Nulltoleranz-Politik

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Nulltoleranz-Politik
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Slogan Weniger ist mehr.
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New York blühte unter Nulltoleranz-Politik wieder auf.

Nulltoleranz-Politik ist ein autoritäres und in der Praxis erfolgreiches Konzept der Politik, der Kriminalitätsbekämpfung und Kriminalprävention. Grundlage dieses Ansatzes ist ein sofortiges hartes Durchgreifen bei den ersten Anzeichen unsozialen Verhaltens. So schreitet die Polizei etwa bereits konsequent ein, wenn einfache Ordnungswidrigkeiten begangen werden.

1 Details[Bearbeiten]

Das Ziel der Nulltoleranz-Politk ist es, durch eine sehr hohe Kontrolldichte Straftaten bereits im Keim zu ersticken. Die Nulltoleranz-Politik fußt theorieseitig auf der "Broken-Windows-Theorie", die davon ausgeht, dass das erste "zerstörte Fenster" (= broken window) eine Kaskade von Folgetaten nach sich zieht, weil eine "rote Linie" überschritten wurde. In der Praxis hat sich die Nulltoleranz-Politik bereits in New York bewährt. In den siebziger Jahren ein Ort des Niedergangs und der Gewalt, blühte die Stadt in den neunziger Jahren unter einer konsequenten Nulltoleranz-Politik auf und gilt heute als eine der sichersten Kommunen der USA.

2 Literatur[Bearbeiten]

  • Dreher und Feltes: Das Modell New York. Kriminalprävention durch Zero tolerance? Beiträge zur aktuellen kriminalpolitischen Diskussion. Holzkirchen 1997
  • Ortner (Hrsg.): New Yorker "Zero-Tolerance"-Politik. Baden-Baden 1998