Nuuk Posse.
  • Um das Jahr 2000 gab es in Grönland fünf Plattenlabels, die an die 40 CD`s produzierten.
  • Erwähnenswert ist das alljährlich stattfindende Musikfestival Aasivik. [1]

2 Links und Quellen[Bearbeiten]

2.1 Siehe auch[Bearbeiten]

2.2 Weblinks[Bearbeiten]

2.2.1 Bilder / Fotos[Bearbeiten]

2.2.2 Videos[Bearbeiten]

2.3 Quellen[Bearbeiten]

2.4 Literatur[Bearbeiten]

2.5 Naviblock[Bearbeiten]

2.6 Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Sabine Barth: Grönland - DuMont-Reisetaschenbuch, DuMont Verlag, Köln, 2001, S. 43- 46

3 Andere Lexika[Bearbeiten]

Wikipedia kennt dieses Lemma (Musik Grönlands) vermutlich nicht.