TTC Lehe von 1953

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Leher Tisch-Tennis-Club von 1953 - Porträt eines Landvereins - (Aufzeichnung erstellt von Heinz Günter Buske, Lübeck bearbeitet & "online" gestellt von Ulrich Mentzel)


Gerade in den Anfangsjahren der neuen Bundesrepublik Deutschland waren Dorfvereine mehr als nur auf einen Inhalt fokussierte Gemeinschaften. Viele von diesen hatten ein breites und für die Mitglieder sehr interessantes Angebot, was sonst aufgrund der damals noch gegebenen Mangelwirtschaft nicht leicht vorzufinden war. Aus solchen Vereinen heraus sind in einigen Fällen zudem Spitzen-Leistungen auf Landes- bzw. Bundes-Ebene erbracht worden.


Ein sehr, sehr gutes Beispiel für einen solchen Verein ist der

Leher Tisch-Tennis-Club von 1953




Der Start

Leher Jugend setzt ihre Idee um !


Am 23. November 1953 kamen in Lehe, einem 1000-Einwohner-Dorf im Norden Dithmarschens, Jugendliche zusammen, um einen Tischtennisverein zu gründen. Im Hause des Schmiedemeisters Richard Buske gegenüber dem Schützenhof an der Ecke von Sandstraße und heutiger Peter-Swyn-Straße fand die Gründungsversammlung statt. An ihr nahmen Roland Küpper, Günter Ehlert, Heinz Günter Buske, Ulrich Mentzel und Roderich Kriepke teil, die später den Jugendvorstand bildeten, dazu die beiden Erwachsenen Johann-Erdmann Mentzel und Richard Buske, die zum 1. bzw. 2. Vorsitzenden gewählt wurden. Als Aufnahmegebühr wurde 1 DM festgesetzt, als Monatsbeitrag 0,30 DM für Mitglieder unter 15 Jahre und 0,50 DM für Mitglieder über 15 Jahre. Als Übungsraum stand anfangs der Saal des „Schützenhofes“ zur Verfügung, später die Turnhalle in Lunden und seit dem Sommer 1959 der Sportraum der neuen Leher Schule.

Es ist kein Zufall, dass die Anregung zur Vereinsgründung von Schülern ausgegangen ist. Der Leher Tisch-Tennis-Club ist von Anfang an bis zu seiner Auflösung in erster Linie ein Zusammenschluss von Jugendlichen gewesen, die den weitaus größten Teil der Mitglieder ausmachten. Das ist kennzeichnend für einen Verein auf dem Lande. Viele Spieler verlassen ihren Heimatort, wenn sie die Schulzeit oder ihre Lehre beendet haben. Ein Dorfverein steht und fällt mit seiner Jugendarbeit. Sie wurde daher von Jahr zu Jahr intensiviert. Dazu gehörte nicht nur der sportliche Bereich. Wenn auch die Mitte der fünfziger Jahre aufgebaute Jugendbücherei nicht lange Bestand hatte, so hat sich der Verein doch immer bemüht, über die sportlichen Belange hinaus die menschlich-bindenden nicht zu vergessen. Jugenderholungsmaßnahmen im Harz und im Weserbergland standen ebenso auf dem Programm wie ein Schüleraustausch mit dem in der Jugendarbeit führenden Flensburger Tisch-Tennis-Club Ramsharde. Auch der Besuch der saarländischen Jungen und Mädchen Ostern 1965 und vor allem der etwas längere Aufenthalt der Berliner Schülerinnen und Schüler Ostern 1963 in Lehe standen im Wesentlichen unter dem Aspekt der freundschaftlichen Begegnung ebenso wie der internationale Vergleichskampf gegen die tschechische Spitzenmannschaft aus Ostrava im Juni 1967.

Bei der auf eine solide sportliche Ausbildung und auf die Pflege kameradschaftlicher Beziehungen ausgerichteten Vereinspolitik konnten Erfolge auf Kreis-, Bezirks-, Landes- und auch Bundesebene nicht ausblieben. Den Schleswig-Holstein-Pokal gewannen die Schüler 1962, 1964 und 1966, die Schülerinnen 1967, die Jungen 1968 und die Mädchen 1969. 1968 wurden die Jungen Landes-Mannschaftsmeister und belegten bei den norddeutschen Titelkämpfen in Berlin hinter dem VfL Osnabrück und dem Eimsbütteler TV den dritten Platz.

