Struwwelpeter

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Der Struwwelpeter ist ein Bilderbuch mit gereimten gut eingängigen Versen, welches vom Arzt Heinrich Hoffmann im Jahre 1845 verfasst worden ist. Es ähnelt nach Intention, Aufmachung und Entstehungsdatum dem Max und Moritz von Wilhelm Busch. In zehn Geschichten und Situationen von Kindern werden traditionelle Weisheiten auf ungefähr 21 Seiten den Lesern nahe gebracht. Der Struwwelpeter gehörte zum Kanon der Vorlesebücher am Abend in der Familie und stand auch in der Schulbibliothek, so dass nach den ersten Leseschwierigkeiten dieses Werk gern und oft aus dem Regal genommen und gelesen wurde. Nach eigener Einschätzung kommt es - weil es witzig ist - auch heutzutage bei Kindern an. Die gereimten Verse können für zahlreiche Situationen Verwendung finden – z.B.:

Wenn der Regen niederbraust,
Wenn der Sturm das Feld durchsaust,
Bleiben Mädchen und auch Buben,
Hübsch daheim in ihren Stuben.

Dass die kleinen Geschichten, was die Strafen anbelangt, etwas makaber sind, tat der Beliebtheit als Vorlesebuch keinen Abbruch, denn die Strafen sind als unrealistisch und Scherz erkennbar, wenn z.B. der Hase dem Jäger hinterher ballert.

Will man tatsächlich über den erzieherischen Wert dieses Büchleins in heutiger Zeit debattieren, dann wird man sich schnell bei modernen Vokabeln wie Magersucht oder Tierschutz wiederfinden und wird sich über Erziehungsziele in der Gegenwart den Kopf zerbrechen. Vielleicht sollten einfach die Kinder entscheiden, was sie gerne lesen möchten?!

Inhaltsangabe vom Struwwelpeter:
Die Geschichte vom bösen Friedrich
Die gar traurige Geschichte mit dem Feuerzeug
Die Geschichte von den schwarzen Buben
Die Geschichte vom wilden Jäger
Die Geschichte vom Daumenlutscher
Die Geschichte vom Suppen-Kasper
Die Geschichte vom Zappel-Philipp
Vorspruch

1 Siehe auch[Bearbeiten]

Max und Moritz
Wilhelm Busch
Carsten Blumberg
Kinder- und Jugendcomics

2 Weblinks[Bearbeiten]

3 Literatur[Bearbeiten]


4 Andere Lexika[Bearbeiten]