Kloster Lorch

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Kirche und angrenzende Gebäude des Klosters Lorch
Das Kloster Lorch ist ein ehemaliges Benediktinerkloster in Lorch, auf der Nordseite des Remstales in Baden-Württemberg. Es ist auf einem 342 Meter hohen Vorsprung des Welzheimer Waldes auf einem etwas 230 Meter langen und circa 80 Meter breiten Bergplateau errichtet. Heute umschließen die Klostermauern eine Fläche von 190 ar. [1] Das Kloster liegt an historisch bedeutender Stelle, da hier in römischer Zeit der Limes verlief, und sich die Grenze zwischen den römischen Provinten Rätien und Obergermanien befand. [2] Das Kloster wurde um 1102 von dem Staufer Friedrich I. und seiner Familie gestiftet, und war das Hauskloster der Staufer. Von 1140 bis 1208 diente es als Grablege der Herrscherfamilie. [3] Im Zuge der Reformation hob Herzog Christoph das Kloster im Jahr 1556 auf und ordnete die Errichtung einer Klosterschule an. Als Württemberg in napoleonischer Zeit zum Königreich erhoben wurde, kam es im Jahr 1807 zur Auflösung des Kloster.

1 Kräutergarten[Bearbeiten]

Der Kräutergarten des Klosters Lorch
Wie fast jedes Kloster hatte auch Kloster Lorch einen Kräutergarten, in dem Heilkräuter angebaut und gepflegt wurden, die in Salben und Tinkturen für medizinische Behandlungen verarbeitet wurden. Im Jahr 2002 wurde auf der Südseite der Klosterkirche ein neuer Garten angelegt, der an die traditionellen, einstigen Kräutergärten der Mönche erinnert. [4]

2 Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Max-Planck-Institut für Geschichte (Hrsg.): Die deutschen Königspfalzen - Band III - Baden-Württemberg - Vierte Lieferung Lorch - Reichenau, Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen, 2003, S. 378
  2. O. Paret: Lorch in römischer Zeit; in Evangelische Heimstiftung e.V.: Kloster Lorch im Wandel der Jahrhunderte, Stuttgart, 4. Aufl., 1974, S. 7 und 8
  3. Karl-Heinz Mistele: Lorch im Mittelalter; in Evangelische Heimstiftung e.V.: Kloster Lorch im Wandel der Jahrhunderte, Stuttgart, 4. Aufl., 1974, S. 11 bis 28
  4. Kloster Lorch auf www.schloesser-magazin.de