Auch die Herrenmannschaft profitierte von der Jugendarbeit im Verein, war sie doch immer wieder auf die besten Nachwuchsspieler angewiesen. Wenn die Herrenmannschaft des TTC Lehe sich von der Kreisklasse (1954/55 und 1955/56) über die Bezirksliga (1956/57 bis 1962/63) und die Verbandsliga (1963/64 bis 1965/66) schließlich in die höchste schleswig-holsteinische Spielklasse, die Landesliga, hineinspielen konnte, so ist das zu einem großen Teil das Verdienst der Jugendlichen.

Noch erfolgreicher waren die Leher bei den Einzelmeisterschaften, allen voran auch hier die Jugendlichen, die regionale und überregionale Erfolge errangen. Die größten waren der Sieg Reeses bei den deutschen Jugendmeisterschaften in Augsburg 1967 und der zweite Platz von Kirsten Krüger im Mädchendoppel bei den deutschen Jugendmeisterschaften 1970 in Flensburg.

Weder der Norddeutsche Tischtennisverband noch der Deutsche Tisch-Tennis-Bund konnten an den Leistungen der Leher vorbeigehen. So wurden in den Jahren 1965 – 1970 Rolf-Dieter Reese sechsmal, Rolf Petersen viermal und Kirsten Krüger dreimal in die norddeutsche Jugendauswahl berufen. 1966 und 1967 spielte Reese sechsmal in der deutschen Jugendauswahl und einmal in der Herren-Nationalmannschaft zusammen mit dem vielfachen deutschen Meister Conny Freundorfer, und Kirsten Krüger stand 1969 fünfmal für die deutsche Schülerinnen-Auswahl an der Platte.

Aber die großen Erfolge in der zweiten Hälfte der 60er Jahre verdeckten zusehends die Grundlage, auf der sie beruhten: die unermüdliche Nachwuchsarbeit. Schon als die jahrelang in Lehe durchgeführten inoffiziellen Meisterschaften der besten Schülermannschaften Schleswig-Holsteins 1968 eingestellt werden mussten, weil die Leher über keine geeignete Mannschaft mehr verfügten, war das Ende absehbar. Der seit der Gründung des Vereins für die sportliche Entwicklung zuständige Übungsleiter Buske konnte aus beruflichen Gründen die zeitintensive Arbeit vor Ort nicht mehr leisten. Da ein adäquater Ersatz nicht zur Verfügung stand, war ein kontinuierliches systematisches Training nicht mehr gewährleistet. In der Spielzeit 1968/69 konnten die Leher, die in den Jahren zuvor immer mit mehreren Jugendmannschaften an den Meisterschaftsspielen teilgenommen hatten, nur noch die St. Annener Jugendgruppe zu den Wettkämpfen melden, seit 1969 dann überhaupt keine Mannschaft mehr. In der Frühjahrsserie 1971 hatte dann auch die Landesliga-Mannschaft der Herren so viele Ausfälle zu verkraften, dass sie nur noch hohe Niederlagen einstecken musste. Den Rettungsanker sahen die Verantwortlichen in einem Zusammenschluss mit dem MTV Heide zu einer Wettspielgemeinschaft, die allerdings das Spieljahr 1971/72 nicht überdauerte. Mit dem Weggang guter Spieler, der Abspaltung und Verselbständigung der St. Annener Tischtennisgruppe und der seit längerem vernachlässigten Trainingsarbeit gab es keine Grundlage mehr für einen geregelten Spielbetrieb. Zwar hat es nie einen offiziellen Auflösungsbeschluss gegeben, aber de facto war das das Ende eines Vereins, der durch seine regionalen, nationalen und internationalen Erfolge seinen Heimatort über die engen lokalen Grenzen hinaus landes- und bundesweit bekannt gemacht hat.


Von der Kreisklasse in die Landesliga

Kreisklasse 1954/55 - 1955/56

Nach Vorbereitungsspielen gegen klassenhöhere Gegner begann der TTC Lehe am 28. November 1954 in Meldorf die Punktrunde des Kreises Dithmarschen. Sie wurde ungeschlagen beendet. In den folgenden Aufstiegsspielen zur Bezirksliga, an denen die Meister der Kreise Pinneberg, Steinburg, Dithmarschen und Neumünster teilnahmen, war der TTC Lehe allerdings chancenlos. Ein Jahr später wurde dann der Aufstieg in die höhere Spielklasse geschafft. Erfolgreichste Punktesammler in den Meisterschafts- und Aufstiegsspielen waren Heinz Günter Buske und Ulrich Mentzel mit 13 Siegen und 3 Niederlagen im Doppel.


