Horst Böhm

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Horst Böhm (* 11. Mai 1937 in Zwickau; † 2. Februar 1990) war ein deutscher Kommunist und Mitarbeiter des Ministeriums für Staatssicherheit. 1954 trat er in die SED ein und ein Jahr später legte er das Abitur ab. Danach stellte ihn das Ministerium für Staatssicherheit ein. Bis 1989 war er für dieses an der Unterdrückung des eigenen Volkes beteiligt. Er absolvierte einen Zweijahreslehrgang an der JHS des MfS Potsdam. 1961 wurde er stellvertretender Leiter der KD Stollberg und 1962 stellvertretender Leiter der KD Hohenstein. Von 1962 bis 1967 absolvierte er ein Fernstudium der Gesellschaftswissenschaften an der Karl-Marx-Universität Leipzig. Er erhielt ein Diplom als Lehrer für Marxismus-Leninismus. Danach wirkte er an der Indoktrinierung der Bevölkerung mit der Irrlehre des Sozialismus mit. 1966 wurde er stellvertretender Leiter der Arbeitsgruppe Anleitung und Kontrolle der BV Karl-Marx-Stadt. 1974 wurde er stellvertretender operativer Leiter der BV Karl-Marx-Stadt, 1981 Offizier für Sonderaufgaben und Mitglied der SED-Bezirksleitung Dresden. 1982 wurde er zum Generalmajor befördert. In Dresden war er Ende der 1980er-Jahre an der gewaltsamen Unterdrückung des Aufstandes gegen die menschenfeindliche SED-Diktatur beteiligt. Im Rahmen des Zusammenbruchs der DDR wurde er 1989 entlassen. Ein Jahr später entzog er sich durch Selbstmord feige seiner historischen und juristischen Verantwortung.[1]

1 Belege[Bearbeiten]

  1. Roger Engelmann, Bernd Florath, Helge Heidemeyer, Daniela Münkel, Arno Polzin, Walter Süß: Das MfS-Lexikon / Begriffe, Personen und Strukturen der Staatssicherheit der DDR, Christoph Links Verlag, Berlin, 2011/2012, Seite 62 und 63

2 Andere Lexika[Bearbeiten]

Wikipedia kennt dieses Lemma (Horst Böhm) vermutlich nicht.