Mummelsee

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Mummelsee

Der Mummelsee ist ein Karsee im Nordschwarzwald.

1 Eigenschaften[Bearbeiten]

1.1 Lage[Bearbeiten]

GPS-Daten Mummelsee (WGS84): Breite 48° / 35' / 52 - Länge 08° / 12' / 08

Er liegt unterhalb der Hornigsrinde, dem mit 1164 Metern höchsten Gipfel des Nordschwarzwalds.

1.2 Technische Daten[Bearbeiten]

Der auf 1036 Metern Höhe gelegene See ist 240 Meter lang, 192 Meter breit, bis zu 18 Meter tief und nimmt eine Fläche von 3,7 Hektar ein.

1.3 Geschichte[Bearbeiten]

Der Karsee entstand in der letzten Eiszeit vor 12.000 bis bis 18.000 Jahren in einer Gletschermulde. Sein Name leitet sich von "Mummel" - einer volkstümlichen Bezeichnung für gelbe Teichrosen - ab. Mit diesen Blumen brachte der Volksmund Nixen in Verbindung. Die der Sage nach den See bevölkernden Wassernixen werden "Mümmeln" genannt. [1]

2 Tourismus[Bearbeiten]

Begünstigt durch den Verlauf der Schwarzwaldhochstraße wurde der See auch für den Tourismus interessant. Ein Hotel, zwei Restaurants und einem Lebensmittel- und Souvenirladen befindet sich unmittelbar neben dem großen Besucherparkplatz. Man kann dort u.a. auch Kuckuksuhren, Schwarzwälder Spezialitäten wie Schinken, Wurst, Käse und nach traditioneller Art im Holzfeuerofen gebackenes Holzofenbrot kaufen. Tretboote sind am Kiosk zu mieten.

Das Hotelgebäude wurde am 5. Mai 2008 durch ein Feuer zum großen Teil zerstört.[2] Das Mummelseehotel wurde nach dem Brand wieder aufgebaut und am 25. März 2010 fand die Wiedereröffnung statt. [3]

3 Geschichten[Bearbeiten]

Viele andere Sagen ranken sich um den See. So schreibt Ludwig Bechstein in seinem Sagenbuch aus dem Jahr 1853:

"Gar viele und mancherlei Sagen gehen von dem Mummelsee; Waldmännchen und Waldfrauen, Wassernixen und Nixenmänner haben sich allda häufig sehen lassen. Den Namen hat er von den vielen Mümmlein, Seerosen oder Seelilien, die auf ihm blühen, (...) Hirten, welche einst am Mummelsee weideten, sahen dem Wasser einen braunen Stier entsteigen, der sich unter die Herde mischte, aber da kam alsbald ein Männlein mit einem Stecken, das trieb den Stier mit aller Gewalt wieder in das tiefe Wasser. Ein Jagdgesell sah am See ein Waldmännlein sitzen, das hatte den Schooß voll Geld und spielte damit, wie Kinder mit Sand spielen." [4]

4 Links und Quellen[Bearbeiten]

4.1 Siehe auch[Bearbeiten]

4.2 Weblinks[Bearbeiten]

4.3 Quellen[Bearbeiten]

4.4 Literatur[Bearbeiten]

4.5 Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Sibylle Lauth: Nordbaden - Entdeckungsfahrten zwischen Odenwald und Schwarzwald: Mannheim, Heidelberg, Karlsruhe, Maulbronn, Baden-Baden, DuMont Kunstreiseführer, DuMont Buchverlag, Köln, 2000, ISBN 3-7701-4556-9, Seite 227
  2. SWR.de: Millionenschaden bei Hotelbrand am Mummelsee
  3. [http://www.ka-news.de/region/karlsruhe/Nach-der-Brandkatastrophe-Mummelseehotel-erstrahlt-in-neuem- Glanz;art6066,368921 Mummelseehotel in neuem Glanz]
  4. Ludwig Bechstein: Deutsches Sagenbuch, Verlag von Georg Wigand, Leipzig, 1853, Seite 731; Online auf id=7zoAAAAAcAAJ&pg=PA731&dq=mummelsee+schwarzwald&hl=de&ei=NBrBToXPK42VswbFgpXzAg&sa=X&oi=book_result&ct=result&resnum=4&ved=0CEwQ6AEwAzgK#v=onepage&q=mummelsee%20schwarzwald&f=false Google Book Search

5 Andere Lexika[Bearbeiten]