Bremer Nachrichten

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Die Bremer Nachrichten (kurz BN) sind eine regionale Tageszeitung in Bremen. Sie erschien erstmals 1743 unter dem Titel Bremer Wöchentliche Nachrichten zunächst einmal wöchentlich. Sie gehört zu den deutschen Zeitungen mit der längsten Tradition. Seit 1854 hat sie den Titel Bremer Nachrichten. In den 1920er und 1930er Jahren musste sie sich gegen die Bremer Volkszeitung und die Bremer Zeitung behaupten.

Nach dem Zweiten Weltkrieg erhielt sie keine Lizenz der Militärregierung. Als sie ab 1949 wieder erschien, hatte sich bereits der Weser-Kurier etabliert. Gegen diese Konkurrenz konnten sich die Bremer Nachrichten trotz Zusammenarbeit mit der Bremerhavener Nordsee-Zeitung auf Dauer nicht behaupten. Nach der Gründung des Verlages „Bremer Tageszeitungen AG“ wurde das Blatt allmählich von der Konkurrenz übernommen. Der gemeinsame Anzeigenteil von Weser-Kurier und Bremer Nachrichten firmierte als Bremer Anzeigenblock. Zunächst blieb eine eigene Redaktion erhalten, deren Tätigkeit im Laufe der Jahre auf den lokalen Teil und die ersten drei Seiten beschränkt wurde. 1987 wurde die Lokalredaktion aufgelöst. Eigene überregionale Korrespondenten hatte die Zeitung in den letzten Jahrzehnten nicht mehr, da sich die Berichterstattung von außerhalb Bremens im wesentlichen auf Meldungen der Nachrichtenagenturen stützte. Ab 2009 wurde die Eigenständigkeit auch hinsichtlich der Internetpräsenz aufgegeben.[1]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Eckhard Stengel: Zeitungslandschaft. Schleichender Tod. Bericht in der Frankfurter Rundschau am 22. August 2010