Johannes R. Becher

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J. R. Becher auf der Johannes-R.-Becher-Medaille

Johannes Robert Becher (* 22. Mai 1891 in München; † 11. Oktober 1958 in Berlin) war ein deutscher Dichter und ein Minister für Kultur der DDR. Unter seinen zahlreichen Werken findet sich auch das Gedicht Auferstanden aus Ruinen, zugleich Text der Nationalhymne der DDR. [1]

1 Auferstanden aus Ruinen [2][Bearbeiten]

1. Strophe

Auferstanden aus Ruinen
Und der Zukunft zugewandt,
Laß uns dir zum Guten dienen,
Deutschland, einig Vaterland.
Alte Not gilt es zu zwingen,
Und wir zwingen sie vereint,
Denn es muß uns doch gelingen,
Daß die Sonne schön wie nie
|:Über Deutschland scheint.:|

2. Strophe

Glück und Frieden sei beschieden
Deutschland, unserm Vaterland.
Alle Welt sehnt sich nach Frieden,
Reicht den Völkern eure Hand.
Wenn wir brüderlich uns einen,
Schlagen wir des Volkes Feind!
Laßt das Licht des Friedens scheinen,
Daß nie eine Mutter mehr
|:Ihren Sohn beweint.:|

3. Strophe

Laßt uns pflügen, laßt uns bauen,
Lernt und schafft wie nie zuvor,
Und der eignen Kraft vertrauend,
Steigt ein frei Geschlecht empor.
Deutsche Jugend, bestes Streben
Unsres Volks in dir vereint,
Wirst du Deutschlands neues Leben,
Und die Sonne schön wie nie
|:Über Deutschland scheint.:|


2 An Stalin[Bearbeiten]

Du schützt mit deiner starken Hand
den Garten der Sowjetunion.
Und jedes Unkraut reißt du aus.
Du, Mutter Rußlands größter Sohn,
nimm diesen Strauß.
Nimm diesen Strauß mit Akelei
zum Zeichen für das Friedensband,
das fest sich spannt zur Reichskanzlei.

3 Galerie[Bearbeiten]

4 Preise und Auszeichnungen[Bearbeiten]

5 Weblinks[Bearbeiten]

6 Andere Lexika[Bearbeiten]

 Commons: Johannes R. Becher – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

7 Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. M Rohrwasser Johannes R. Becher und "Widergeburts" In Ian Wallace (Herausg.) «Aliens - Uneingebürgerte: German and Austrian Writers in Exile». RODOPI 1994 ISBN 90-5183-783-6
  2. Bereits in der christlichen Ikonographie der Mittelalters finden sich häufig Ruinen auf biblische Bildern als schmückendes Beiwerk, was als Symbol der Widerstehens des neuen Bundes Gottes mit den Menschen durch christus – getreu dem Motto Aufstehen aus Ruinen und der Zukunft zugewandt – verstanden werden. Ralf-Carl Langhals Zurück nach Lascaux: eine Höhlengesschichte. Tectum Verlag 2003, ISBN 3-8288-8459-8