Bezirksliga 1956/57 - 1962/63

Da der beste Jugendliche Wolfhard Mentzel im ersten Bezirksligajahr noch nicht für die Herrenmannschaft spielberechtigt war, kam der TTC Lehe über den 7. Platz nicht hinaus. Dann allerdings ging es aufwärts, zumal die Leher 1958 nach der Auflösung der Tischtennisabteilung des SV Karolinenkoog mit Helmut Prochnow einen starken Spieler hinzugewannen. Hatte man in den Zeitungskommentaren zu den Bezirksligaspielen bisher immer nur von den schwachen Doppeln lesen können, so hatten die Leher seit dieser Zeit mit Buske/Prochnow ein Paradedoppel in ihren Reihen, das in 45 Bezirksliga-Begegnungen eingesetzt wurde und von 56 Spielen nur 16 verlor. 1958/59 errang der TTC Lehe bereits den 4. Tabellenplatz, der auch im folgenden Jahr gehalten werden konnte, obwohl der TTC seinen Spitzenspieler Wolfhard Mentzel an die Landesliga-Mannschaft des Schleswiger TTC Rot-Weiß verlor. Nach sieben Bezirksligajahren gelang schließlich der Aufstieg in die höhere Spielklasse.

Von den nahezu 100 Spielen der Bezirksligazeit erscheint ein Spielwochenende wegen der kuriosen Begleitumstände besonders erwähnenswert: die Spiele am 7. und 8. Februar 1959. Da keine Privatautos zur Verfügung standen, ging es am Sonnabend mit dem Taxi zum Meisterschaftsspiel nach Siethwende (9:3) und zum Pokalspiel nach Eutin, wo Mentzel, Prochnow und Buske der TS Riemann mit 1:5 unterlagen. Da der Schriftführer Rüter die Anschrift des Eutiner Spiellokals vergessen hatte und die Sporthalle erst nach viel Fragerei und einer langen Irrfahrt gefunden wurde, konnte das Spiel erst um 21.30 Uhr beginnen. Noch schlimmer war, dass der Herbergsvater trotz eines vorhergehenden Anrufs die Leher nach 22 Uhr nicht mehr in die Jugendherberge ließ und die Spieler in der Halle übernachten mussten - verständlich, dass sie kaum zum Schlafen kamen, zumal auch die Heizung abgestellt worden war. Um 5 Uhr morgens jedenfalls spielte sich die Mannschaft an der Platte warm - für die folgenden Auseinandersetzungen in Glückstadt und Neuenbrook.

Trotz der unglücklichen Umstände spielten die Leher am nächsten Vormittag gegen den Spitzenreiter Fortuna Glückstadt groß auf, und am Ende waren die Fortunen froh, daß sie ein 8:8 gerettet hatten. Noch sensationeller verlief am Nachmittag die Begegnung mit dem noch ungeschlagenen TTC Neuenbrook, der im Saal der Gastwirtschaft Röpcke selbst von den Fortunen nicht zu bezwingen war. Gegen die heimstarken Neuenbrooker kamen die Leher zu einem überraschenden, aber verdienten 9:6-Erfolg.


Verbandsliga 1963/64 - 1965/66

Drei Jahre Verbandsliga, das ist eine kurze Zeit, zumal von den Neuerwerbungen der Bezirksligajahre am Ende nur noch Gerhard Prien zur Verfügung stand. Wegen seines Studiums in Berlin konnte er jedoch nur in den wichtigsten Spielen eingesetzt werden, da eine Hin- und Rückfahrt 30 DM kostete, die zu einem Drittel vom Spieler und zu zwei Dritteln vom Verein getragen wurden. Ausschlaggebend für die kurze Zwischenzeit auf dem Weg in die Landesliga war der Einsatz der Jugendlichen Bernd Looft, Rolf-Dieter Reese und Hans-Otto Niebuhr, zu denen sich der aus Schleswig zurückgekehrte Wolfhard Mentzel und der nach Lunden verzogene Sönke Pfingst gesellten, der bisher für den TTV Koldenbüttel und für Frisia Husum gespielt hatte.

