Mein Name sei Gantenbein

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Der Roman Mein Name sei Gantenbein des Schweizer Autors Max Frisch aus dem Jahre 1964 gehört mit zum Bildungskanon des deutschen Sprachraums. Insofern wird kaum eine Bildungskarriere enden, ohne dass dieses Werk im Deutschunterricht oder in einem Literaturseminar gelesen worden ist. Allerdings wird manch beflissener Interpret bereits an der Inhaltsangabe verzweifelt sein und wird sich erfolglos abgemüht haben, denn klare Struktur und Handlung wird er kaum finden. Man muß sich erst auf eine gewisse Leichtigkeit des Seins einlassen, um mit diesem Prosa-Text umgehen zu können. So tut es gut - und man hat Lesespaß - wenn man den Roman einfach ohne weitere Reflektion liest und sich den erzählten - kunterbunten – Geschichten hingibt. Der Autor Max Frisch ist ein Meister der Schilderung von Situationen, die der Leser gut nachempfinden kann. Kaleidoskopartig werden so kleine Geschichten gestreut, die nur lose miteinander gekoppelt sind und wo jede Episode fast unabhängig von anderen Abschnitten des Romans bleibt. Wer als Leser doch etwas auf Tiefe gehen möchte, um etwas existenzielle Substanz zu schöpfen, wird als Begründung fur die Generierung der Geschichten einen Ich-Erzähler entdecken, der Identitäten erfindet und erprobt. Dabei scheint ihm die Rolle und Biografie eines Herrn Gantenbein, der an den Augen verletzt wurde und danach weiter das Leben eines Blinden spielt, am besten zu gefallen.

1 Siehe auch[Bearbeiten]

Max Frisch

2 Weblinks[Bearbeiten]

Max Frisch Gantenbein

3 Literatur[Bearbeiten]

Max Frisch: Mein Name sei Gantenbein. Suhrkamp-Verlag 1975. ISBN 978-3-5183-6786-5

4 Andere Lexika[Bearbeiten]