Homosexualität im Altertum

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Die Homosexualität im Altertum war vielschichtig und gesellschaftlich bis auf die Epoche des Judentums toleriert und akzeptiert.

Hinsichtlich der deutlichen Abgrenzung zum Judentum kann als Erklärung herhalten, dass das Judentum all das ablehnte, was im alten Ägypten geduldet wurde. Ob die Regelungen, die sich im Talmud, also der mündlichen Form befinden direkt von Gott Jehova stammen, ist umstritten. Die apokryphe Schriften des Judasevangeliums geben deswegen auch einen versteckten Hinweis, dass Jehova, der Gott der Juden nachrangig ist.

In Folge der deutlichen Verurteiltungen Homosexueller Partnerschaften hat sich im heutigen Israel auch deshalb eine neue Glaubensrichtung, die der messianischen Juden formiert, die zum Christentum zählen dürfte, die Rolle der Juden und des Judentums aber nicht gänzlich ablehnen und das alte Testament in seinem Rahmen auch eine Gültigkeit zugesteht, wenngleich das neue Testament an erster Stelle steht.


1 Geschichtlicher Hintergrund[Bearbeiten]

Die Homosexualität war in der Antike nach Ansicht vieler akzeptiert.

1.1 Altes Ägypten[Bearbeiten]

Homosexuelle Literatur war im alten Ägypten durch das Papyrus in Turin und Eros vorhanden aber spärlich gesäht.[1]

Hinweise für eine Akzeptanz finden sich in den Erzählungen von Nianchchnum und Chnumhotep, zwei hohe Beamte am Hofe. Durch die Symbolik der Bilder, der sich Berührens an den Nasen, was im alten Ägypten ein Zeichen für sexuelle Nähe war, interpretieren einige die beide als erstes bekanntes Homosexuelles Paar.[2]

In der 18 oder 19 Dynastie gab es mit König Pepi II und Sasenet Erzählungen über eine Liebesgeschichte. Diese Mythen, die in den Erzählungen von Neferkare und Sasenet oder der Kläger von Memphis erwähnt sind, beschreiben ein Verhältnis zwischen dem General und seinem König der in einer Holztafel aus der 18. oder 19. Dynastie datiert und erwähnt ist(jetzt im Oriental Institute der University of Chicago, OIC 13 539),und einem Ostrakon der 20. Dynastie aus Deir el-Medine (O DeM 1214) bezugnehmend aus einem Papyrus der 25. Dynastie (Papyrus Chassinat I = Papyrus Louvre E 25351; jetzt im Louvre, Paris). Alle drei enthalten nur Teile der gesamten Erzählung.

In dieser Epoche war die HS offenbar nicht gerne gesehen, denn das Verhältnis drohte aufzufliegen.[3]

Das Bild der Homosexualität ist widersprüchlich, in der alten Dynastie noch völlig akzeptiert wandelte sich das Bild im Totebuch und durch die Erzählungen von Horus und Seth teilweie dahin, dass weiterhin die aktive, also der aktive Part der Homosexualität akzeptiert war, der Passive aber teilweise nicht gerne gesehen war.

1.2 Christentum[Bearbeiten]

In Anlehnung an das Judentum wurde die Homosexualität in der Entstehungsgeschichte anfangs nicht akzeptiert, wenngleich es heute moderne Kirche, die Metropolitan Church gibt, die das hinnimmt. Die Einstellung Jesus zur Homosexualität ist nicht bekannt, wengleich in der als apokryphen verfassten Version des Markusevangeliums zwischen den Stellen Mk 10,34 und 35 ein ganzer Bereich herausgelassen wurden, wo Jesus im Hause einen Jüngling aus einem Grab rettete und dieser ihm beim Anblick sofort liebte. Erstaunliche Ähnlichkeit weisst das auch mit der Geschichte um David und Jonathan auf, die sich gegenseitig halfen. In der Bibel gibt es zudem viele homoerotische Andeutungen, etwa in Joh11,36 EU, wo Johannes Jesus so sehr liebte. Das Verhältnis zu Johannes war wohl auch das Beste, außerdem war Jesus dankabr, denn als Jesus am Kreuz hing, war er Johannes, der eine Stelle im Johannesevangelium verfasste, wohingegeben, seine Jünger "begriffstutzige Tölpel" waren, die offenbar nichts verstanden waren, Belege dafür finden sich zu Hauf.: Mk, 4,13 Mt 26,40 Mk 8,17 Lk 24,11 Jesus indess wurde von einigen als Hippie bezeichnet, etwa in Mt 11,19 Hauptteil siehe Homosexualität im Christentum

