Solanin

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Chemische Strukur des Solanins

Solanin (CAS-Nummer 20562-02-1) ist ein giftiges Alkaloid mit bitterem Aroma. Er wird aus dem Alkaloid Solanidin und der Seitenkette eines Kohlenhydrats gebildet: Solanid-5-in-3β-il-O-β-D-Rhamnopyranosyl (1→2) - O-β-D-glucopyranosyl- (1→3) - β-D-galactopiranosid. Es kommt in den Blättern, den jungen Früchten und den Knollen einiger Solanaceae (z.B. Kartoffel und Tomate) vor. Das Solanin selbst ist nicht an der grünen Farbe zu erkennen, da diese vom Chlorophyll stammt, welches sich durch Einwirkung von Licht in der Pflanze bildet.[1]

Es wirkt auf Insekten und zum Teil auch auf den Menschen giftig. Die Vergiftung durch Solanin wird durch gastro-intestinale Beschwerden (Diarrhöe, Erbrechen, Abdominal-Schmerz) und neurologisch gekennzeichnet (Halluzinationen, Kopfschmerzen, etc.). Die giftige Dosis für den Menschen beträgt 2-5 mg/Kilogramm Körpergewicht. Die Symptome treten 8 bis 12 Stunden nach der Einnahme auf. Das Solanin wird durch tiefe Temperaturen ab etwa -170º C, aber nicht durch Erhitzen zerstört.[2] Es ist nicht in Fett, aber sehr gut in Wasser löslich.

1 Quellen

  1. http://www.vis.bayern.de/ernaehrung/lebensmittelsicherheit/unerwuenschte_stoffe/solanin.htm
  2. Executive Summary of Chaconine & Solanine (Archivversion vom Vorlage:Suppress0 August 2006).

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