Kirchengemeindeverband Unteres Geiseltal

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Basisdaten
Fläche: 22 km²
Landeskirche: Evangelische Kirche in Mitteldeutschland
Propstsprengel: Halle-Wittenberg
Kirchenkreis: Merseburg
Gemeindeglieder: ca. 1.000
Geschäftsführender Pfarrer: Philipp Katzmann
Anschrift: Kirchplatz 1
06237 Leuna
Offizielle Website: www.kirchenkreis-merseburg.de

Mit Wirkung vom 1. Januar 2009 haben sich das Evangelische Kirchspiel Geusa, bestehend aus den früheren Kirchengemeinden Atzendorf, Blösien und Geusa, die Evangelische Gemeinde Beuna und die Evangelische Gemeinde Merseburg-Süd zum Evangelischen Kirchengemeindeverband Unteres Geiseltal (KGV Unteres Geiseltal) zusammengeschlossen.

Dem Kirchengemeindeverband gehören fast alle Kirchengemeinden des früheren Pfarrbereichs Beuna an. Nichtmitglied des neuen Verbandes ist lediglich die Kirchengemeinde Frankleben. Die Gründung des Verbandes beruht auf dem Kirchengemeindeverbandsgesetz der Evangelischen Kirche Mitteldeutschland. Höchstes Organ des Kirchengemeindeverbandes ist der Gemeindekirchenrat. Seit April 2009 wird der Kirchengemeindeverband von Pfarrer Philipp Katzmann aus Leuna geführt.

1 Kirchengebäude im Verband[Bearbeiten]

1.1 Kirche St. Dionysius Atzendorf[Bearbeiten]

Die einschiffige, rechteckige Saalkirche St. Dionysios in Atzendorf wurde aus massivem Kalk- Sandstein ca. im 11. Jahrhundert erbaut und ist romanischen Ursprungs. 1695 erfolgte ein Neubau. 1912 wurde das Kirchengebäude unter Benutzung älterer Teile erneuert. Drei Fenstergruppen in der Ostwand des Kirchenschiffs stammen aus dem 17. Jahrhundert. Im Innenbereich des Gebäudes befindet sich ein mit Sternen verziertes hölzernes Tonnengewölbe. Die ebenfalls hölzernen Emporen zeigen in den Brüstungsfeldern barocke Rankenmalereien und Schrifttafeln. Der Altar aus dem Jahre 1695 zeigt Gemälde der Kreuzigung und Auferstehung Christi sowie des Abendmahls. Eine Kanzel und ein sechseckiger Taufstein in Pokalform aus dem 17. Jahrhundert sind weitere Besonderheiten der Kirche. Außerhalb des Gebäudes befinden sich an der Kirche mehrere barocke Grabdenkmäler.

1.2 Kirche St. Thomas Blösien[Bearbeiten]

Die Kirche Blösien ist ein kleiner, rechteckiger Bau mit eingezogenem quadratischen Chorturm und breiterem dreiseitig geschlossenen Chor. Im Kern ist das Gebäude romanischen Ursprung und um 1250 entstanden. Eine an einer Ecke des Kirchturmes angebrachte Jahreszahl (1575) weist auf einen Umbau hin. Der Chor- und der in großen Rundbögen geöffnete Turmraum wurde flachgedeckt. Über der kreuzgratgewölbten Sakristei befindet sich eine ehemalige Patronatsloge. Im Altarraum befindet sich ein Schnitzaltar aus dem späten 15. Jahrhundert, der im Schrein Maria auf der Mondsichel darstellt, umgeben von je vier Heiligen und den zwölf Aposteln. Die Rückseiten des Flügelaltars sind bemalt. In der Kirche ist außerdem ein reich dekorierter Taufstein aus Sandstein in Pokalform und verschiedene hölzerne Epitaphe und Schnitzfiguren früherer adliger Familien des Ortes zu finden. Die Orgel wurde 1855 von Friedrich Ladegast erschaffen und ist damit einer der ersten Orgeln des berühmten Orgelbauers. Jedes Jahr im Sommer findet im Rahmen der Orgelkonzerte im Merseburger Land ein Konzert statt.

1.3 Christuskirche Merseburg-Süd[Bearbeiten]

1961 neu erbautes, von Bäumen umgebendes Kirchengebäude, welches sich in Nachbarschaft zum Merseburger Südpark befindet. Die Christuskirche ist mit einer Ofenheizung, Küche und Toiletten ausgestattet und wird häufiger in den Wintermonaten für Gottesdienste und kirchliche Veranstaltungen genutzt.

1.4 Kirche St. Georg Geusa[Bearbeiten]

Die Kirche St. Georg in Geusa ist im Kern romanisch, in gotischer Zeit erweitert und 1688 mit geputzten Tonnengewölbe erneuert wurden. Der Kirchturm aus dem Jahre 1706 wurde nach Kriegszerstörung 1950 wiederaufgebaut. In der Kirche befinden sich an den Emporen Darstellungen aus dem Alten Testament und der Geschichte Christi und ein reich geschnitzter großer Flügelkanzelaltar aus dem 17. Jahrhundert. Im Altarbereich befindet sich ein prächtig geschnitzter Taufengel.

1.5 Pfarrkirche Kötzschen (Hoppenhauptkirche)[Bearbeiten]

Die Pfarrkirche Kötzschen entstand etwa 1710/20 vermutlich nach Plänen von Johann Michael Hoppenhaupt. Im Volksmund wird daher die Pfarrkirche Kötzschen auch Hoppenhauptkirche genannt. Die Kirche ist geprägt durch einen hohen, quadratischen Nordturm, der in ein Oktogon übergeht. Das Kirchenschiff ist als Rechtecksaal ausgebildet. Ein Kanzelaltar von Christian Trothe, ein Lesepult mit Taufbecken von Johann Heinrich Agner und eine seitliche Orgelempore (Orgel 1738 von Johann David Tintzsch) sind bis heute aus der Bauzeit der Kirche erhaltene herausragende Innenausstattungen.

1.6 Kirche Niederbeuna[Bearbeiten]

1892 entstandene Saalkirche in den Formen der norddeutschen Backsteingotik mit polygonalem Chor und einturmiger Westfassade. Die Ausstattung in der Kirche stammt zum Teil aus dem Vorgängerbau. Auf dem Friedhof befinden sich drei barocke Grabmale auf der Süd- und Ostseite. In direkter Nachbarschaft zum Friedhof befindet sich das Pfarrhaus Beuna.

1.7 Kirche Zscherben[Bearbeiten]

Die Kirche in Zscherben ist im Ursprung eine romanische Chorturmkirche und wurde um 1250 errichtet. 1693 wurde das Gebäude baulich verändert. Das breitere, rechteckige Kirchenschiff mit seinem korbbogiger und geputzter Tonnenwölbung wurde um 1730 vollständig erneuert. Aus dieser Zeit stammt auch der hölzerne Kanzelaltar und das geschnitzte Taufbecken mit Lesepultaufsatz. Der Orgelprospekt stammt aus dem 18. Jahrhundert. Seit 1970 wird die Kirche kaum noch für Gottesdienste benutzt. In den 1990er Jahren wurde das Gebäude neu eingedeckt und so vor dem Verfall gerettet.

2 Weblinks[Bearbeiten]

3 Init-Quelle[Bearbeiten]

Entnommen aus der: Wikipedia

Autoren: Drahreg01, Succu, Lutheraner, Johnny Controletti, U20737a