Stephan Flug

Aus PlusPedia
Wechseln zu: Navigation, Suche
Profil.png Profil: Flug, Stephan
Beruf deutscher Politiker (NPD)
Persönliche Daten
1967
Siegen


Stephan Flug (* 1967 in Siegen) ist ein Kreistagsabegordneter (ex-NPD).

1 Wirken[Bearbeiten]

Der gelernte Groß- und Außenhandelskaufmann [1] [2] war zunächst in Siegen bei den als rechtsextrem geltenden Republikanern als Kreisvorsitzender aktiv und kandidierte 1998 für den Bundestag [3]. Er verließ die Partei nach Querelen mit der Bundespartei, nachdem er im Wahlkampf mit deren ehemaligem Vorsitzenden Franz Schönhuber auftrat. [4] Öffentlich bekannt wurde er 2000 als der „Kölsche Haider“ [3] [4] im Kommunalwahlkampf in Köln. Als Kandidat für das Amt des Oberbürgermeisters auf der von Manfred Rouhs geführten Liste Pro Köln errang er am 3. September 2000 981 Stimmen, das waren 0,3 % der Wählerstimmen. [3] Nation und Europa, eine als rechtsextremistische eingestufte Zeitschrift aus Coburg verglich Stephan Flug mit Jörg Haider, da er in seiner Wahlwerbung an dessen Erfolge in Österreich anknüpfe.[3] Flug wechselte zur NPD und war für diese als Landespressesprecher tätig.[5] Anlässlich einer Demonstration der NPD am 26. Juni 2004 gegen einen Synagogenneubau in Bochum trat er als Redner auf. [5] [6] Zur Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen am 22. Mai 2005 trat Flug für die NPD als Kandidat im Wahlkreis 126 Siegen-Wittgenstein I an[7] und errang für diese 641 Stimmen oder 1,0 % der Wählerstimmen.[8] Ab 2004 war er Beisitzer im neuen NPD-Landesvorstand. [9]

Unter anderem ist Flug Autor für die als rechtsextrem eingestufte Publikation „Opposition“.[3] Er gehörte 2004 zu den Unterzeichnern des Appell des Komitees „Freiheit für Horst Mahler, Reinhold Oberlercher und Uwe Meenen!“, auf den Seiten des Antideutschen Kollegs, einer Seite des Nationalanarchisten Peter Töpfer. Bereits 2001 beteiligte er sich an einer Unterschriftenaktion gegen „US-Kontrollstationen auf deutschem Boden“ des von Alfred Mechtersheimer initiierten so genannten Friedenskomitee 2000. [10] Von Obtober 2009 bis August 2011 war die NPD mit Flug als Kreistagsabgeordnetem und einem weiteren Vertreter als Stadtrat in den kommunalen Parlamenten in Siegen verankert.

Durch länger bestehende Unzufriedenheit mit parteiinternen Vorgängen innerhalb der NPD-NRW, legte Flug am 01.03.2011 sämtliche Funktionen in der Partei nieder und erklärte am 17.08.2011 seinen Austritt aus der NPD. Als Begründung gab Flug u. a. an, dass er schwerwiegende Erkenntnisse habe, dass die Partei bis in die Führungsspitzen "fremdgesteuert" sei. Im Berliner Wahlkampf hatte die Partei u. a. ein Kreuzworträtsel mit dem Lösungswort "ADOLF" und Plakate mit der Parole "GAS GEBEN" verwendet. Daraufhin sah Flug keine Basis mehr für eine Mitgliedschaft in der NPD und erklärte postwendend seinen Austritt. Sein Mandat als Kreistagsabgeordneter führt Flug jedoch als parteiloser Vertreter fort.

2 Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Kandidatenvorstellung auf der Website von Pro Köln (via Wayback Machine, Stand: 25. Oktober 2000)
  2. Flugs Profil anlässlich der Bundestagswahl 2005 bei kandidatenwatch.de (abgerufen am: 28. Juli 2007)
  3. 3,0 3,1 3,2 3,3 3,4 NRW-Verfassungsschutz: Verfassungsschutzbericht des Landes Nordrhein-Westfalen 2000. S. 66 (PDF; 2,98 MB, abgerufen am: 28. Juli 2007)
  4. 4,0 4,1 Pascal Beucker und Marcus Meier: Antifa der Jecken. In: Jungle World. 6. September 2000 (abgerufen am 28. Juli 2007)
  5. 5,0 5,1 Bericht der Deutschen Stimme aus dem August 2004. (abgerufen am: 28. Juli 2007)
  6. Dokumentation derselben Veranstaltung durch das Bochumer Bündnis. Flugs Beitrag: S. 8 ff. (PDF; 2,01 MB, abgerufen am: 28. Juli 2007)
  7. Liste der Kreiswahlvorschläge zur Landtagswahl 2005 in Nordrhein-Westfalen. S. 34 (PDF; 381 KB, abgerufen am: 28. Juli 2007)
  8. Endgültiges Ergebnis für den Wahlkreis 126 Siegen-Wittgenstein I.(abgerufen am: 28. Juli 2007)
  9. Kurzportrait der Mitglieder des NPD-Landesvorstandes NRW. (abgerufen am: 28. Juli 2007)
  10. Ausschnitt aus blick nach rechts vom 12. Juli 2001, Seite 15, auf den Seiten der „kostenlose Volksaufklärungsseite“ Lübeck kunterbunt. (abgerufen am 28. Juli 2007)




3 Init-Quelle[Bearbeiten]

Entnommen aus der:

Erster Autor: Achates angelegt am 29.07.2007 um 00:48,
Alle Autoren: Big S2011, Diba, Mef.ellingen, Drahreg01, Taristo, Dr.Heintz, Booklovers, O.Koslowski, Bone1234, Guinsoo, Spuk968, Umweltschützen, Controlling, DasFliewatüüt, F2hg.amsterdam, Pelz, Achates, BuSchu, Nachtwächter90, Pjacobi, Aka, Gamma9, Sf67, ABF


4 Andere Lexika[Bearbeiten]

  • Dieser Artikel wurde in der Wikipedia gelöscht.