Bereits im ersten Verbandsligajahr deutete der TTC Lehe an, dass er jeder Mannschaft gefährlich werden konnte. Das bekam im letzten Spiel der Saison auch der Tabellenführer und spätere Aufsteiger TSV Trittau zu spüren. Von der Begegnung heißt es in der "Dithmarscher Landeszeitung" vom 25. 3. 1964: "Im Spitzenspiel der TT-Verbandsliga Süd trafen in Lehe die Herrenmannschaften des Tabellenführers TSV Trittau und des Tabellenvierten TTC Lehe aufeinander. Ähnlich hart und ausgeglichen wie in Trittau verlief auch diese Begegnung. Mit 2:0 konnten die Leher in Führung gehen. Dann verkürzte Kroll auf 2:1, Looft stellte jedoch mit einem knappen 2:1-Erfolg über Tauchert den alten Abstand wieder her. Nachdem der Trittauer Spitzenspieler Keese den TSV durch ein 23:21 und 21:15 über Prien noch einmal auf 3:2 herangebracht hatte, bauten die Leher Mentzel (2:0 gegen Flägel) und Buske (2:0 gegen Will!) die Führung der Gastgeber auf 5:2 aus. Seyffert holte zwar dann gegen Prochnow (2:0) den 3. Punkt für den TSV, Dombrowski und Looft erhöhten jedoch auf 7:3. Dann waren die Trittauer plötzlich da, und der Leher Vorsprung schmolz dahin. Mentzel verlor 0:2 gegen Keese, Prien 1:2 gegen Flägel, Prochnow 0:2 gegen Will, und Buske lag gegen Seyffert bereits mit 9:21 und 11:15 im Rückstand, ehe er den 2. und 3. Satz mit 21:19 bzw. 21:10 noch für sich entscheiden und damit den Trittauer Ausgleich verhindern konnte. Sieg und Niederlage in den Schlussdoppeln stellten dann schließlich den knappen 9:7-Sieg der Leher sicher."

Fast auf den Tag ein Jahr später, am 21. 3. 1965, standen die Leher ebenfalls dem Tabellenführer gegenüber. Diesmal war es Lübeck 76, und der TTC Lehe selbst hatte noch Meisterschaftschancen. Wer weiß, wie alles gekommen wäre, wenn die beiden besten Jugendlichen Reese und Niebuhr an dem Tage nicht konfirmiert worden wären oder wenn das Spiel auf den Sonnabend hätte vorverlegt werden können oder wenn Pfingst im letzten Doppel beim Stande von 11:7 im entscheidenden dritten Satz nicht zwei leichte Bälle verzogen hätte oder wenn... Doch lassen wir den Spielbericht der "Dithmarscher Landeszeitung" vom 24. 3. 1965 sprechen: "Zwei schwere Auswärtsspiele hatte der TTC Lehe in Lübeck zu bestreiten. Erster Gegner war der Tabellenführer Lübeck 76, der bei einer Niederlage gegen den TTC noch die Meisterschaft an die Dithmarscher verlieren konnte. Aber der TTC Lehe, der schon die letzten Spiele mit Ersatz bestreiten musste, konnte auch in Lübeck nicht mit stärkster Besetzung antreten. Die Leher mussten sogar in jedem Spiel vier Punkte kampflos abgeben, da nur Mentzel, Prien, Pfingst und Buske zur Verfügung standen. Ohne den zum MTV Heide gewechselten Looft, ohne Prochnow, ohne die beiden für die Herrenmannschaft frei geholten Jugendlichen Reese und Niebuhr und ohne den Ersatzspieler Krüger war für die Leher von vornherein schon die Meisterschaft verloren, zumal der TTC im Herbst an eigenen Platten gegen Lübeck 76 mit 3:9 eine klare Niederlage einstecken mußte. Aber die kleine Leher Vertretung schlug sich im Kampf gegen den Spitzenreiter großartig. Mentzel/Prien gewannen beide Doppel und jeweils ein Einzel. Pfingst und Buske siegten in ihren Einzelspielen und stellten das überraschende 8:8 sicher. Im zweiten Spiel gegen den TSV Kücknitz fehlte den Lehern die nötige Kraft, um das Steuer noch einmal herumzureißen, vielleicht auch die nötige Energie, da doch die Meisterschaft bereits zugunsten von Lübeck 76 entschieden war. Mit 2:9 mussten die Leher jedenfalls die höchste Niederlage der Saison einstecken. Nur Pfingst/Buske (2:0 gegen Klauenberg/Beermann) und Pfingst (2:1 über Bockoldt) waren erfolgreich."

Ein Jahr später wurde der TTC Lehe ungeschlagen Verbandsligameister und stieg in die Landesliga, die höchste schleswig-holsteinische Spielklasse, auf.



Landesliga 1966/67 bis 1970/71

Das erste Landesligajahr des TTC Lehe war das erfolgreichste. Und wenn die Leher am 10. 12. 1966 nicht einen so schlechten Tag gehabt hätten, als sie gegen die Kieler Vertreter Holstein und TTK die einzigen Niederlagen der Saison einstecken mussten, vielleicht hätte es in Lehe dann eine Oberligamannschaft gegeben, und die Gegner wären nicht aus Itzehoe, Kiel, Lübeck und Flensburg gekommen, sondern aus Hamburg, Bremen und Berlin. Wie der spätere Meister Holstein Kiel mit seinen Assen Heinz Grazikowske, Peter Czichowski und Wulf Danker im Rückspiel mit 9:2 deklassiert wurde, das war schon sehenswert. Und wenn man daran denkt, dass Holstein den Aufstieg in die Oberliga bei Punktgleichstand nur auf Grund des schlechteren Spielverhältnisses verpasste!

