Shlomo Lewin

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Profil.png Profil: Lewin, Shlomo
Beruf Deutscher Verleger, Vorsitzender der Israelitischen Kultusgemeinde Nürnberg
Persönliche Daten
1911
Jerusalem
1980
Erlangen


Shlomo Lewin (* 1911 in Jerusalem; gest. im Dezember 1980 in Erlangen) war ein jüdischer Verleger in Deutschland.

Er war der Sohn eines Rabbiners und vor dem Zweiten Weltkrieg als Lehrer im damaligen Saargebiet sowie in Homburg und in Waldmohr tätig.

Beim Ausbruch des Krieges schloss er sich der britischen Armee an und war bis 1948 Mitglied der Haganah.

Zurückgekehrt nach Deutschland, gründete er gemeinsam mit dem Präsidenten der Israelitischen Kultusgemeinde München, Hans Lamm, den Judaica-Verlag Ner Tamid und wurde später Vorsitzender der Israelitischen Kultusgemeinde Nürnberg.

1964 lernte er Frida Poeschke, die Witwe des ehemaligen Erlanger Oberbürgermeisters Michael Poeschke, kennen, die seine Lebensgefährtin wurde. Beide waren im christlich-jüdischen Dialog engagiert.

Im Dezember 1980 wurden beide in ihrem Haus an der Erbradstrasse in Erlangen - höchstwahrscheinlich von einem Mitglied oder Mitgliedern der "Wehrsportgruppe Hoffmann" - ermordet.

Am 15. Dezember 2010 eröffnete die Stadt Erlangen die Lewin-Poeschke-Anlage und erinnert damit an den Doppelmord.