A Nigun on assof (Komposition von Solomon Rosowsky)

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Notenbeispiel 1: Anfang der Komposition A nigun on assof von Solomon Rosowsky ( anhören von Takt 1 bis 8?/i).
A Nigun on assof (op. 8, Nr. 2) ist eine Komposition des russich-jüdischen Komponisten Salomon Rosowsky aus dem Jahr 1917.

1 Details[Bearbeiten]

  • Das Werk wurde von der Gesellschaft für jüdische Volksmusik in St. Petersburg publiziert. [1]
  • Eine originale Notenausgabe von A Nigun on assof befindet sich heute in der Solomon Rosowsky Collection der Library of the Jewish Theological Seminary in New York. [2]
    Notenbeispiel 2: Takt 13 und 14 der Komposition A nigun on assof.
  • Es handelt sich um eine Komposition für fünf Holzbläser (im Notentext steht unter dem Titel A Nigun on assof der Zusatz far Holzblosquintet). Vorgeschrieben sind Flöte, English Horn, Oboe, Klarinette in B und zwei Fagotte. Das Englisch Horn wird ab Takt 23 durch die Oboe ersetzt.
  • Die im langsamen Tempo gehaltene und 44 Takte umfassende Komposition verwendet die Melodie eines jüdischen Volksliedes, welches dem Notentext vorangestellt ist. Sie lehnt sich - vorauf auch der Titel nigun, eine Form des religiösen Gesangs im Chassidismus, deutet - melodisch, harmonisch und rhythmisch an die Musik des chassidischen Judentums an.
  • Das Stück beginnt mit einem fünfttaktigen Solo des Englisch Horn über einer Begleitung der beiden Fagotte in Quinten. Diese vier Takte bestehen aus einer dreimaligen Wiederholung eines eintaktigen Motivs (siehe Notenbeispiel 1), und zwei angehängten Takten. Diese Fünftaktgruppe wird, um einen angehängten Takt verkürzt und um eine Terz nach oben transponiert, wiederholt.
  • Danach (Takt 11 bis 13) bringen Flöte und Klarinette das Motiv gemeinsam, bevor es dann unter Beteiligung aller Instrumente ab Takt 13 in sehr dichter Instrumentierung weiterentwickelt wird. Die beiden Fagotte lösen sich in Takt 13 und 14 (siehe Notenbesipiel 2) kurz aus der einfachen Begleitform in Quinten, und bringen eine aufsteigende, zweistimmige Gegenstimme.
  • In Takt 19 und 20 folgt eine kurzer, eher homophon gestalteter Einschub ( anhören von Takt 18 bis 21?/i).
  • Ab Takt 22 wird das Motiv dann imitatorisch aufgegriffen, d.h. die einzelnen Instrumentalstimmen bringen es nacheinander in teilweise sich überlappender Form. Ab Takt 23 spielt anstatt des Englisch Horn nun die Oboe mit. Die beiden Fagotte beteiligen sich nun auch an der melodischen Gestaltung.
  • Die Flöte brilliert in den Takten 27 bis 30 mit schnellen Läufen in 16-tel-Triolen in hoher Lage.
  • Danach werden in den Takten 34 bis 37 die beiden langsamen Takte 19 und 20 erweitert wiederholt.
  • Die letzten sieben Takte befassen sich wieder mit dem Motiv und beenden das Stück in dichter Instrumentierung.

2 Links und Quellen[Bearbeiten]

2.1 Siehe auch[Bearbeiten]

2.2 Weblinks[Bearbeiten]

2.2.1 Bilder / Fotos[Bearbeiten]

2.2.2 Videos auf Youtube[Bearbeiten]

2.3 Quellen[Bearbeiten]

2.4 Literatur[Bearbeiten]

2.5 Naviblock[Bearbeiten]

2.6 Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Jascha Nemtsov: Jüdische Kunstmusik im 20. Jahrhundert - Quellenlage, Entstehungsgeschichte, Stilanalysen, Harrassowitz Verlag, Wiesbaden,2006, S. 49
  2. AN INVENTORY OF THE SOLOMON ROSOWSKY COLLECTION

3 Hinweis zur Verwendung[Bearbeiten]

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4 Andere Lexika[Bearbeiten]

Wikipedia kennt dieses Lemma (A Nigun on assof (Komposition von Solomon Rosowsky)) vermutlich nicht.