Unter der Überschrift "Ein sensationelles 9:2 in Lehe" heißt es in der "Dithmarscher Landeszeitung" vom 17. 1. 1967: "Einen hervorragenden Start in die Rückrunde hatte der Landesliga-Neuling TTC Lehe, der an eigenen Platten den ohne Punktverlust an der Tabellenspitze stehenden Oberliga-Absteiger Holstein Kiel sensationell mit 9:2 schlug. Schon in den Eingangsdoppeln zeigte sich, daß sich die Leher für dies Spiel viel vorgenommen hatten. Zwar unterlagen Reese/Niebuhr gegen das stärkste Kieler Doppel Grazikowske/Czichowski knapp mit 19:21, 18:21, Mentzel/Carstensen glichen jedoch durch ein 2:1 über Danker/Müller aus. Jeweils mit 2:1 setzten sich dann die Leher Naujocks und Buske gegen den Ex-Leher Prochnow bzw. Christen durch, wobei allerdings der Leher Jugendliche Naujocks viel Glück hatte, als er beim Stande von 19:19 im entscheidenden 3. Satz durch Netz- und Kantenball gewann. Reese (TTC Lehe) erhöhte durch ein ungefährdetes 2:0 über den Kieler Czichowski auf 4:1 für den TTC, ehe Kiels Nr. 1 Grazikowske durch ein 2:1 über den kampfstarken Leher Mentzel auf 4:2 verkürzte. Dann hatte der Spitzenreiter nichts mehr zu bestellen. Niebuhr besiegte Müller, dem er in Kiel unterlegen war, mit 2:1, und Carstensen brachte dem Kieler Danker mit 21:13, 21:17 die erste Saisonniederlage bei. Buske (2:0 gegen Prochnow), Naujocks (2:1 gegen Christen) und Reese (21:19, 24:22 gegen Grazikowske) stellten schließlich das geradezu sensationelle 9:2 sicher."

Während auch im zweiten Landesligajahr noch Chancen auf die Meisterschaft bestanden hatten, spielten die Leher in den folgenden Jahren im Kampf um die Spitze keine Rolle mehr. Im Gegenteil: Sie mussten um den Klassenerhalt bangen. Kein Verein der Landesliga hatte einen solchen Aderlaß an Spielern zu verzeichnen wie der TTC Lehe, der in den letzten Jahren eine komplette Landesligamannschaft verlor: 1967/68 den in Berlin studierenden Gerhard Prien und Heinrich Carstensen, der nach einem einjährigen Gastspiel in Lehe zum Husumer SV Frisisa zurückkehrte, 1968/69 Rolf-Dieter Reese, der die Oberligamannschaft des Kieler TTK verstärken sollte, und den vom MTV Heide zurückgekehrten Bernd Looft, der zum SV Hemme wechselte, 1970/71 Hans-Otto Niebuhr, der in die Pfalz verzog und sich der Landesliga des TSV Landstuhl anschloss, und auch Wolfhard Mentzel, der beruflich für eineinhalb Jahre nach Spanien versetzt wurde. Das endgültige Aus kam in der folgenden Serie, als Rolf Petersen (zum MTV Itzehoe), Sönke Pfingst (zum TTV Koldenbüttel) und Michael Fischer (zum SV Hemme) den Verein verließen und von der Landesligamannschaft nur noch Heinz Günter Buske und Volkert Krüger übrig blieben. Der Zusammenschluss mit dem MTV Heide zu einer Spielgemeinschaft war nur eine Episode und schob die Auflösung der Mannschaft lediglich um ein Jahr hinaus. Eine glanzvolle Periode im Tischtennis war zu Ende.

Schleswig-Holstein-Pokal: Zweimal im Halbfinale knapp gescheitert

Die beiden größten Erfolge der Leher Herrenmannschaft bei den Landes-Pokal-Meisterschaften waren die dritten Plätze, die 1966/67 und 1967/68 erreicht wurden.

