Hugo Bestehorn

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Hugo Bestehorn (HBM) war ein 1911 gegründeter Druckereibetrieb mit Sitz in Magdeburg.[1]

1 Das Unternehmen

Laut Klimsch's Adressbuch der Druckereien des Deutschen Reiches von 1913 firmierte das Unternehmen sowohl als Kunstanstalt und Papierverarbeitungswerk, Lithographische Anstalt, Buchdruckerei, Steindruckerei, Buchbinderei und unter anderen Bezeichnungen.[1] HBM beschäftigte in seiner Blütezeit durchschnittlich 400 Mitarbeiter.[2]

Das Unternehmen gehörte zu den Druckereien auf dem Gebiet des Deutschen Kaiserreichs, die zur Produktion von Reklamemarken „zum Teil Aufträge in erheblicher Größenordnung erhielten“.[3] HBM entwickelte auch Verfahren zur verbesserten Haltbarmachung von Verpackungsmaterialien.[4][5] Hugo Bestehorn war das größte Werk der in Magdeburg stark vertretenen Verpackungsindustrie, das im Zuge der Wirtschaftskrise schließen musste,[2] das Konkursverfahren wurde am 12. Juni 1929 eröffnet.[6]

2 Künstlerische Druckerzeugnisse

Als 1913 das Neue Rathaus in Hannover eingeweiht wurde, wurde das Ereignis mit zwei Festwochen gefeiert.[7] Für eine davon, für die „Sport- und Festwoche“ vom 14. bis 22. Juni 1913, ließ der Hannoverscher Kurier bei Hugo Bestehorn eine von einem noch nicht identifizierten Künstler entworfene Postkarte produzieren, die der Zeitung als Beilage zugegeben wurde. Der Zudruck auf der Karte macht auf den gesetzlichen Schutz für den Entwurf wie für die Lithografie selbst aufmerksam.[8]

Das Bildarchiv zur Bildungsgeschichte, Pictura Paedagogica Online, hält eine Postkarte aus dem Hause Bestehorn mit einer Comic-artigen Zeichnung und einem Reim zur Werbung für Ammoniak vor.[9]

Für den Markenartikel Hansa-Filter, Zudruck „Fürs Haus - Für Die Industrie“ produzierte Hugo Bestehorn vor 1930 einen mehrfarbigen Umschlag des Künstlers Karl Schmidt-Rottluff.[10]

3 Weblinks

 Commons: Hugo Bestehorn – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

4 Einzelnachweise

  1. 1,0 1,1 Vergleiche die Angaben unter der GND-Nummer der Deutschen Nationalbibliothek
  2. 2,0 2,1 Martin Lichtenberg: Entwicklungstendenzen in der Magdeburger Industrie. Thüringische Landesuniversität Jena, Jena 1934, S. 66.
  3. Heinz Schmidt-Bachem: Aus Papier. Eine Kultur- und Wirtschaftsgeschichte der Papier verarbeitenden Industrie in Deutschland, De Gruyter, Berlin, Boston/Mass. 2011, ISBN 978-3-11-023607-1, S. 534; Vorschau über Google-Bücher
  4. Kunststoffe: Zeitschrift für Erzeugung und Verwendung veredelter oder chemisch hergestellter Stoffe, Bde. 7-8, 1917, S. 107
  5. Chemisch-Technische Übersicht, Bd. 42, 1918, S. 151
  6. Wochenblatt für Papierfabrikation, Verein Deutscher Papierfabrikanten, Band 60, 1929, S. 811 [1]
  7. Dieter Brosius: 1913', in: Hannover Chronik, S. 149
  8. Vergleiche etwa bei die Abbildungen auf der Auktionsplattform delcampe.net, zuletzt abgerufen am 23. Januar 2015
  9. Vergleiche die Bildseite der Postkarte
  10. Vergleiche etwa die Angaben des Victoria and Albert Museums

5 Andere Lexika

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