Tadeusz Ludas

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Tadeusz Ludas (* 25. Juni 1925 in Hrubieszów; † 10. September 1997 in Otwock - beerdigt am 15. September in Hrubieszów) war Partisane in der polnischen Heimatarmee (Armia Krajowa) im 2. Weltkrieg, von 1943 bis November 1944, anschließend Soldat in der polnischen Volksarmee (Ludowe Wojsko Polskie) von November 1944 bis Februar 1947.




1 Dienstzeit in der Heimatarmee (Armia Krajowa)[Bearbeiten]

Dienstgrad: Kapral Podck.

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Tätigkeit: Schütze bei der Militärpolizei der AK


Militärische Formation: 9. Infanterie-Regiment der Heimatarmee im Gebiet Zamość (9. Pulk Piechoty Armii Krajowej na Ziemi Zamojskiej)


Deckname/Pseudonym: „Sokoł” (Falke)


- Nach 3 jähriger Ausbildung an der mechanischen Handwerksschule in Hrubieszów (Technikum) und bestandener Gesellenprüfung, wurde Tadeusz Ludas zur Arbeit in der Lokwerkstatt in Gostów eingeteilt. Mit der Vollendung des 18. Lebensjahres im Juni 1943 schloß er sich freiwillig den Partisanen der Heimatarmee an.

- Aufgrund der Angst über Vergeltungsschläge der Wehrmacht an seiner Familie, übte Tadeusz Ludas weiterhin seine Arbeit in Gostów aus und war nur beschränkt in der Heimatarmee tätig.

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- Im August 1943 auf dem Weg zur Arbeit begegnete er einem guten Bekannten, von diesem überredet und aufgrund gesundheitlicher Beeinträchtigungen entschied er sich bei diesem zu übernachten und erst am nächsten Tag zur Frühschicht auf der Arbeit zu erscheinen. In dieser Nacht wurde die Werkstatt von Banden der UPA (Ukrainische Aufstandsarmee - Ukrajinska Powstanska Armija) überfallen und alle Arbeiter kamen bei diesem Angriff ums Leben.

- Da angenommen wurde, dass Tadeusz Ludas auch unter den Opfern in Gostów war, entschied er sich vollständig den Partisanen beizutreten.

- Er führte verschiedene Aktionen wie Sabotagen und Liquidierungen in den Wäldern Hołota und Grabowiec (bei Hrubieszów) gegen die Nazis durch, unter dem Oberkommando von Marian Gołębiewski (ps. „Irka”, „Korab”, „Lotka”, „Ster”, „Swoboda”) und unter direkten Befehl vom Kedyw-Kommandanten Kazimierz Witrylak (ps. „Hel”, „Druk”).

- Im August 1944 begab er sich zusammen mit Teilen seiner Einheit auf den Weg nach Warschau, um den Aufstand dort zu unterstützen. Auf diesem Weg wurden sie von sowjetischen Einheiten der NKWD in Chełm festgenommen und entwaffnet. Kurzfristig neuuniformiert und in ein Strafbatallion eingezogen. Teils schwach, teils nur mit einem Feldspaten bewaffnet wurde das Batallion sofort an die Front versetzt und führte aktive Kämpfe gegen die Wehrmacht durch.

- Nach schweren Kämpfen und in den Wirren des Krieges entzog sich Tadeusz Ludas dem Strafbatallion.

2 Dienstzeit in der polnischen Volksarmee (Ludowe Wojsko Polskie)[Bearbeiten]

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Krzyż Walecznych (Tadeusz Ludas).jpg


Dienstgrad: Kapral (Unteroffizier), nachträgliche Beförderung zum Starzy sierżant (Oberfeldwebel) 1992 aufgrund der Anerkennung der III. polnischen Republik (III. Rzeczpospolita Polska) der Kampfhandlungen und Taten im Partisanenkrieg in der Heimatarmee


Tätigkeit: Funker in der polnischen Volksarmee


Militärische Formation: 2. Armee der LWP der 8.Dresdner Infanterie-Division im 34.Bautzener Infanterie-Regiment (2. Armia Wojska Polskiego - 8.Drezdeńska Dywizja Piechoty - 34.Budziszyński Pułk Piechoty)


- Am 30.11.1944 wurde er in die polnische Volksarmee eingezogen.

