Deutsche Fußballnationalmannschaft 2010

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Die deutsche Fußballnationalmannschaft 2010 bestand aus 23 Spielern. Sie kamen wegen ihrer sportlichen Leistungen in den Kader, um in Südafrika einen guten Platz zu belegen und möglichst noch Weltmeister zu werden. Diesem Ziel folgend hatte der Bundestrainer Joachim Löw dem Lokalpatriotismus eine klare Absage erteilt und also nicht je einen Vertreter Bayerns, Sachsens, etc. für die Mannschaft aufgestellt, sondern die jeweils Besten ausgesucht.

Spieler wie Dennis Aogo, Mesut Özil, Jerome Boateng und Cacau sind in Ländern wie Nigeria, Ghana, oder Brasilien geboren. Mesut Özil als gebürtiger Türke mit zwei Pässen hätte ebenso für die Türkei antreten können. Lukas Podolski, Piotr Trochowski und Miroslav Klose wurden in Polen geboren.[1]

Das zeigt, dass der Fußball eine sehr starke Wirkung hat. Bei der WM 1998 haben wir immer auf die Franzosen geschaut und nicht gedacht, dass das bei uns auch möglich ist. Es ist schön, dass sich Integration nicht nur gesellschaftlich, sondern auch sportlich lohnt. Das ist ein Spiegelbild Deutschlands. (Teammanager Oliver Bierhoff vor dem ersten WM-Vorrundenspiel am Sonntagabend in Durban gegen Australien)

1 Sonstiges[Bearbeiten]

Die deutsche Fußballnationalmannschaft besteht während der Fußballweltmeisterschaft 2010 aus einem Bayern-Block mit acht Spielern. Gegen Argentinien standen mit Lahm, Schweinsteiger, Müller, Klose vier Bayern-Spieler in der Startelf - Mit Holger Badstuber, Mario Gomez, Toni Kroos und Jörg Butt saßen vier Spieler auf der Bank. Das Spielsystem von Joachim Löw gilt als sehr modern: Mit viel Ballbesitz, Spielverlagerungen und schnellen Angriffen.

2 Kritik[Bearbeiten]

Einige Kritiker sollen sich mit Spielern mit Migrations-Hintergrund nicht identifizieren können. Sie bezeichnen diese Spieler manchmal auch als Söldner, die in den Medien derzeit als große neue Fußballtalente hochgejubelt werden. Sie befürchten, dass die deutsche Fußballnationalmannschaft ähnlich wie die französische und die holländische Nationalmannschaft noch mehr Spieler mit Migrations-Hintergrund aufnehmen werde, die jedoch natürlich rechtlich gesehen Deutsche sind.[2][3]

Auch ist es nicht selten, dass ausländische Mitbürger in Internetforen sowie in Kommentarspalten die deutsche Fußballnationalmannschaft wegen Spielern mit Migrationshintergrund verspotten. Spieler mit Migrationshintergrund werden als Ausländer bezeichnet, auch wenn sie in Deutschland geboren und aufgewachsen sind und auch einen deutschen Elternteil haben. Nach Meinung mancher ausländischer Mitbürger sei die deutsche Mannschaft ohne Spieler mit Migrationshintergrund nicht konkurrenzfähig (so ein quatsch!). Ausländische Mitbürger, die so einen Unfug fabrizieren, sind Anhänger von Mannschaften aus ihren Herkunftsländern bzw. Ländern ihrer Ahnen. Sie stammen beispielsweise aus der Türkei, aus dem ehemaligen Jugoslawien oder aus Italien. Die Mannschaften aus den genannten Ländern (jetzt als Beispiel genommen) haben garkeine oder sehr wenig Spieler mit Migrationshintergrund.

3 Siehe auch[Bearbeiten]

4 Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Özil, Poldi, Khedira: Der deutsche Multikulti-Kader n24.de
  2. Frankreich: Rechtextreme ärgern sich über Zusammensetzung des WM-Kaders news.de.msn.com
  3. Rechtsextreme Fußballfans: "Immerhin kann der Türke wat" taz.de

5 Weblinks[Bearbeiten]

6 Andere Lexika[Bearbeiten]

Wikipedia kennt dieses Lemma (Deutsche Fußballnationalmannschaft 2010) vermutlich nicht.