Groß angekündigt wurde das Halbfinalspiel am 15. April 1967 gegen den vielfachen Pokalgewinner Kieler TTK Grün-Weiß, den frischgebackenen Vizemeister der Oberliga Nord. Unter der Überschrift „Morgen: TTC Lehe – TTK Kiel“ hieß es in der „Dithmarscher Landeszeitung“ vom 14.4.1967: „Im Heinz-Münchow-Gedächtnispokal des Tischtennisverbandes Schleswig-Holstein stehen nunmehr noch vier Mannschaften. Es sind dies die 1. und 2. Pokalmannschaft des Kieler TTK, der VfB Lübeck und der TTC Lehe. Die Auslosung ergab nun die Paarung TTC Lehe – Kieler TTK I. Das Spiel findet am morgigen Sonnabend, 15. April, um 16 Uhr im Sportraum der Volksschule Lehe statt. Die Kieler gelten als eindeutige Favoriten. Ihr Spitzenspieler Meyer ist Landesmeister der Herren, und auch Huwe und Kaiser zählen zur Spitzenklasse in Schleswig-Holstein. Diese drei Spieler haben auch maßgebenden Anteil daran, dass der TTK Vizemeister der Oberliga Nord wurde. Der TTC Lehe bestreitet diese Begegnung mit dem Jugend-Nationalspieler und Jugend-Landesmeister Reese, dem Bezirksmeister Niebuhr und Carstensen. Die drei jungen Leher werden alles daransetzen, die Kieler zur Hergabe ihres ganzen Könnens zu zwingen.“

Der Sportraum war bis zum letzten Platz gefüllt, als beide Mannschaften zum Spiel antraten, zu dem sogar der Verbandssportwart Peter Wedemeyer aus Rendsburg erschienen war. Über die Begegnung schrieb die „Dithmarscher Landeszeitung“ vom 18.4.1967 unter der Überschrift „Leher TTC lieferte der Oberliga des Kieler TTK einen großen Kampf“: „In der Vorschlussrunde ...

TTC Lehe - Kieler TTK 3 : 5

Carstensen - Kaiser 9:21 21:14 21:17 Reese - Huwe 15:21 09:21 Niebuhr - Meyer 15:21 18:21 Reese - Kaiser 21:18 14:21 21:14 Carstensen - Meyer 13:21 11:21 Niebuhr - Huwe 21:16 13:21 23:21 Rese - Meyer 17:21 18:21 Niebuhr - Kaiser 15:21 12:21


Viertelfinale

MTV Lübeck - TTC Lehe 0 : 5 VfB Lübeck - Holstein Kiel 5 : 3 Kieler TTK II - TTC Ramsharde 5 : 3 Gettorfer TV - Kieler TTK 0 : 5

Halbfinale

TTC Lehe - Kieler TTK 3 : 5 VfB Lübeck - Kieler TTK II 5 : 0

Finale

Kieler TTK - VfB Lübeck 5 : 1



Kaum weniger spannend verlief ein Jahr später am 19. April 1968 die Halbfinalbegegnung mit dem Oberligisten TTC Ramsharde. In dem Freitagabendspiel wäre durchaus ein Sieg möglich gewesen, wenn Mentzel seine hohe Führung im entscheidenden dritten Satz gegen Lunk zum Sieg hätte nutzen können.

TTC Lehe - TTC Ramsharde 3 : 5

Niebuhr - Jungnickel 21:23 21:17 21:13 Mentzel, W. - Lunk 21:19 13:21 22:24 Reese - Hennig, J. 23:21 21:18 Niebuhr - Lunk 12:21 15:21 Reese - Jungnickel 21:15 21:12 Mentzel, W. - Hennig, J. 8:21 11:21 Reese - Lunk 13:21 14:21 Niebuhr - Hennig, J. 21:23 11:21

Viertelfinale

Kieler TTK - MTV Heide 5 : 1 VfB Lübeck - TSV Trittau 5 : 1 TTC Lehe - TTC Ramsharde II 5 : 1 TTC Ramsharde - Kieler TTK II 5 : 2

Halbfinale

VfB Lübeck - Kieler TTK 1 : 5 TTC Lehe - TTC Ramsharde 3 : 5

Finale

Kieler TTK - TTC Ramsharde 5 : 0



Sportliche Highlights

An Tischtennis-Veranstaltungen von überregionaler Bedeutung mangelte es in Lehe nicht. Hier spielten schleswig-holsteinische Auswahlmannschaften gegen Berlin (12. April 1963), gegen das Saarland (17. April 1965) und gegen Hessen (26. Juli 1967). Hier trafen in den Jahren 1961 bis 1967 alljährlich die besten schleswig-holsteinischen Schülermannschaften aufeinander. Hier fanden die Halbfinalspiele um den Schleswig-Holstein-Pokal am 15. April 1967 gegen den vielfachen Pokalgewinner und frischgebackenen Oberliga-Vize Kieler TTK (3:5) und am 19. April 1968 gegen den Oberligisten TTC Ramsharde (3:5) statt. Und hier war am 21. Juni 1967 die Stadtauswahl von Ostrava (CSSR) mit zwei Nationalspielern zu Gast.