- Ab dem 01.12.1944 bis zum März 1945 besuchte er die Offiziersschule und wurde dort aufgrund von früheren Aktivitäten in der Heimatarmee wieder entlassen. Die Offiziersschule und die Volksarmee unterstanden der sowjetischen Regierung und waren somit kommunistisch geprägt,während die Heimatarmee (Armia Krajowa) im Gegensatz dazu ihre Befehle von der Exilregierung in London entgegennahm, die antikommunistisch war.

- Vom März 1945 bis zum 07.03.1947 befand er sich im aktiven Dienst an der Front in der 2. Armee und kämpfte gegen das "Dritte Reich", sowie gegen die UPA.

- Operationen, Aktionen, Schlachten und Orte der Kampfhandlungen waren u.a.: Minsk Mazowiecki, Blonie, Sochaczew, Gabin, Gosytynin, Wloclawek, Torun, Bydgoszcz, Pila, Operacja Łużycka (Teilnahme der 2. Armee an den Kämpfen um die Oder-Neisse-Linie, sowie um Berlin), Schlacht um Bautzen (mit schweren Verlusten für die polnische Volksarmee), Kämpfe gegen die Heeresgruppe "Mitte" unter Generalfeldmarschall Schörner, Vorstoß der 2. Armee bis nach Dresden, Teilnahme an der Prager Operation.

- Vom August 1945 bis zum Februar 1947 war er innerhalb der 8.Dresdner Infanterie-Division in Sanok (Bieszczady - südosten Polens) stationiert und nahm an den Kämpfen gegen die Banden der UPA (Ukrainische Aufstandsarmee - Ukrajinska Powstanska Armija) teil, in den Gebieten um Baligród und Ustrzyki Górne.

Operacja Łużycka.png

- Nach Februar 1947 befand er sich in der Reserve der polnischen Volksarmee.

3 Orden und Abzeichen[Bearbeiten]

Grunwald Abzeichen.jpg
Legitymacja Krzyż Walecznych.jpg


  • 1946: Grunwald Abzeichen (Odznaka Grunwaldzka)
  • 1946: Medaille für Oder, Neisse, Baltisches Meer (Medal za Odre, Nyse, Baltyk)
  • 1946: Madaille für den Sieg über Deutschland (Medal za pobedu nad germanie - russischer Orden)
  • 1946: Freiheitsmedaille 1945 (Medal Zwycięstwa i Wolności 1945)
  • 1969: Medaille für die Kämpfe um Berlin (Medal za udział w walkach o Berlin)
  • 1970: Medaille für den ruhmevollen, verdienten Kampf (Medal Zasłużonym na Polu Chwały)
  • 1974: Tapferkeitskreuz (Krzyż Walecznych)
  • 1992: Kreuz der Heimatarmee (Krzyż Armii Krajowej)




4 Bilder[Bearbeiten]

5 Quellen[Bearbeiten]

  • Soldbuch (Książeczka wojskowa)
  • Legitimationen der Orden (Legitymacje)
  • Dokument: Charakteristik des Dienstes (Charakterystyka służbowa)
  • AK Ausweis - Internationale Verband von Soldaten der Heimatarmee (Światowy Związek Żołnierzy Armii Krajowej)
  • schriftliche Bescheinigung der Dienstzeit im 2. Weltkrieg von 1991 (Zaświadczenie 1991)
  • Danksagung der LWP (Podziękowanie)
  • Journal: Biuletyn - Rok 38/2002 Nr. 1-2 (132-133) ISSN 1427-5627


6 Weblinks[Bearbeiten]

  • "Neighbours on the Eve of the Holocaust" - Buch S. 109, Fußnote 511 - zitierter Bericht (Quellenangabe) von T.Ludas aus Wiktoria Sliwowska, ed., Czarny rok… Czarne lata… (Warsaw: Stowarzyszenie Dzieci Holocaustu w Polsce, 1996), 73.