Quellental (Glücksburg)

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Datei:Ausflugslokal Quellental im Schnee (Glücksburg 3 Februar 2015), Bild 04.JPG
Ausflugslokal Quellental aus dem Jahr 1909 im Winter 2015
Datei:Yachthafen Glücksburg.jpg
Blick zum Quellental mit seinem Yachthafen

Quellental ist ein Gebiet an einer kleinen Bucht an der Flensburger Förde nahe der Stadt Glücksburg und ungefähr 650 Meter vom Flensburger Vorort Meierwik entfernt. Quellental gilt als ein beliebtes Ausflugsziel an der Förde.

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1 Geschichte

Der Name Quellental dürfte sich zum einen auf die Lage unterhalb des dortigen Fördehangs beziehen, welche zur Bucht hin eine Taloptik zur Folge hat, sowie auf die dort gelegene Adelheidquelle.[1] Wie alt die Bezeichnung Quellental ist, ist offenbar nicht bekannt. Zu Beginn des 19. Jahrhunderts war das Quellental der Lieblingsplatz der Herzogin Anna Caroline vom Schloss Glücksburg. Im Jahr 1801 wurde die Glücksburgische Friedrichsgarde gegründet. Der Schützenverein begann bald darauf seine Schützenfeste am Lieblingsplatz der Herzogin zu feiern. Zum eigentlichen Schießen marschierten sie zu einer Wiese in Sandwig. Zunächst nutzte man ein Zelt für den Ausschank im Quellental.[2]

1817 eröffnete Peter Stahlknecht im Quellental erstmals eine Gaststätte, die zunächst auch den Schützen zum feiern diente, aber offenbar primär als Ausflugsziel für adlige und begüterte Erholungssuchende diente.[3][4][5] Zuvor, nämlich noch im 18. Jahrhundert, war auf der Westseite von Flensburg, bei der Marienhölzung, das dortige waldnahe Gasthaus entstanden.[6] Im 19. Jahrhundert begann nun aber offenbar langsam der touristische Ausbau an der Förde. So stellte Friedrich Mommse Bruhn im Jahre 1866 mit der Seemöwe den ersten Fördedampfer in Dienst und wurde damit der Begründer der Flensburger Förde Dampfschifffahrt.[7] In den 1870er Jahren diente das ursprüngliche Mürwik, an der damals noch bestehenden Mürwiker Bucht als Ausflugsort.[8] Das Ostseebad auf dem Westufer entand ebenfalls in dieser Zeit.[9][10] Auch das Quellental wurde damals zu einem beliebten touristischen Ausflugsziel, womit es zum einen zum Geburtsort des Tourismus in Glücksburg wurde, [4] aber zum anderen auch die Schützen abwanderten, da diese es etwas ruhiger haben wollten.[2]

Im Jahr 1909 wurde als Ersatz das neue Ausflugslokal „Quellental“ eröffnet.[3] Die Adelheidquelle wurde beim Bau in das Ausflugslokal integriert.[1] Die Quelle ist neben ihrer pittoresken Gestaltung bekannt für ihren hohen Schwefelanteil.[1] Das Quellwasser enthält einen Hohen Anteil von schwefelsauren Salzen und Eisen.[11][1] Vor dem kleinen Gebäude des Restaurans, welches am Rande des Waldes Wille liegt wurde offensichtlich zugleich ein kleiner Park angelegt. Das entstandene Kleinod diente in der Folgezeit auch als Postkartenmotiv.[12][13] Das nicht weit entfernt liegende Soltüde wurde erst im Jahr 1924 zum Strandbad. Das dortige ehemalige Gut des Baron Schack von Brockendorf zu Petersholm wurde damals von Paul Ziegler zu einer Sommerwirtschaft umgebaut.

