Joseph Walk

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Profil.png Profil: Walk, Joseph
Beruf Pädagoge und Historiker
Persönliche Daten
1914
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Joseph Walk (* 27. Januar 1914 in Breslau) ist ein deutscher Pädagoge und Historiker, der sich vor allem mit der jüngeren jüdischen Geschichte befasst. Er war einer der Mitbegründer und zeitweiliger Leiter der religiös-zionistischen Friedensbewegung "Os we Schalom".

Leben[Bearbeiten]

Nach dem Abitur in Breslau studierte er von 1932 bis 1933 am jüdischen Lehrerseminar in Köln und kehrte dann nach Breslau zurück, wo er an jüdischen allgemeinbildenden Schulen unterrichtete. Später wechselte er als Dozent an die Rabbinische Lehranstalt in Frankfurt am Main.

1936 emigrierte er nach Palästina und wirkte dort fünf Jahre als Lehrer und Erzieher in verschiedenen Gruppen der religiösen Jugendalija.

In den folgenden Jahren war er bis 1952 als Lehrer in Sde Jaakob und Afula tätig, unterbrochen von einem Aufenthalt in Belgien 1947/1948, währenddessen er ein Internat für jüdische Flüchtlingskinder leitete.

Von 1952 bis 1954 war er in der Schulaufsicht Israels tätig und studierte im Anschluss Pädagogik und jüdische Geschichte in Jerusalem. Parallel dazu bildete er bis 1964 an Lehrerseminaren in Haifa, Tel Aviv und Jerusalem, denen er zeitweise auch vorstand, angehende Lehrer und Lehrerinnen aus.

Von 1964 bis 1981 lehrte er Pädagogik an der Bar Ilan-Universität in Ramat Gan und betätigte sich gleichzeitig als Institutsleiter im Bereich der jüngeren Diaspora-Geschichte des jüdischen Volkes sowie als engagierter Mitarbeiter von Yad Vashem. In der Zeit von 1978 bis 1982 sowie erneut nach 1992 leitete der das Jerusalemer Leo Baeck Institut. 1988 erschien der von ihm herausgegebene wertvolle Biographienband Kurzbiographien zur Geschichte der Juden 1918-1945.

1996 erhielt Joseph Walk die Buber-Rosenzweig-Medaille, die von den Gesellschaften für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit für besondere Verdienste vergeben wird.