Erich von Lojewski

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Profil.png Profil: Lojewski, Erich von
Beruf Journalist, Redakteur und Buchautor sowie Vater des Wolf von Lojewski
Persönliche Daten
25. März 1909
Masuchowken, Kreis Lötzen, Masuren
15. April 1970
Kiel, Schleswig-Holstein


Erich von Lojewski (* 25. März 1909 in Masuchowken, Kreis Lötzen, Masuren; † 15. April 1970 in Kiel, Schleswig-Holstein) war ein deutscher Journalist, Heimatforscher, Redakteur und Buchautor. Er war der Vater des Wolf von Lojewski.

1 Vita[Bearbeiten]

Erich von Lojewski wurde 1909 im masurischen Dorf Masuchowken (1936/45 Rodental, polnisch Mazuchówka) als Sohn der Eheleute Gottfried von Lojewski und Luise, geborene Dziedo, geboren. Der Vater war zuerst als königlicher Förster, dann als Provinzstraßenmeister angestellt.

In der Beziehung Erichs von Lojewski mit der Stenotypistin Ursula Erdmann wurde am 4. Juli 1937 in Berlin der Sohn Wolf von Lojewski geboren.[1] Nach dem Scheitern der ersten Ehe zog Erich von Lojewski 1943 nach Posegnick, Kreis Gerdauen in Ostpreußen um und heiratete am 23. Januar 1944 in Karniewo mit Ruth Ursula Erdmann.[2]

Am Ende des Zweiten Weltkriegs floh die Mutter mit dem Sohn vor der anrückenden Roten Armee über das zugefrorene Frische Haff und Danzig nach Westen. Nach der Flucht kamen sie mit einem Leiterwagen in die britische Besatzungszone nach Nordniedersachsen und wohnten zunächst in Altenbruch bei Cuxhaven, wo Wolf von Lojewski die Schulen besuchte. Als das Deutsche Rote Kreuz den Aufenthaltsort des Vaters in Wesselburen im Kreis Dithmarschen ermittelte, zogen sie nach Schleswig-Holstein um. Danach wohnte die Familie in Kiel.[3]

In der sowjetischen Besatzungszone wurde Erich von Lojewski im Februar 1946 in die Liste der auszusondernden Literatur mit dem Vermerk „völkisch-bolschewistisch“ eingetragen.

Im Jahr 1953 war er einer der Gründer der „Kreisgemeinschaft Lötzen“ und im Jahr 1954 der Initiatior der Patenschaft der Städte Neumünster und Giżycko (Lötzen) in Polen.[4]

Im Sommer 1959 reiste er mit polnischen Visum, einem Fotoapparat und Notitzblock nach Nordpolen und hielt sich in Masuren in Orten wie Ełk (Lyck), Giżycko (Lötzen) und Mikołajki (Nikolaiken) auf. Im Jahr 1960 erschien in Kiel der bebilderte Reisebericht Ich bin daheim gewesen - Reisebericht und Bilder aus Ostpreußen von heute.

Um 1960 wirkte er bei der „Kieler Druckerei GmbH“ und ab 1965 war er Leiter beim „Verlag Landeswerbung“ in Kiel.

2 Schriften[Bearbeiten]

  • Die evangelischen Kirchen im Kreise Lyck. 1923.
  • Im Rauschen des Memelstroms… . Heimatliche Volkserzählungen aus Tilsit und dem Bereich der Memel. Verlag J. Reyländer, Tilsit 1931.
  • Romowe, die Göttereiche im Osten. Heimaterzählungen aus dem altpreußischen Gebiet Nadrauen. Glocke, Gumbinnen 1932.
  • Die Memelhexe. Sagen und wundersame Geschichten aus Ostpreußen. Verlag Möller, Rendsburg 1956.
  • Heimat heilige Verpflichtung. (Hrsg.): Verband der Heimatvertriebenen-Vereinigte Landsmannschaften-Kreis Kiel e.V., Kieler Druckerei, Kiel 1958.
  • Ich bin daheim gewesen. Reisebericht und Bilder aus Ostpreußen von heute. Verlag Landeswerbung, Kiel 1960.
  • als Redakteur: Industrieausbau in Schleswig-Holstein. Aufgabe und Leistung der Gewerbeförderung im Norden des Bundesgebiets. (Hrsg.): Ministerium für Wirtschaft und Verkehr des Landes Schleswig-Holstein. Kieler Druckerei, Kiel 1951.

3 Nachweise[Bearbeiten]

  1. Wolf von Lojewski
  2. Posegnick – Ostpreußen
  3. Lojewski, Wolf von bei Cuxpedia.de
  4. Kulturportal West–Ost: Kreisgemeinschaft Lötzen

4 Andere Lexika[Bearbeiten]