Gerald Hüther

Aus PlusPedia
Wechseln zu: Navigation, Suche

Gerald Hüther (* 15. Februar 1951 in Emleben/Thüringen) ist ein deutscher Neurobiologe und Autor populärwissenschaftlicher Bücher und anderer Schriften.

Weil es ihm in der DDR zu "eng" wurde, floh er Ende der 1970er Jahre nach Westdeutschland.

Gerald Hüther plädiert für eine Neuausrichtung der Biologie im 21. Jahrhundert. Annahmen wie die von der Konkurrenz als Triebfeder der Evolution sollten hinterfragt werden. Das Zerlegen von Organismen in ihre Einzelteile führe nicht dazu, zu verstehen, was Leben ist. Es reiche nicht, Lebewesen nur als Objekte zu sehen, sondern auch als Subjekte mit Intentionen und Bedürfnissen. Es gelte, sich in die Lebewesen hineinzuversetzen, das zu sehen, was alles Leben verbindet. Gemeinsam sei allem Leben die Fähigkeit zur Selbstorganisation.[1]

Bis 2005 war er im Bereich Neurobiologie am Max-Planck-Institut (seit 2022 Max-Planck-Institut für Multidisziplinäre Naturwissenschaften) in Göttingen tätig. Heute will er mit der Akademie für Potentialentfaltung helfen, die vorherrschende Beziehungskultur in unserer Gesellschaft zu transformieren. „Wir brauchen Gemeinschaften, deren Mitglieder einander einladen, ermutigen und inspirieren, über sich hinauszuwachsen.“ - sagt Hüther.

Coin Übrigens: Die PlusPedia ist NICHT die Wikipedia.
Wir sind ein gemeinnütziger Verein, PlusPedia ist werbefrei. Wir freuen uns daher über eine kleine Spende!

1 Kritik

Im Februar 2013 warnte der Sektenbeauftragte der Erzdiözese München und Freising vor Hüther und der Sinn-Stiftung „Entwicklung. Lernen. Zukunft“ mit dem Hinweis, deren Sichtweisen seien stark vereinfachend und würden Allgemeinplätze verabsolutieren. Weiterhin wurden Zweifel an den behaupteten neurowissenschaftlichen Belegen genannt.[2]

2 Veröffentlichungen (Auswahl)

  • Bedienungsanleitung für ein menschliches Gehirn. Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 2006
  • Männer. Das schwache Geschlecht und sein Gehirn. Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 2009
  • Was wir sind und was wir sein könnten: Ein neurobiologischer Mutmacher. S. Fischer, Frankfurt am Main 2011
  • Raus aus der Demenz-Falle! Wie es gelingen kann, die Selbstheilungskräfte des Gehirns rechtzeitig zu aktivieren. Arkana Verlag, München 2017

3 Weblinks

4 Einzelnachweise

  1. Gerald Hüther: Was bedeutet das: Lebendig sein? Die Biologie an der Schwelle eines neuen Selbstverständnisses. In: Tattva Viveka, Jg. 19, Nr. 53, 2012, S. 18–27 (Digitalisat)
  2. Erzdiözese München und Freising, Fachbereich Weltanschauungsfragen: www.weltanschauungsfragen.de, Abschnitt: „Ein erstes Resümee“

5 Vergleich zu Wikipedia




Diesen Artikel melden!
Verletzt dieser Artikel deine Urheber- oder Persönlichkeitsrechte?
Hast du einen Löschwunsch oder ein anderes Anliegen? Dann nutze bitte unser Kontaktformular

PlusPedia Impressum
Diese Seite mit Freunden teilen:
Mr Wong Digg Delicious Yiggit wikio Twitter
Facebook




Bitte Beachte:
Sämtliche Aussagen auf dieser Seite sind ohne Gewähr.
Für die Richtigkeit der Aussagen übernimmt die Betreiberin keine Verantwortung.
Nach Kenntnissnahme von Fehlern und Rechtsverstößens ist die Betreiberin selbstverständlich bereit,
diese zu beheben.

Verantwortlich für jede einzelne Aussage ist der jeweilige Erstautor dieser Aussage.
Mit dem Ergänzen und Weiterschreiben eines Artikels durch einen anderen Autor
werden die vorhergehenden Aussagen und Inhalte nicht zu eigenen.
Die Weiternutzung und Glaubhaftigkeit der Inhalte ist selbst gegenzurecherchieren.


Typo3 Besucherzähler - Seitwert blog counter
java hosting vpn norway