2 Quellental heutzutage

In der Quellentaler Bucht hat heute der Flensburger Segel-Club, der am 17. Mai 1890 gegründet wurde, seine Heimat gefunden. Außerdem ist dort auch noch Hanseatische Yachtschule zu finden (vgl. Deutscher Hochseesportverband HANSA). Der Yachthafen Quellentals wurde in der Vergangenheit mehfach als der „schönste Naturhafen Deutschlands“ beschrieben und ausgezeichnet.[14] Der Yacht- und Bootshafen beherbergt Liegeplätze von 1,5 bis 2,8 Meter Wassertiefe. Außderm befinden sich am Yachthafen noch die Hafenmeisterei, ein kleiner Spielplatz, Duschen, Toiletten und ein Grillplatz.[15]

Beim Yachthafen führt schon seit vielen Jahren eine Fußgängerbrücke über einen Teil der Bucht zu einem Weg über den man zur Strandpromenade gelangt, die Weiter nach Glücksburg führt.[16] In diesem nordwestlichen Randbereich vom Quellental steht seit dem Jahr 1969 das Menke-Planetarium, das seit dem Jahr 2000 von der Fachhochschule Flensburg betrieben wird. Bei der erwähnten Brücke stehen des Weiteren häufig Leute, die dort Modellbauschiffe schwimmen lassen.

Am Ende der Bucht liegt im Süden die Uferstraße, der von Mürwik und Meierwik kommt und nach Glücksburg hinein führt. Südlich über die besagte Straße hinweg liegt im dortigen Waldgebiet Groß-Tremmerup der Westerwerker See, dessen Wasser, unter der Straße entlang, in die Quellentaler Bucht fließt. Östlich der Bucht liegt das Waldschulheim des ADS-Grenzfriedensbunds, in dem jugendliche Besucher und Schulklassen übernachten können.[17] An der Uferstraße befindet sich auch eine Bushaltestelle, der Linie 21, die vom Glücksburger ZOB zum Flensburger ZOB fährt.[18] Die dortige Zufahrtsstraße nach Quellental, Richtung Norden, trägt ebenfalls den Namen Quellental. Einmal im Jahr findet zudem der Triathlon Ostseeman in Glücksburg statt, dessen Laufstrecke von der Uferstraße, aus Glücksburg kommend, über die Zufahrtsstraße, auch über die kleine Holzbrücke für Fußgänger bei Quellental führt.[19] An der Zuffahrtsstraße liegen einige kostenfreie Parkplätze.[20][21][22]

Am nördlichen Ende der Straße liegt östlich, oberhalb des Hangs, der erwähnte Wald Wille. Wo sich in den 80er Jahen noch bis Anfang der 2000er Jahre noch ein Trimm-dich-Pfad befand. 2010 wurde im dortigen Wald der Glücksburger Ruheforst, ein Waldfriedhof, eingerichtet.[23] Ein weiteres Stück nördlich liegt der Stand von Quellental. Der Naturstrand hat eine länge von 250 Metern. Außer dem Schwimmen, Soennebaden, Kite-Surfen sowie Surfen und auch Drachen fliegen lassen,[20][21] dient der Strand auch zum Angeln.[24] Zudem ist er auch ein beliebtes Tauchrevier.[25][26] Weiter östlich am Strand entlang gelangt, am Winziger-Hunk mit dem Flottenkommando vorbei bis zum Alten Meierhof in Meierwik.

Die Adelheidquelle sprudelte weiterhin das ganze Jahr hinweg unaufhörlich vor sich hin. Ihr hoher Eisenanteil ist heute gut sichbar an der Färbung der Steine erkennbar.[1] Das Restaurant Quellental wurde jedoch 2011 geschlossen.[5][27] Nach der Schließung des Restaurants vollzog sich der touristische Niedergang mit der Hoffnung, dass ein neues, größeres Restaurant-Gebäudes mit moderner Gestaltung der Gegend einen neuen Auftrieb liefern wird. Die Stadtvertreter stimmen im März 2013 dem Bebauungsplan zur Neueinrichtung einer Gastronomie zu.[3] John Witt, Inhaber einer Immobilien-Firma, plant im nächsen Schritt den Abriß des alten Ausfluglokals,[5] welches das älteste Restaurant Glücksburgs zur Zeit noch darstellt, dass auch als Versinnbildlichung und Wahrzeichen Quellentals diente.[28] Der Neubau wird wohl 2015 erfolgen.

