Elisabeth von Österreich-Ungarn

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Kaiserin Elisabeth (1865 oder früher)

Elisabeth Amalie Eugenie (Sisi, auch Sissi) (* 24. Dezember 1837, † 10. September 1898 in Genf, Schweiz, ermordet) war eine Kaiserin von Österreich und Königin von Ungarn.

1 Leben[Bearbeiten]

Elisabeth entstammt der Linie der Herzöge in Bayern und war die zweite Tochter des Herzogs Maximilian Joseph in Bayern und seiner Frau Prinzessin Ludovika Wilhelmine, Tochter des bayerischen Königs Maximilian I. und dessen zweiter Gemahlin Prinzessin Karoline Friederike Wilhelmine von Baden. Tauf- und Namenspatin war Elisabeths Tante, Königin Elisabeth Ludovika von Preußen, die wie auch Elisabeths spätere Schwiegermutter Erzherzogin Sophie eine Schwester ihrer Mutter Ludovika war.

Eigenlich sollte die Schwester von Elisabeth, Helene, den Kaiser von Österreich heiraten. Doch die geplante Verlobung in Bad Ischl im Sommer 1853 platzte, da sich der Kaiser in Elisabeth verliebte. Am 24. April 1854 wurde sie mit Kaiser Franz Joseph I. von Österreich vermählt, dem sie drei Kinder gebar,wurde aber am Wiener Hof nie ganz glücklich. Eine schöne, majestätische Erscheinung, wusste Elisabeth namentlich in Ungarn, als dessen Königin sie am 8. Juni 1867 gekrönt wurde, die Sympathien des Volkes, besonders der höheren Schichten, sich zu erwerben. Nach dem Selbstmord ihres Sohnes Kronprinz Rudolf 1889 dehnte sie ihre schon früher gepflegte Reisetätigkeit noch weiter aus.

Elisabeth war eine große Liebhaberin des Sports und eine ausgezeichnete Reiterin. Sie war den schönen Künsten zugetan und schätzte besonders die Gedichte von Heinrich Heine.

Das Achilleion auf Korfu
Der sterbende Achill im Park des Achilleion
Denkmal auf Korfu

Wegen einer vermuteten Lungenschwindsucht suchte die Kaiserin im Jahre 1861 die Insel Korfu im Ionischen Meer auf. Sie genoss die Schönheiten der Insel und fand Ausgeglichenheit und Seelenruhe. Elisabeth war von der Insel so sehr verzaubert, dass sie zwischen 1889 und 1891 ein Schloss im pompejischen Stil errichten ließ. Sie weihte dieses neue Schloss ihrem griechischen Lieblingshelden Achilles und gab ihm den Namen Achilleion.

Am 15. Juli 1898 verbrachte Kaiserin Elisabeth auf der Durchreise von Ischl in die Schweiz, während eines kurzen Zwischenstopps in Salzburg, die Wartezeit gemeinsam mit ihrer Hofdame in den Parkanlagen zwischen dem Grand Hotel de l´Europe und dem Lokalbahnhof. Es war dies ihr letzter Aufenthalt in Österreich, bevor sie am 10. September 1898 am Genfer See in der Schweiz einem Attentat zum Opfer fiel.

Am 9. September kam Elisabeth auf Einladung der Familie Rothschild nach Genf, Schweiz. Als sie am nächsten Tag auf dem Weg vom Hotel zum Schiff war, mit dem sie nach Caux weiterreisen wollte, stürzte der italienische Anarchist Luigi Lucheni sich auf sie und stieß ihr eine von ihm selbst zugespitzte Feile ins Herz. Der Einstich war so klein, dass er zunächst nicht bemerkt und für einen Faustschlag gehalten wurde. Die Kaiserin erhob sich wieder und ging an Bord des Schiffes. Erst dort brach sie zusammen und starb bald darauf im Hotel, in das sie zurückgebracht worden war.

Lucheni wollte nach eigener Aussage im Verhör ursprünglich den Prinzen Henri Philippe d´Orléans ermorden. Da dieser aber kurzfristig seine Reisepläne änderte und nicht in Genf eintraf, wählte Lucheni Elisabeth zum Opfer, von deren Anwesenheit er zufällig in der Zeitung gelesen hatte, in der sie unter dem Titel Gräfin von Hohenembs als Gast aufgeführt war.

Am 17. September fand die Beisetzung in der Wiener Kapuzinergruft statt. Elisabeths Sarkophag ruht heute neben denen von Franz Joseph und Rudolf.

2 Quellen[Bearbeiten]

3 Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Kaiserin Elisabeth von Österreich – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien


4 Andere Lexika[Bearbeiten]