Die größte Publikumsresonanz weit über die Grenzen der Gemeinde hinaus fand das internationale Treffen mit den Tschechen. Viele, die gekommen waren, um den neuen deutschen Jugendmeister Rolf Dieter Reese und die tschechischen Nationalspieler zu bewundern, mussten umkehren, weil die Gymnastikhalle den Zuschauerstrom nicht fassen konnte.

Um 19.30 Uhr ging es los. "Zu Beginn der Veranstaltung begrüßte Lehrer Werner Krüger die vier Spieler der Stadtauswahl Ostrava. Dann überreichte die Leher Vierermannschaft den Gästen je eine kleine Tellingstedter Töpferarbeit. Die Spieler des TTC Lehe sowie Lehrer Krüger und Bürgermeister Dr. Rausch, der in einer Ansprache den Wunsch nach einer fairen und sportlichen Begegnung äußerte, erhielten als Anstecknadel das Vereinsabzeichen der tschechischen Gäste." (Dithmarscher Landeszeitung, 23. 6. 1967).

Reden, Honneurs für die Gäste, und dann konnte es beginnen: "Den Eröffnungskampf bestritten Seliga und Reese. Bereits im 1. Satz bekam der Leher die Sicherheit des Tschechen im Angriff und in der Abwehr zu spüren. Zwar konnte Reese den 2. Satz gewinnen, doch im 3. Satz zog der Gast davon und konnte den 1. Punkt für seine Mannschaft erringen. Niebuhr gegen den Nationalspieler Hybner hieß die 2. Begegnung. Zwar wehrte sich der Leher verzweifelt gegen die harten Angriffsschläge des Tschechen, konnte dessen Sieg aber nicht gefährden und unterlag mit 0:2. Auch Mentzel gab sich erst im dritten Satz geschlagen, genau wie Carstensen, der auch erst im 3. Satz knapp mit 18:21 unterlag. Dann trat Reese gegen Hybner an. Wieder gab es drei Sätze, ehe sich der Leher mit 1:2 geschlagen geben mußte. Niebuhr unterlag dann ebenfalls Seliga, bevor Mentzel und Carstensen die Tschechen Cabak und Uhlik bezwingen konnten und das Endergebnis auf 2:6 mildern konnten. Immerhin wurden von insgesamt 8 Spielen 5 Spiele erst im dritten Satz entschieden, und das Satzergebnis von 8:13 lässt erkennen, wie umkämpft doch die einzelnen Spiele waren." (Mitteilungsblatt für die Kirchspielsgemeinde Lunden, 23. 6. 1967).

Das vielleicht erfolgreichste Sportjahr des TTC Lehe endete mit einer glänzenden Veranstaltung, in der auch persönliche Begegnungen, so eine Fahrt mit den Gästen nach Büsum, nicht zu kurz kamen.


Sie spielten für Deutschland: Rolf-Dieter Reese und Kirsten Krüger

1. Nationalmannschaft der Herren:

   17.10.1967 in Flensburg: Deutschland – Norwegen 5:0      (Reese 2:0)

2. Nationalmannschaft der Jungen:

   03.12.1966 in Kopenhagen: Deutschland – Dänemark 5:2     (Reese 1:1)
   04.01.1967 in Northallerton: Deutschland – England 4:6   (Reese 1:1)
   05.01.1967 in in Warrington: Deutschland – England 9:1   (Reese 2:0)
   31.07.1967 in Vejle: Deutschland – Frankreich 5:0        (Reese 2:0)
   31.07.1967 in Vejle: Deutschland – Polen 5:4             (Reese 2:1)
   31.07.1967 in Vejle: Deutschland – CSSR 1:5              (Reese 1:1)

3. Nationalmannschaft der Schülerinnen:

   Jugend-Europa-Treffen 13. – 19. 7. 1969 in Obertraun / Österreich:
   Deutschland - CSSR              2 : 3    (Krüger: Einzel 0:2, Doppel 1:0)
   Deutschland - Österreich        3 : 0    (Krüger: Einzel 1:0, Doppel 1:0)
   Deutschland - Belgien           3 : 0    (Krüger: Doppel 1:0)
   Deutschland - Österreich II     3 : 0    (Krüger: Doppel 1:0)
   Deutschland – Sowjetunion       0 : 3    (Krüger: Einzel 0:1, Doppel 0:1)

Spielerporträts: Rolf-Dieter Reese und Kirsten Krüger

1. Rolf-Dieter Reese

Rolf-Dieter Reese, geboren am 28. 10. 1949 in St. Annen, wohnhaft in Lehe, trat im Alter von fast zehn Jahren im Oktober 1959 dem TTC Lehe bei. Stand er auch am Anfang noch im Schatten seiner beiden älteren Mannschaftskameraden Bernd Looft und Hans-Otto Niebuhr, so zeigte sich doch schon bald, welch großes Talent hier heranreifte. Mit seiner unbekümmer-ten Spielweise, seinem konsequenten Angriffsspiel und seinem bereits früh entwickelten hervorragenden Rückhandschuss spielte er sich schnell in den Vordergrund.

