Hohenzollernbrücke

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Hohenzollernbrücke

Die Hohenzollernbrücke ist eine auf die Mittelachse des Domes ausgerichtete Rheinbrücke in Köln. Sie ist mit 1200 Zügen täglich die meistbefahrene Eisenbahnbrücke Europas. Am Rande sind Geh- und Radwege vorhanden.

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1 Geschichte

Vom Jahr 1859 an ermöglichte an dieser Stelle eine erste Eisenbahnbrücke, wegen der engmaschigen Gitterkonstruktion auf Kölsch Muusfall (hochdeutsch Mausefalle) genannt, die Fahrt über den Rhein. Von 1907 bis 1911 wurde der heute bestehende 16 Meter breite Nachfolger errichtet. Dieser bestand ursprünglich aus zwei Verkehrsträngen für den Eisenbahnverkehr und einem südlichen Verkehrsstrang für den Straßenverkehr. Am 22. Mai 1911 wurde die Brücke durch Kaiser Wilhelm ll. unter Anwesenheit der Kaiserin Auguste Viktoria und der Prinzessin Viktoria Luise feierlich eingeweiht. Nach Ende des Zweiten Weltkriegs wurde die kriegsbedingt stark beschädigte Brücke nur noch für zwei Eisenbahnspuren, die später um eine dritte ergänzt wurden in Stand gesetzt. 1988 bis 1991 erfuhr die Brücke eine erneute Erweiterung um zwei Gleisbreiten auf drei parallele Bögen. [1]

2 Konstruktion

Die Brücke lastet auf drei Flusspfeilern mit einer Mitteldurchfahrt von 160 Metern wegen der Rheinschiffahrt. Die unregelmäßigen Abmessungen zwischen den Pfeilern bedingen unterschiedliche Höhen der Bogenfolgen. Die Brücke besteht aus drei nebeneinander liegenden Brückenteilen mit jeweils drei Eisenfachwerkbögen in Längsrichtung als Durchfahrtöffnungen. [2]

3 Portale und anderes

Die Rampenanlagen wurden nach Fertigstellung der Brücke vom Architekten Hans Heinrich Schwechten mit 40 Meter hohen Portalen versehen. Auf den Strompfeilern wurden kleinere Türme errichtet. Den aufwändigen Schmuck der Portale schuf Gotthold Regelmann, der hier u.a. auch wichtige Persönlichkeiten der Kölner Stadtgeschichte wie z.B. die Stadtgründerin Aggripina, Kaiser Konstantin (der die erste Brücke der Stadt bauen ließ), Kaiser Karl IV. (welcher Köln das Stadtrecht verlieh) oder Stephan Lochner, einen bedeutenden Maler der Kölner Malerschule, darstellte. Die Portal- und Turmbauten wurden nach dem Zweiten Weltkrieg nicht wieder aufgebaut und um 1958 abgetragen. [3]

4 Reiterstandbilder

Vier Reiterstandbilder flankieren die Brücke. Auf Deutzer Seite sind dies Standbilder der deutschen Kaiser Friedrich Wilhelm IV. und Wilhelm I.. Auf der Altstadt-Seite befinden sich die vom Bildhauer Louis Tuaillon geschaffenen Reiterstandbilder von Kaiser Wilhelm II. und Friedrich II..

5 Liebesschlösser

Liebesschlösser an der Hohenzollernbrücke
Am Absperrgitter zwischen Gehweg und Eisenbahnschienen in Richtung vom Dom zur anderen Rheinseite sind circa 40.000 Liebesschlösser mit einem Gesamtgewicht von ungefähr zwei Tonnen angebracht. [4] Der Deutzer Kopf der Hohenzollernbrücke ist als offizielle Kletterwand freigegeben.

6 Literatur

  • Lothar Hammer: Köln, die Hohenzollernbrücke und die deutsche Brückenarchitektur der Kaiserzeit, J.P. Bachem Verlag, 1. Aufl., Köln, 1997, ISBN 3-7616-1300-8

7 Einzelnachweise

  1. Kirstin Kabasci: Köln, REISE KNOW-HOW Verlag Peter Rump GmbH, 1. Aufl., Bielefeld, 2006, S. 167
  2. Peer Zietz und Uwe H. Rüdenburg: Hans Heinrich Schwechten - Ein Architekt zwischen Historismus und Moderne, Edition Axel Menges, 1999, S. 75
  3. Peer Zietz und Uwe H. Rüdenburg: Hans Heinrich Schwechten - Ein Architekt zwischen Historismus und Moderne, Edition Axel Menges, 1999, S. 75 und 76
  4. Willkommen in Köln!, Artikel in Mobil - Das Magazin der Bahn, Januar 2012

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