Manfred Roeder

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Manfred Roeder (* 6. Februar 1929 in Berlin; † 30. Juli 2014 in Neukirchen (Knüll)/Hessen) war ein deutscher Rechtsanwalt, der wegen Holocaustleugnung, Volksverhetzung und Rädelsführerschaft in einer terroristischen Vereinigung verurteilt wurde. Er war unter anderem Rechtsanwalt von Rudolf Heß. Bei der Bundestagswahl 1998 kandidierte Roeder erfolglos für die NPD.

Während des Studiums war Roeder in der evangelischen Studentengemeinde aktiv und kam 1950 mit der evangelikalen Gruppe Moralische Aufrüstung (MRA) in Berührung, für die er seine Ausbildung unterbrach und ab 1954 einige Jahre als freier Mitarbeiter tätig war.[1] Seine ersten politischen Aktionen waren gegen Pornographie gerichtet, etwa, als er 1970 auf Plakate von Erotikmessen mit Farbbeuteln warf.[2] In Bensheim beschmierte er im Juli 1971 zusammen mit drei weiteren Personen („Kampfgruppe Roeder“) am Bahnhof Bensheim Kino-Reklame und Zeitschriften mit Ölfarbe, um gegen Sex-Fotos zu protestieren.[3] In einer Flugblattaktion sprach er sich gegen Beziehungen von Gastarbeitern zu deutschen Frauen aus.[3]

1 Einzelnachweise

  1. Bernhard Rabert: Links- und Rechtsterrorismus in der Bundesrepublik Deutschland von 1970 bis heute. Bernard & Graefe, Bonn 1995, S. 274.
  2. Dietrich Strothmann: Der Schlag gegen das Roeder-Rudel. Polizei faßte braune Bombenleger: Der „deutsche Chomeini“ hinter Gittern. In: Die Zeit. Ausgabe 38, 12. September 1980.
  3. 3,0 3,1 Kampfgruppe Roeder schlug zu – Sittenpolizei auf eigene Faust. (PDF; 9,0 MB) In: Bergsträßer Anzeiger. 5. Juli 1971.

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