Inquisition (Historisch)

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1 Allgem.[Bearbeiten]

2 Im Mittelalter[Bearbeiten]

In der römischen Kirche galt die Mittelalterliche Inquisition als das geistliche Gericht zur Aufspürung und Bestrafung der Ketzer. Im 12. Jahrhundert entwickelte sich die eigentliche Inquisition unmittelbar unter päpstl. Leitung.

„Das vierte Laterankonzil (1215) machte die Aufspürung und Bestrafung der Ketzer zu einer Hauptausgabe der Bischöfe.
(...)
Das Konzil zu Toulouse (1229) verschärfte diese Bestimmungen. Die geheimen Zufluchtsstätten der Ketzer sollten auf Grund des allgemeinen Gerüchtes, geheimer Denunziation oder auch der Selbstanzeige erforscht und entdeckte Ketzer gefangen genommen werden. Wer einen Ketzer verbarg, wurde mit Verlust des Vermögens oder gar des Lebens bedroht. Jedes Haus, in dem man einen Ketzer fändee, sollte niedergerissen werden. Wer mit einem Ketzer, sei es auch nur in einem Wirtshause, verkehrte oder ihm Almosen gab oder in der Ehe mit ihm lebte, war ebenfalls verdächtig. Der auf die Vorladung nicht Erscheinende oder Flüchtige galt als schuldig; wer erschien, wurde eingekerkert. Die Namen der Ankläger und Zeugen wurden den Angeklagten verheimlicht; als Zeugen wurden Gläubige und Ungläubige, ja selbst Meineidige und Verbrecher zugelassen. Wenn der Angeklagte leugnete, wurde die Tortur (Folter) angewandt; schwor er sofort seinen Irrtum ab, so kam er mit den kirchlichen Strafen davon; wurde er für schuldig erkannt, so kamen meist noch weltliche Strafen hinzu. Kirchliche Strafen waren die öffentliche Schaustellung des Ketzers vor den Kirchenthüren, Wallfahrten, Bußübungen, bei denen die Büßer, angethan mit einem Sanbenito (Bußhemd, lat. saccus benedictus; ital. sacco benito), sonntäglich in die Kirche zogen und auf dem entblößten Rücken vom Priester mit Ruten gegeißelt wurden, ferner Exkommunikation und für ganze ketzerische Gegenden das Interdikt. Die leiblichen Strafen, namentlich die Todesstrafe, überließ die Kirche der weltlichen Obrigkeit; denn die Kirche "dürstet nicht nach Blut".
(...)
“Quelle (Auszug): "retrobibliothek.de: Meyers Konversationslexikon: Inquisition"


3 Päpste die Verfechter der Inquisition waren[Bearbeiten]

  • Papst Innozenz III. war von 1198 bis 1216 Papst der römisch-katholischen Kirche. Er kann als der Vater der Inquisition bezeichnet werden.
  • Clemens IV. war vom 5. Februar 1265 bis zu seinem Tod Papst. Sein bürgerlicher Name war Gui Foucois Guido (* um 1200; † 29. November 1268). Er war ein Verfechter der Inquisition und ein Antisemit.

4 Siehe dazu auch:[Bearbeiten]