Helmuth von Moltke

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Profil.png Profil: Moltke, Helmuth Johannes Ludwig von
Namen Moltke der Jüngere (d. J.)
Beruf Offizier
Persönliche Daten
23. Mai 1848
Gersdorf bei Biendorf (Mecklenburg)
18. Juni 1916
Berlin


Helmuth von Moltke (* 23. Mai 1848 in Gersdorf; † 18. Juni 1916 in Berlin) war ein preußischer General und von 1906 bis 1914 Chef des Großen Generalstabes.

1870/71 war er Teilnehmer im Deutsch-Französischen Krieg. 1880 wurde er in den Großen Generalstab berufen und begegnete dort auch Paul von Hindenburg. 1906 wurde er Nachfolger Alfred von Schlieffens als Chef des Großen Generalstabes. Bereits 1912 soll er mit den Worten „je eher, desto besser“ den Kaiser zum Kriegsbeginn gedrängt haben.[1] Im Vorfeld des Ersten Weltkrieg mischte er sich in zwischenstaatliche diplomatische Verhandlungen ein[2] und wird daher von Historikern als Kriegstreiber angesehen. Die von ihm offenbar nicht vorgesehenen Folgen und der Abbruch von Militäraktionen auf Befehl des Kaisers führten in den ersten Kriegswochen zu einem Nervenzusammenbruch Moltkes, von dem er sich nie wieder ganz erholte. Sein letzter Erfolg war die Berufung Hindenburgs zum Oberbefehlshaber der 8. Armee und der darauffolgende Sieg bei Tannenberg. Eine unglückliche Hand hatte er wenig später beim Ausgang der Marneschlacht. Demzufolge wurde er von seinem Amt als Chef des Großen Generalstabes abberufen.

Er hatte - vor allem durch seine Frau, Eliza von Moltke-Huitfeldt - Kontakte zu Rudolf Steiner und war Anhänger der Freikörperkultur.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. G. A. von Müller: Aufzeichnungen über die Aera Wilhelms II. Hrsg. von W. Görlitz (Göttingen, 1965), S. 124
  2. Janusz Piekalkiewicz: Der Erste Weltkrieg, 2007, ISBN 3-8289-0560-9, Seite 28