3 Einzelnachweise

  1. 1,0 1,1 1,2 1,3 1,4 Urlaub zwischen Schlei und Ostsee - Eine Region zum Verlieben, Die Adelheidquelle in Glücksburg, von: 2010, abgerufen am: 7. Februar 2015
  2. 2,0 2,1 Glücksburgische Friedrichsgarde von 1801 E.V., Zur Geschichte, abgerufen am: 8. Februar 2015
  3. 3,0 3,1 3,2 Flensburger Tageblatt: Projekt Quellental bleibt weiter spannend, vom: 20. März 2013, abgerufen am: 7. Februar 2015
  4. 4,0 4,1 John Witt Immobilien, Quellental, abgerufen am 7. Februar 2015
  5. 5,0 5,1 5,2 Angelner Nachrichten: Was passiert im Quellental?, vom: 5. November 2014, abgerufen am: 7. Februar 2015
  6. Gasthaus Marienhölzung, Über uns, abgerufen am: 7. Februar 2015
  7. Flensburger Tageblatt: 50 Jahre Flensburger Tageblatt: Leinen los für die Fördeschifffahrt, vom 27. Januar 2015, abgerufen am 7. Februar 2015
  8. Andreas Oeding, Broder Schwensen, Michael Sturm: Flexikon. 725 Aha-Erlebnisse aus Flensburg!, Flensburg 2009, Artikel: Klein Westerland und Mürwik
  9. Andreas Oeding, Broder Schwensen, Michael Sturm: Flexikon. 725 Aha-Erlebnisse aus Flensburg!, Flensburg 2009, Artikel: Ostseebad
  10. Flensburger Straßennamen. Gesellschaft für Flensburger Stadtgeschichte, Flensburg 2005 , ISBN 3-925856-50-1, Artikel: Am Ostseebad
  11. Mineralwasser, dass aus Quellen gewonnen wird, darf in Deutschland im Übrigen Schwefel und Eisen entzogen werden. Vgl. Gesund beim Trinken Der große Mineralwasser-Check, abgerufen am 8. Februar 2015
  12. Vgl. Flensburger Förde, Quellental bei Glücksburg, abgerufen am: 7. Februar 2015
  13. Vgl. Postkarte von Quellental, Glücksburg, Verlag W. Brüshaber, Flensburg, Nr. 1375, abgerufen am: 8. Februar 2015
  14. Flensburg Journal: Sportvereine in unserer Region, Der Flensburger Segel-Club e. V., vom 26. September 2014, abgerufen am: 8. Februar 2015
  15. Ostsee-Charter-Yacht, Yachthafen Glücksburg Quellental, abgerufen am: 8. Februaer
  16. Vgl. Flensburger Tageblatt: Neue Strand-Promenade wird im Mai eröffnet, vom 30. März 2013, abgerufen am: 9. Februar 2015
  17. Jugend-Freizeitstätten, ADS-Waldschulheim Glücksburg, abgerufen am: 8. Februar 2015
  18. Linie 21 (PDF), abgerufen am: 8. Februaer 2015
  19. Ostseeman Glücksburg Triathlon, abgerufen am 8. Februar 2015
  20. 20,0 20,1 Ostsee, Stand Quellentalabgerufen am: 8. Februar 2015
  21. 21,0 21,1 Flensburger Förde, Quellentalabgerufen am: 8. Februar 2015
  22. Parkplatz Quellental, abgerufen am: 8. Februar 2015; Die Karte auf der Seite zeigt die falsche Position die Textangaben sind aber richtig; Vgl. auch: Flensburger Tageblatt: Santiano und Ina Müller : Glücksburg: Stadt und Strand im Festival-Fieber, vom: 6. Juli 2013
  23. Sylter Rundschau: Glücksburg: Letzte Ruhe unter Schleswig-Holsteins Bäumen, vom 13. April 2012; abgerufen am: 8. Februar 2015
  24. Angeln an der Flensburger Förde, abgerufen am: 8. Februar 2015
  25. Vgl. Flensburger Förde, Quellental, abgerufen am: 8. Februar 2015
  26. Vgl. Das Tauchgebiet Quellental, abgerufen am: 8. Februar 2015
  27. Vgl. Urlaub zwischen Schlei und Ostsee - Eine Region zum Verlieben, Die Adelheidquelle in Glücksburg, von: 2010, abgerufen am: 7. Februar 2015
  28. Vgl. beispielsweise: John Witt Immobilien, Quellental sowie das dort eingebundene Banner für das Neubauprojekt Quellental, jeweils abgerufen am 9. Februar 2015

4 Weblinks

 Commons: Quellental (Glücksburg) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
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