Uri Geller

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Uri Geller (*20. Dezember 1946 in Tel Aviv) ist ein israelischer Künstler und Wohltäter mit Wohnsitz in England. Sein Tätigkeitsgebiet sind Phänomene des Übersinnlichen, weshalb er zum prominentesten Hass-Fetisch der internationalen Skeptizistenbewegung wurde. Geller selbst äußerst sich ambivalent zu der Frage, ob er tatsächlich "übersinnliche" Kräfte besitze oder ein Bühnenmagier ist.

Uri Geller - Öl auf Leinwand

1 Vita und Karriere[Bearbeiten]

Geboren wurde Uri Geller als Sohn von Jitzchak und Margarete Gellér, geborene Freud, in Tel Aviv. Über seine Mutter ist er verwandt mit dem Begründer der Psychoanalyse Professor Dr. Sigmund Freud.[1] Geller verbrachte einige Zeit auf Zypern, diente dann bei den israelischen Fallschirmjägern und kämpfte im Sechstagekrieg, wo er verwundet wurde. Nach seinem Militärdienst arbeitete er als Fotomodell, trat jedoch bald öffentlich mit "übersinnlichen Fähigkeiten" auf, zunächst in Israel, kurz danach auch international. In Deutschland wurde er durch einen Auftritt in einer Show von Wim Thoelke schlagartig berühmt.[2] Geller lebt heute zurückgezogen in Südwestengland zusammen mit seiner Frau, die er 1991 heiratete. Geller ist Vater von zwei Kindern und auch als Motivationsredner buchbar.[3] Er behauptet ferner, er habe mit seinen "Kräften" geholfen, Bodenschätze aufzuspüren, wodurch er zu bescheidenem Wohlstand gekommen sei.[4] Geller engagiert sich auch als Spender für wohltätige Zwecke.[5]

2 Feinde[Bearbeiten]

Geller bleibt öffentlich im Unklaren darüber, ob er übersinnliche Kräfte besitze oder "nur" ein Bühnenkünstler ist. Eine Reihe von Physikern vom "SRI Institute" und andere Wissenschaftler waren nach Tests der Auffassung, Uri Geller besitze in der Tat außergewöhnliche Fähigkeiten und veröffentlichten ihre Studienergebnisse in der hoch angesehenen Zeitschrift "Nature". Dieser Artikel im Jahr 1974[6][7] löste eine Welle von Hasstiraden und Anfeindungen aus dem Bereich der internationalen Skeptizistenszene aus, die bis zum heutigen Tag anhalten. Uri Geller wurde so zum Boxsack schrankenlosen Hass verbreitender Skeptiker weit über seine eigentliche Bedeutung als Bühnenkünstler hinaus. Paradoxerweise haben Gellers Feinde ihn mit ihrem obsessiven Kampf erst zu jener Ikone des "Paranormalen" gemacht, die er wohl auf Dauer bleiben wird. Geller selbst äußerst sich amüsiert ob dieser Tatsache und lehnt Untersuchungen bezüglich seiner "übernatürlichen Kräfte" ab. Auch die völlig lächerliche Aufforderung, an Tests der "Educational Foundation" des abgehalfterten Zirkusmagiers James Randie (eine positive Ikone der Skeptizisten) teilzunehmen, lehnte er dankend ab.[8]

3 Lustiges[Bearbeiten]

Eine namentlich unbekannte Frau verklagte Geller, weil dieser Sie mittels Fernkräften über das TV passiv geschwängert habe. Die Empfängnis sei durch Verbiegung ihrer "Spirale" ermöglicht worden.[9]

4 Veröffentlichungen[Bearbeiten]

  • Uri Geller’s Little Book of Mindpower. Robson, 1999
  • Uri Gellers Powerguide zum Erfolg. Nymphenburger, München 2007
  • Ella. Headline, London 1998
  • Uri Geller’s Life Signs. Readers Digest, 2002
  • Uri Geller’s crystal pendulum dowsing kit.Watkins, London 2006

5 Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Vita des Uri Geller
  2. Uri und die Wissenschaft
  3. Uri Geller Motivational Speaker
  4. Biographie Geller
  5. Uri Geller Webseite
  6. Bericht im TIME
  7. Russel T, Puthoff H, Information transmission under conditions of sensory shielding. In: Nature. 251/1974
  8. Jaroff L, Debunking Seeing Without Sight
  9. The Lancet, 342-1993, S. 1286ff.