Über den ungewissen Sinn des Lebens

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Manchem kommt das Leben sinnlos vor, weil es endlich ist. Demnach lebt er eigentlich gern, sonst würde ihn die Todesaussicht nicht so sehr stören. Das ist schon einmal ein sehr wichtiger Punkt, sagen zu können: "Ich lebe gern".

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1 Spielraum

Viele Menschen sind freiheitsliebend. Mit der Freiheit ist es ähnlich wie mit dem Leben. Sie ist so beliebt, weil man mit ihr mehr Spielräume hat als ohne sie. Es könnte einen auch sehr unzufrieden machen, dass die Freiheit nicht grenzenlos ist, dass man nicht alles erreicht, was man erreichen will, dass vieles nicht in unserer Macht steht, dass wir uns trotz aller Spielräume mit einer eingeschränkten Freiheit begnügen müssen. Aber können wir denn so sicher sein, dass es besser wäre, wenn alle Wünsche in Erfüllung gingen, wenn sich Allmachtsphantasien in die Wirklichkeit umsetzen ließen?

2 Kostbarkeit

Und können wir sicher sein, dass Unsterblichkeit besser als Sterblichkeit ist? Wird das Leben womöglich nicht ein besonders wertvolles Gut dadurch, dass es an jedem einzelnen Tag punktet, und nicht erst dadurch, dass es hundert Jahre und länger währt? Es ist nur allzu verständlich, wenn wir von dem, was uns gefällt, nie mehr lassen möchten. Derart mit Ewigkeit ist jeder glückliche Moment des Lebens aufgeladen.

3 Verewigung

Und überhaupt: Müssen wir befürchten, dass nach dem Tod ein Zustand eintritt, in dem wir den Verlust aller Lebensfreuden beklagen? Was genau bedeutet denn die verbreitete Erwartung, nach dem Tod werde nichts mehr sein? Es könnte doch sein, dass gerade durch dieses Nichts das endliche Leben verewigt wird. Dass es nur das Leben gibt – und sonst nichts. So können wir durchaus in Erwägung ziehen, dass das Leben so, wie es ist, höchst sinnvoll ist, trotz des Todes, trotz seiner Endlichkeit, trotz allem.

4 Lebensweisen

Sicher können wir uns über den Sinn es Lebens nie sein, aber auch nicht über seine Sinnlosigkeit. Diese Unsicherheit mag Nachteile haben, sie hat aber auf jeden Fall den Vorteil, dass jeder Mensch auf seine Weise es mit dem Leben einmal ein Leben lang lebhaft versuchen kann, statt etwa auf eine unendlich träge machende Unsterblichkeit festgelegt zu sein.

5 Weblink

gutefrage.net (Der obige Artikel als Antwort)

6 Literatur

Simone de Beauvoir (1946): Alle Menschen sind sterblich, Rowohlt

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