Als Elfjähriger nahm er zum ersten Mal an den Landesmeisterschaften der Schüler teil und errang auf Anhieb zwei dritte Plätze: im Doppel mit seinem Vereinskameraden Bernd Looft und im Mixed mit der Wesselburenerin Petra Schneider. Im Einzel lieferte er dem als Nummer 2 gesetzten Eutiner Graf Hahn einen ausgeglichenen Kampf und unterlag nach gewonnenem ersten Satz nur knapp mit 1 : 2.

Einige Monate danach, am 17. September 1961, spielte Rolf-Dieter Reese bereits für die Schleswig-Holstein-Auswahl. Allein fuhr er mit der Bahn nach Kiel und wartete, seinen Tischtennisschläger am Sportbeutel als Erkennungszeichen, bis einer der Verantwortlichen den Kleinen entdeckte und nach Berlin „verfrachtete“. Selbständigkeit und eine große Portion Selbstbewusstsein zeichneten den Leher schon damals aus. Hinzu kam eine Offenheit, die ihn schnell überall beliebt machte.

Die Spielzeit 1966/67 mit dem Gewinn der deutschen Jugendmeisterschaft, der sechsmaligen Nominierung für die deutsche Jugendauswahl und der Berufung in die Nationalmannschaft der Herren war zweifellos der Höhepunkt in der sportlichen Laufbahn des Lehers. 1968 verließ er den Verein, um die Oberliga-Spitzenmannschaft des Kieler TTK Grün-Weiß zu verstärken. Er hat jedoch in Kiel nie richtig Fuß fassen können.

2. Kirsten Krüger

Kirsten Krüger, geboren am 26. März 1955 in Oldenbüttel, wohnhaft in Lehe, Tochter des TTC-Sportwarts Werner Krüger, trat mit gut acht Jahren dem TTC Lehe bei. Wenn sie sich auch nicht so weich und geschmeidig an die Bewegungen des Balles anpassen konnte, wie es Rolf-Dieter Reese vermochte, so besaß sie sonst doch alles, was eine gute Tischtennisspielerin auszeichnet. Durch ein überlegtes Spiel, gepaart mit Schnelligkeit, hervorragendem Reaktionsvermögen und guter Kondition, konnte sie ihre kleinen technischen Mängel weitgehend ausgleichen und zu Erfolgen kommen, von denen andere Mädchen nur zu träumen wagen.

Einen Monat nach dem Gewinn der deutschen Jugendmeisterschaft durch Rolf-Dieter Reese machte Kirsten Krüger zum ersten Mal überregional von sich reden, als sie beim norddeutschen Jugendtreffen in Hamburg das Mädcheneinzel gewann. „Obgleich die Niedersachsen den Wanderpreis überlegen mit 10 Punkten Vorsprung ‚entführen’ konnten,“, schreibt Johannes Bröhan im „Deutschen Tisch-Tennis-Sport“, „beeindruckte ein Mädchen aus dem in der Mannschaftswertung an zweiter Stelle platzierten Schleswig-Holstein am meisten. Die erst 12-jährige Kirsten Krüger spielte sich bis ins Endspiel und konnte auch dieses in überzeugender Manier für sich entscheiden. Hier scheint den Schleswig-Holsteinern ein großes Talent heranzuwachsen.“ (DTS 1967, H. 14, S. 12)

Zwei Jahre nach dem Erfolg in der Marmstorfer Sporthalle nahm Kirsten Krüger als Mitglied der deutschen Schülerinnen-Auswahl an dem Europatreffen in Österreich teil, und bereits ein Jahr später, in ihrem ersten Jugendjahr, stand sie im Doppelfinale bei den deutschen Jugendmeisterschaften in Flensburg. Aber Erfolg macht ehrgeizig. Und so wechselte Kirsten Krüger zur Oberliga-Mannschaft des TTC Ramsharde nach Flensburg. Der sympathischen Leher Spielerin, die danach noch viele Erfolge auf nationaler Ebene erzielte, blieb aufgrund ihrer Willenskraft und ihrer Zielstrebigkeit das sportliche Schicksal ihres Vereinskameraden Rolf-Dieter Reese erspart.

1 Init-Quelle

Entnommen aus der:

Erster Autor: Ulme38 angelegt am 17.08.2010 um 11:01

2 Orginalquelle


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