Geheimes Markusevangelium

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Das Geheime Markusevangelium (auch A Secret Gospel of Mark) ist eine angebliche Erweiterung des Markusevangeliums. Es gehört zu den homosexuellen Themen im Christentum. Die Existenz wird allgemein durch ein Zitat einer erweiterten Textfassung sowie dessen Bearbeitung durch Karpokrates von Alexandria angenommen.

1 Beschreibung[Bearbeiten]

Neben Annahmen vom geliebten Bruder Johannes gibt es auch bei Jesus selbst Annahmen, er könnte bisexuell gewesen sein.


2 Inhalt[Bearbeiten]

Das Fragment wurde angeblich von Morton Smith beschrieben, abfotographiert und im Kloster von Mar Saba gefunden. Es gilt zwar als verschollen, trotzdem wird die Handschriftenanalyse anhand von Fotos als authentisch angesehen. Gefunden wurde es in einer Werkausgabe von Antius von Antiochien. Clemens von Alexandria führte mit Karpokrates mehrere Diskussionen über dessen Echtheit. Die fraglichen Passagen, die zwischen Mk 10,34 und 35 sowie nach 10,46a platziert waren, wurden erwähnt.

Der Inhalt, der von Wissenschaftler als womöglich falsch deklariert wurde, hat zum Inhalt, dass Jesus eine Beziehung mit einem "Jüngling" gehabt haben soll.

Aber die Jünger wiesen sie zurück. Und Jesus, der in Wut geriet, ging mit ihr in den Garten, wo das Grab war, und sogleich wurde ein lauter Schrei aus dem Grab gehört. Und näher tretend, rollte Jesus den Stein vom Eingang des Grabes weg. Und sogleich ging er hinein, wo der Jüngling war, streckte seine Hand aus und zog ihn hoch, indem er dessen Hand ergriff. Aber der Jüngling, als er ihn ansah, liebte ihn und fing an, ihn anzuflehen, daß er bei ihm sein möge..


Einige Wissenschaftler befanden 2009, dass der Text in der Ignatius-Ausgabe deutliche Unterschiede zur Handschrift Morton Smiths aufweist und darum nicht von Morton Smith geschrieben ist und der inzwischen verstorbene Smith somit unschuldig ist. Peter Jeffery stellte wegen der unterschiedlichen Interpretationen einen Klärungsbedarf fest und beauftragte Venetia Anastasopoulou die Handschrift Smiths mit der Ignatiusausgabe zu vergleichen. Venetia Anastasopoulou erstellte ein graphologisches Gutachten, wonach die Schrift in einer spontanen Art selbstsicher und ruhig geschrieben sei und sie weicht von der Handschrift Smiths ab. Es handelt sich darum um keine Fälschung von Smith selbst. Auch betrachtet sie das Werk insgesamt als keine Fälschung, sie schließt aus, dass die Fälscher im Umfeld von Smith zu finden sind, da der Text keine Ähnlichkeit mit einer modernen Schreibweise aufweist.[1][2]

Da es keine Originale mehr gibt, sondern nur die 1973 publizierten Fotos aus dem Jahr 1958, kann das Alter des Manuskripts nicht mehr durch chemische Analyse genau festgestellt werden.[3]

3 Herkunft[Bearbeiten]

Einige Forscher befinden Ähnlichkeiten zum Johannesevangelium [4]

4 Andere Erwähnungen in der Bibel[Bearbeiten]

Die Paulusbriefe verurteilten nach einiger Ansicht die Homosexualität nicht in allen Teilen: Denn es scheint es aus liberaler Sicht kein pastorales Problem gewesen zu sein und die Briefen sagen nach Theobald aus, dass die Sünden gereinigt sind, wenn man von Heidentum abfällt. [5] Auch die christlichen Kirchen sehen das teilweise so, etwa die Metropolitan Community Church oder die Altkatholische Kirche. Die Segnung von Paaren findet bei den zuvor genannten Kirchen Unterstütung.[6] Die gleichgeschlechtliche Ehe ist in Deutschland zwar nicht erlaubt, (im Gegensatz zur Partnerschaft), allerdings gibt es einige Kirchen, die die gleichgeschlechtliche Ehe noch zusätzlich zur Segnung eingeführt haben und darüberhinaus die Interpretation der kritischen Bibelstellen als homosexuellenfreundlich auslegen, die folgenden Kirchen führen die Ehe durch.: United Church of Christ, der Metropolitan Community Church, der United Church of Canada, die Schwedischen Kirche, die Dänischen Kirche und die Alt-Katholische Kirche in Deutschland[7][8]

5 Belege[Bearbeiten]

  1. Ms. Anastasopoulou’ Handwriting Analysis Report
  2. Links zu den einzelnen Beiträgen der Wissenschaftler
  3. Vgl. Bernd Kollmann: Die Jesus-Mythen. Sensationen und Legenden, Herder, Freiburg 2. A. 2009, ISBN 978-3-451-32198-6, S. 55.
  4. Vgl. F. F. Bruce: The 'Secret' Gospel of Mark, Ethel M. Wood Lecture delivered before the University of London on 11 February 1974, The Athlone Press, London 1974.
  5. (Absatz 10 des Artikels)Zum weiterlesen: "Dominikanerkonvent Albertus Magnus: HOMOSEXUALITÄT - Homosexualität und Kirche - BIBLISCHE WEISUNGEN ZUR HOMOSEXUALITÄT? - Plädoyer für einen vernünftigen Umgang mit der Schrift. Von Prof. Dr. Theol. Michael Theobald, Tübingen"
  6. Christkatholiche Kirche der Schweiz: Segnung Homosexueller Paare
  7. Alt-Katholiken;Amtliches Kirchenblatt Nr. 2/1997, S. 12
  8. Spiegel DER SPIEGEL 31/1995 Rudolf Augstein GmBH

6 Andere Lexika[Bearbeiten]