Grimboldtt

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Grimboldtt ist ein experimentelles Solo-Kunst-Projekt, was sich vorzugsweise audio-visuellen Künsten widmet, die unterschiedlich stark als melancholisch bis düster einzustufen sind, und Kriterien unterschiedlicher Subkulturen und Szenen miteinander vereint.

1 Beschreibung[Bearbeiten]

Grimboldtt wurde 2005 in Berlin von gleichnamigem Untergrund-Künstler als Solo-Projekt ins Leben gerufen und beschäftigt sich experimentell mit der selbst benannten audio-visuellen Düster-Kunst. Die verarbeiteten Themen sind jedoch durchaus unterschiedlich schwerwiegend als düster erkennbar. Hierbei wird versucht, Szene übergreifend verschiedene Subkulturen miteinander zu verbinden.

Die Namensgebung setzt sich zusammen aus dem englischen grim (für düster, grausig, grimmig, makaber, streng, trostlos, unerbittlich) und bold (für dreist, frech, gewagt, kühn) sowie tt (für die aufrechte und umgedrehte Stellung des christlichen Kreuzes zur Hinterfragung von Glaubenskonflikten). Weiterhin klingt der Name in seiner Gesamtheit altmodisch, wie z. B. Unhold, Kobold, Raufbold oder Witzbold.


1.1 Nähere Erläuterungen[Bearbeiten]

Grimboldtts Kreationen unterhalten Auge und/ oder Ohr, weswegen es auch keine Einschränkung auf eine bestimmte Kunstform gibt. Die grundlegenden Gemeinsamkeiten bestehen jedoch in der verarbeiteten Thematik, der Wahl der Farben oder Motive, einer gewissen Schlichtheit und Melancholie sowie einem Hang zum Mittelalterlichen.

Grimboldtt legt weiterhin wert darauf, dass er als unpolitischer, darstellender und nicht als kritisierender Künstler verstanden wird, obwohl die verarbeiteten Themen, allein durch ihre Wahl, Kritik suggerieren können. Er sieht sich in erster Linie als unterhaltender Künstler für Freunde der Gothic- und Metal-, der Mittelalter-, Fantasy-, Rollenspiel- und Schwarzen Szene sowie für Fans des Grusel- und Horror-Genres.

2 Aktivitäten[Bearbeiten]

2.1 Malerei[Bearbeiten]

Die erste nennenswerte Bilder-Serie, übergeordnet betitelt mit dem Namen Empfindungen, wurde gemalt mit schwarzen und weißen Tusch- und Plaka-Farben und mit Papp-Spachteln auf Papier aufgetragen. Diese Technik erzeugt einen kantigen, verzerrten Eindruck. Und obwohl die Werke noch vor Gründung des Projekts entstanden, harmonisierten sie thematisch und optisch, so dass sie nachträglich als eine Form der Grimassen mit eingegliedert wurden. Daher tragen sie noch keine Grimboldtt-Signatur.

Eine andere, oft angewendete Malweise verschiedener Motive ist die, im selbst benannten Schemenstil, in dem drei bis vier Farbstufen Verwendung finden (z. B. weiß, hellgrau, dunkelgrau, schwarz).

Zusätzlich existieren noch verschiedene Einzelwerke, von der Bleistift-, Feder-, Faserstiftzeichnung bis hin zu verschiedenen Acryl-Bildern.

2.2 Musik[Bearbeiten]

Die musikalischen Kreationen sind minimalistisch und monoton gehalten, des Öfteren mit schwerem, teils treibendem Rhythmus unterlegt. Sie werden als Geräusch-Kombinationen mit schlichter Melodie auf elektronischem Wege mit PC und Synthesizer komponiert und beinhalten durchaus Elemente von Dark Wave und Dark Ambient. Gesanglich wird vorzugsweise der Stil des Black Metal und Death Metal verwendet. Hierbei zeigt sich Grimboldtts Interesse an diesen extremen musikalischen Subkulturen.

2.3 Video[Bearbeiten]

Bisher existiert ein überschaubares Repertoire an Musikvideos. Darin verwendet Grimboldtt vorzugsweise eine Reihe von Standard-Effekten, wie z. B. Transparenzen und Überlagerungen, Zoom, zeitliche Straffung und Dehnung, Spiegelungen, vereinzelte Invertierungen und vorwiegend harte Schnitte. Es werden Film- und Bildsequenzen verarbeitet - z. T. farbreduziert auf schwarzweiß oder Sepia-artig - und gerne visuelle Werke aus Malerei und Fotographie eingebaut. Für eine zusätzliche Dramatik setzt sich der Künstler wiederkehrend mit einer Gesichtsbemalung in Szene, ähnlich dem so genannten Warpaint bzw. Corpsepaint.

Liste der im Internet auffindbaren Videos von Grimboldtt und ihre Veröffentlichungsjahre:

2.4 Fotographie[Bearbeiten]

Einige Beispiele gewählter Motive sind Sonnenuntergänge, Kirchen bei Nacht, Burgen, Landschaften im Winter oder im Nebel. In diesem Bereich der Kunst ist wahrscheinlich einstweilig der größte Anteil an Romantik in Grimboldtts Schaffen erkennbar.

2.5 Lyrik und Dichtung[Bearbeiten]

Die Gedichte, z. T. auch als Liedtexte in Grimboldtts Musikstücken und -videos wiederzufinden, sind beeinflusst und geprägt vom Interesse an mittelalterlichen und gruseligen Themen. Paar-, Wechsel- und Blockreime sind dabei die häufiger genutzten Reimschemata.

Im Jahre 2009 erschien die erste lyrische Zusammenstellung, das eBook Die Sicht der Dinge, mit einer Auswahl von 30 Gedichten.

2.6 Plastik[Bearbeiten]

Bisher bevorzugte Verwendung finden Materialien wie Pappmaschee, Gips und Silikon. Deutlich wird die Begeisterung für verzerrte Proportionen von Gesichtern, die so genannten Grimassen, die auch schon als Motive im Bereich Malerei umgesetzt wurden.

Weitere dreidimensionale bzw. erhabene Dekorations-Kreationen sind der Grim-Saur, den es in 4 verschiedenen Ausführungen gibt und Grim-Skeletton. Diese Versteinerungsimitate stehen symbolisch, negativ wie positiv betrachtet, für Sterblichkeit und Unsterblichkeit.

3 Einzelnachweise/ Weblinks[Bearbeiten]

Die Sicht der Dinge - Lyriksammlung als eBook mit Einblick über Themen und Interessen.



4 Init-Quelle[Bearbeiten]

Entnommen aus der:

Erster Autor: Eremit-Nr.7 angelegt am 07.03.2010 um 18:58,
Alle Autoren: Drahreg01, Eremit-Nr.7, Eremit-Nr.7/Grimboldtt