In unserer modernen Zeit finden sich immer mehr geschichtliche Zeugnisse für die Homosexualität, zu nennen wären König Pepi II oder David und Jonathan. Viele Wissenschaftler nutzen solche Quellen als Belege für ihre These, dass die Homosexualität ein natürliches Phänomen darstellt und in allen Epochen vorkam.

1.3 Homosexualität im Judentum[Bearbeiten]

In der jüdischen Religion wird die Homosexualität nicht akzeptiert, sie wird mit dem Tode bestraft. Neuere Richtungen des liberalen Judentums stützen sich auf die mündlich gehaltenen Stellen im Talmud. Zudem werden messianische Juden, die das Liebesgebot von Jesu akzeptierten, erstmal auf dem ökomenischen Kirchentag in München im Jahre 2010 akzeptiert.

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„Mag sein, dass diese Bestimmung heutzutage, besonders unter nicht-religiösen Menschen, auf Unverständnis stößt. Sie passt auch nicht in unsere Zeit. Schließlich ist es eine Tatsache, dass die meisten Länder im 20. Jh. in ihren Strafgesetzbüchern das Verbot der Homosexualität aufgehoben haben. (Allerdings wird die Todesstrafe nach jüdischem Recht seit etwa zweitausend Jahren nicht mehr vollstreckt.) ..“

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In der jüdischen Religion wollte man sich von der Vielgötterei abgrenzen und die damals die Tugenden der anderen Götter minimieren, die die Homosexualität damals erlaubten. Der Baal-Kult sei hier zu erwähnen. Allerdings ist es möglich, dass der jüdische Staat hier eine Neuinterpretation erreichen kann, indem er ein Synhedrion unter Vorsitz eines Hohenpriesters einrichtet. Dieses Gremium gab es allerdings zuletzt vor über 1500 Jahren und es ist unwahrscheinlich das dieses nochmals eingerichtet wird, wenngleich es durch die Ausrichtungen und Deutungen des Talmuds möglich werden könnte, die Homosexualität zumindest neu zu interpretieren.

Hinsichtlich des Verhaltens Israels in der UNO und vor dem Völkerrecht, nahm Israel bislang immer eine moderne Haltung ein, die Schas Partei hatte bislang auch viele Koalitionen mit liberalen Kräften inne. Sie verurteilt zwar die Homosexualität, interpretiert die Schriften der Tora aber immerhin so weit um, dass die Partei heute nicht mehr für Mord, also die Todesstrafe eintritt. Bei einem Anschlag auf Homosexuelle distanzierte sie sich daher auch davon. Dies kann als ein Indiz gewertet werden, dass das heutige Judentum keine Todesstrafe für Homosexuelle mehr fordert.[5]

2 Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Eros in Egypt;David O'Connor Archaeology Odyssey, September-October, 2001
  2. [Thomas A. Dowson, Archaeologists, Feminists, and Queers: sexual politics in the construction of the past. S.96 ff
  3. Burkard/Thissen: Einführung. S. 188ff
  4. Fragden Rabbi Hagalil Fragender Dr. MillerAntwort Bar Rav Nathan
  5. Wir sind ein tolerantes Land;Jüdische Allgemeine, Gil Yaron