Jacob Burckhardt

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Profil.png Profil: Burckhardt, Jacob
Namen Burckhardt, Jacob Christoph (vollständiger Name)
Beruf Schweizer Kulturhistoriker mit Schwerpunkt Kunstgeschichte
Persönliche Daten
25. Mai 1818
Basel
8. August 1897
Basel


Jacob Burckhardt (* 25. Mai 1818 in Basel; † 8. August 1897 ebenda) war ein bedeutender Schweizer Kulturwissenschaftler und Kunsthistoriker.

1 Leben und Werk[Bearbeiten]

Jacob Burckhardt war Sohn eines Pfarrers aus einer alteingesessenen, angesehenen und wohlhabenden Basler Familie und erhielt eine vorzügliche humanistische Ausbildung. 1833 begann er ein Theologiestudium, befasste sich aber nebenbei mit Philologie und Geschichte. 1839 wechselte er endgültig zum Geschichtsstudium. 1843 wurde er in Basel zum Dr. phil. promoviert. Er arbeitete lange als politischer Redakteur bei der Basler Zeitung, gab diese Tätigkeit aber 1845 auf, da seine Artikel zur gespannten Lage der Schweiz umstritten waren. Zwischen 1846 und 1848 hielt er sich mehrmals für längere Zeit in Italien auf und lebte zwischenzeitlich auch in Berlin. Von 1855 bis 1858 war er Prof. in Zürich, seit 1858 in Basel. Er gilt als Begründer der wissenschaftlichen Kunstgeschichte im heutigen Sinn und als Klassiker wissenschaftlicher historischer Prosa. Seine kunsthistorischen und historischen Hauptwerke sind "Cicerone" (1855, eine "Anleitung zum Genuss der Kunstwerke Italiens"), "Die Zeit Constantins des Grossen" (1853), "Die Cultur der Renaissance in Italien" (1860) und "Griechische Kulturgeschichte" (4 Bände, 1898-1902). In den kulturpessimistischen "Weltgeschichtliche Betrachtungen" (1905) deutete er von einem konservativen humanistischen Standpunkt aus die politischen, technischen und sozialen Tendenzen seiner Zeit. Burckhardts elitäre Anschauungen waren zuweilen begleitet von heftigen antidemokratischen und antisemitischen Untertönen.

2 Andere Lexika[Bearbeiten]