Viel Lärmen um Nichts

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Die Literatursatire Viel Lärmen um nichts von Joseph Freiherr von Eichendorff ist im Jahre 1832 geschrieben worden. In diesem Werk wird einerseits auf andere Schriften Eichendorffs Bezug genommen - so treten Figuren aus der Novelle "Ahnung und Gegenwart" nunmehr in der vorliegenden Satire auf – andererseits bezieht sich der Text des Romantikers Eichendorff auf die gleichnamige Schrift von William Shakespeare.

Textbeispiel:

„… "Wem gehört der prächtige Palast dort unten?" fragte Prinz Romano. "Dem Herrn Publikum!" erwiderte ein schöner Jungling aus dem Gefolge. – "Wie! Also hier wohnt der wunderliche Kauz? Kennst du ihn denn?“ rief der Prinz verwundert aus. – "Nur dem Rufe nach", entgegnete der Jüngling, sichtbar verwirrt und mit flüchtigem Erröten. Die untergehende Sonne beglänzte unterdes scharf die schönsten Umrisse des Palastes; heiter und wohnlich erhob er sich über die weiten, fruchtbaren Ebenen, mit den Spiegelfenstern noch hell herüberleuchtend, während die Felder ringsum schon zu verdunkeln anfingen. ...“

Während durch die Poesie vielleicht eine Wirkung erzielt werden soll, die den Leser über die Alltagssprache hinaus auf eine neue Ebene hebt, so findet man hier in der Romantik Texte, welche durch Brechungen eine neue Wirkung erzielen - sei es wie hier durch das Mittel der Satire oder in anderen Texten durch Einblendung von Tagesereignissen oder durch die Übereinanderlegung mehrerer Texte, die wechselweise unzusammenhängend gedruckt werden. Romantik wäre so also eine Art Poesie-Plus.

1 Siehe auch[Bearbeiten]

Joseph Freiherr von Eichendorff

Romantik

2 Weblinks[Bearbeiten]

3 Literatur[Bearbeiten]

Joseph von Eichendorff: Viel Lärmen um Nichts. CreateSpace Independent Publishing Platform, 2013. ISBN 978-1482381078

4 Andere Lexika[Bearbeiten]

Wikipedia kennt dieses Lemma (Viel Lärmen um Nichts) vermutlich nicht.