Josua-Rolle

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Die Josua-Rolle ist eine vermutlich im 10. Jahrhundert unter der Regierung von Kaiser Konstantin VII. entstandene Schriftrolle aus Konstantinopel. Zusammen mit dem wahrscheinlich aus ähnlicher Zeit stammenden, allerdings ganz anders gestalteten Pariser Psalter gehört sie zu den schönsten erhaltenen Handschriften des Byzantinischen Reiches.
Darstellung der Beschneidung der Israeliten bei Gilgal auf der Josua-Rolle

1 Details

  • Die Rolle ist ein Bilderzyklus in Grisaille-Malerei. Die heute auseinander genommene Pergamentrolle besteht aus 15 Segmenten, die zusammen eine Länge von 10,64 Metern ergeben. Sie beinhalten 27 Illustrationen und Texte zum Buch Josua des Alten Testaments in griechischer Übersetzung.
  • Es fehlen Anfang und Ende des Buches Josua. Heute beginnt die Rolle bei Josua 2,15 und endet bei Josua 10,27. Es fehlt also die Hälfte des Buches. Es ist allerdings nicht bekannt, ob die Rolle jemals das gesamte Buch Josua enthielt. Vermutlich beschränkte er sich auf die ersten zwölf, die siegreiche Landnahme der Israeliten beschreibenden Kapitel. Die anschließende Landverteilung, die in den weiteren Kapiteln aufgelistet ist, war vermutlich kein Thema, das man für wichtig genug zur Illustration erachtete. [1]

2 Literatur

  • Susanna Partsch: Kunst-Epochen - Band I / Frühchristliche und byzantinische Kunst, Philipp Reclam jun., Stuttgart, 2004, Seite 224 bis 227
  • Steven H. Wander: The Joshua Roll, Reichert Verlag, Wiesbaden, 2012

3 Weblinks

4 Bilder

5 Video und Audio

6 Siehe auch

7 Einzelnachweise

  1. Susanna Partsch: Kunst-Epochen - Band I / Frühchristliche und byzantinische Kunst, Philipp Reclam jun., Stuttgart, 2004, S. 225