Peter Vollert

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Peter Vollert (* 1940 in Üchtelhausen, Landkreis Schweinfurt) ist ein deutscher Bildhauer, der idealtypische Tierskulpturen erstellt.

1 Ausbildung

Vollert absolvierte seine Lehre als Steinbildhauer 1954 bis 1958 bei Bildhauer August Storr in Freiburg. Gleichzeitig war er für die Werkstoffe Holz und Metall auch Schüler bei Bildhauer Karl Rissler in Freiburg. Danach arbeitete er 1959 bis 1971 bei Bildhauer Heinrich Söller in Schweinfurt und legte 1966 seine Meisterprüfung ab. Seit 1972 ist er freischaffender Bildhauer in Üchtelhausen.[1]

2 Philosophie

Vollerts Werke entstehen in den Werkstoffen Bronze oder Stein. Das Werk entsteht in folgenden Phasen: Ständige Beschäftigung mit dem darzustellenden Objekt, Beobachtung, Reduktion des Ausdrucks auf das Wesentliche und Harmonie in der Gestaltung. Sein Einfühlungsvermögen zeigt Vollert auch bei der werkgetreuen Restaurierung von Bildstöcken und Flurdenkmälern.[2]

3 Skulpturen im öffentlichen Raum

[3]

  • 1986: Rossmarktbrunnen. Bronze 50 x 33 x 90 cm. Vor der Sparkasse Schweinfurt.
  • 1988: Adlerbrunnen. Bronze 90 x 70 x 85 cm. Georg-Wichtermann-Platz in Schweinfurt.
  • 1991: Kugelbär (=Ball Bear). Bronze 80 x 50 x 75 cm. Am Philosophengang in den Anlagen nahe des Weißen Turms der östlichen Stadtmauer von Schweinfurt. In Analogie zur Kugellagertradition der Stadt (ballbearing=Kugellager).
  • 1997: Gässbouckbrünnla. Bronze 110 x 50 x 130 cm. Üchtelhausen.
  • 2002: Der Schweinehirte. Bronze 350 x 75 x 120 cm. Im Zürch, Schweinfurt.[4]
  • 2004: Goethe Denkmal in Hünfeld, Fuldaer Berg/Löwenstraße mit drei Platten (Goethe, Römerplatz, Gedicht Jahrmarkt zu Hünfeld)[5]

4 Einzelausstellungen

  • 1. Juli bis 1. August 2010: Peter Vollert: Alle meine Tiere. Im Kunstverein Schweinfurt e. V./ Kunsthalle Schweinfurt.

5 Gruppenausstellungen

[6] Er nimmt regelmäßig seit 1974 an den Jahresausstellungen der Gruppe Schweinfurter Künstler teil. Ferner nahm er an überregionalen Ausstellungen teil in Bamberg (1974, 1988), Offenbach 1979, Würzburg (1974, 1983, 1990), Bad Kissingen 1979, Bad Neustadt 1983, Amberg 1997, Hof 1976, Meiningen 1993, Augsburg 1985, München 1982, Passau 1981, Berlin 1996 und in Châteudun (Frankreich) 1979.

6 Werke in Museen

  • Museen und Galerien der Stadt Schweinfurt. Liegender Bär von 1981.
  • Deutsches Fastnachtsmuseum Kitzingen. Faschingsorden der Jahre 1974 bis 2013 für die Faschingsgesellschaft Stüchter Gäßbouk-elf in Üchtelhausen.[7]

7 Mitgliedschaften

[8]

  • 1974: Gründungsmitglied der Gruppe Schweinfurter Künstler
  • BBK, Berufsverband Bildender Künstler Unterfranken

8 Engagement

Vollert gibt seit Jahrzehnten Kurse in Bildhauerei für interessierte Laien an der Volkshochschule Schweinfurt.

9 Literatur

  • Peter Vollert: Alle meine Tiere. Skulpturen. Schweinfurter Museumsschriften 172/2010, Schweinfurt 2010. ISBN 978-3-936042-56-6. (Werksverzeichnis der Tierskulpturen).

10 Weblinks

11 Einzelnachweis

  1. Peter Vollert: Alle meine Tiere. Skulpturen. Schweinfurter Museumsschriften 172/2010, Schweinfurt 2010. ISBN 978-3-936042-56-6. S. 54.
  2. Sarah Ledermann: Künstlerporträt Bildhauer Peter Vollert. In: Schweinfurter Oberland Kurier vom 1. April 2006.
  3. Peter Vollert: Alle meine Tiere. Skulpturen. Schweinfurter Museumsschriften 172/2010, Schweinfurt 2010. ISBN 978-3-936042-56-6. S. 5 bis 7.
  4. Katharina Winterhalter: Peter Vollert am Samstag 70: Es geht weiter. In: Volkszeitung Schweinfurt vom 9. Juli 2010.
  5. Denkmal Goethe in Hünfeld
  6. Peter Vollert: Alle meine Tiere. Skulpturen. Schweinfurter Museumsschriften 172/2010, Schweinfurt 2010. ISBN 978-3-936042-56-6. S. 54.
  7. Mathias Wiedemann: Stücht steht Kopf - Peter Vollert stiftet Faschingsorden. In: Mainpost vom 28. Mai 2014
  8. Peter Vollert: Alle meine Tiere. Skulpturen. Schweinfurter Museumsschriften 172/2010, Schweinfurt 2010. ISBN 978-3-936042-56-6. S. 54.