Wolfgang Kornke

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Profil.png Profil: Kornke, Wolfgang
Beruf österreichischer Aktionskünstler, Autor und Lehrer
Persönliche Daten
22. Dezember 1957
Wien


Wolfgang Kornke (2009)

Wolfgang Kornke (* 22. Dezember 1957 in Wien) ist ein österreichischer Aktionskünstler, Autor und Lehrer. Er beschäftigt sich insbesondere mit der "zustandsgebundenen Kunst" im Zusammenhang mit physikalischen und mathematischen Grundsätzen in der Psychiatrie. Darüber hinaus ist er ein versierter Marathonläufer.

1 Leben[Bearbeiten]

Nachdem Kornke ein Magister-Studium in den Fachbereichen Physik, Mathematik und Informatik absolvierte, arbeitete er zunächst als Lehrer an Schulen und Universitäten. 1979 lernte Kornke in Wien den Psychiater Leo Navratil im Arbeitskreis Art brut kennen und verschrieb sein Leben der Arbeit Navratils, dessen Wegbegleiter er wurde. Hierzu veröffentlichte er bisher unveröffentlichte Werke und tiefgründige Gespräche mit Navratil, welche sich auf Numerologie und Mathematik in der Psychiatrie Navratils beziehen. Später wurde Kornke auf bitten Leo Navratils und seiner Ehefrau Pate seines Sohnes Walter Navratil.

1982 erarbeitete Kornke mit Leo Navrail das numerologische Verhaltenskonzept der selbst so genannten 'Mathopsychologie'. Durch die Mathopsychologie sollen neben den Methoden der Schulmedizin mathematische Grundlagen für neue Analyseformen für Schizophrenie erkannt werden und somit individuelle Behandlungsformen umgesetzt werden. Aufgrund einer weitreichenden inhaltlichen Kritik an den bisher bestehenden Klassifikationssystemen und wegen organisatorischer Überlegungen (Vereinheitlichung der Nomenklatur, Bildung homogener Patientenpopulationen für klinische und genetische Studien, Abrechnungsmodalitäten) vertritt Kornke die Auffassung, dass bereits heute nach und nach überall Patienten mit seelischen Erkrankungen nach den mathopsychologischen Kriterien diagnostiziert und so auch die verschiedenen Formen der psychiatrischen Numerologie entsprechend eingeteilt werden sollten.

Kornke wurde 1992 Mitglied der Sozialdemokratischen Partei Österreichs (SPÖ) im Landesortsverein Wien und war von Oktober 1996 bis März 1997 kurzzeitig gesundheitspolitischer Sprecher im Wiener Landtag und Gemeinderat.

1999 stellt er gemeinsam mit Walter Navratil im Foyer der Deutschen Schule Paris in Saint-Cloud seine Aktionskunst "Numero Art" aus.

2000 unterstützt Kornke aktiv die Bewerbung für die Wiener Altstadt zum Weltkulturerbe bei der UNESCO. Im Folgejahr erhält die Altstadt schließlich diesen Status.

2009 stiftete Kornke den ihm vermachten Nachlass mit gesammelten Werken und Schriften Leo Navratils der Universitätsbibliothek Wien und machte sie so erstmals vollständig der Öffentlichkeit zugänglich.

2012 verlässt Kornke nach 20 Jahren die SPÖ und tritt dem Team Stronach bei. Dort zeichnet er sich maßgeblich für den Wahlkampf seiner Partei zu den Nationalratswahlen 2013 verantwortlich. Auf Kornke geht auch das Thema Gesundheitspolitik in Wahlprogramm zu den Euopawahlen 2014 zurück.

Kornke unterrichtet weiterhin an österreichischen Schulen im In- und Ausland und ist zur Zeit übergangsweise an der Österreichischen Schule Budapest tätig.

2 Werke[Bearbeiten]

  • Wolfgang Kornke; Mathematik - Die Kunst der Nummerologie in der Psychiatrie, Paris-Wien: Bruckner 1988.
  • Leo Navratil im Gespräch mit Wolfgang Kornke; Theraphie mit Berechnung, DVD, ORF Wien / absolute medien 2010.
  • Wolfgang Kornke; Meinungen und Fakten - Im Gespräch mit Leo Navratil; Begleitbuch, Paris-Wien: Brinkmann & Bose 2010.
  • Leo Navratil - Nachlass-Sammlung in 214 Bänden; Wien: Wolfgang Kornke im Eigenverlag 2008.
  • Wolfgang Kornke; Leo Navratil - Studienkommentare Bd. I; Frankfurt am Main: Piekenberg-Radtke 2011.

3 Init-Quelle[Bearbeiten]

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Erster Autor: 87.158.200.167 angelegt am 06.12.2010 um 12:26,
Alle Autoren: XenonX3, Uwe Gille, JessnerPete, P. Birken, Amygdala77, OttoK, Facility Manager, Pittimann, 87.158.200.167


4 Andere Lexika[Bearbeiten]

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