Gesichtsprothese

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Eine Gesichtsprothese (fachsprachlich: Epithese) ist ein teilweiser oder vollständiger Ersatz des Gesichtes für Menschen, die aufgrund von Krankheit oder Unfall ihr Gesicht teilweise oder vollständig eingebüßt haben.

Herstellung einer Gesichtsprothese (Vollprothese)
Gesichtepithese mit Schädelbeteiligung

1 Anwendung

Der Verlust des Gesichtes ist ein traumatisches Geschehen für den Patienten, da ein solcher zur völligen Entstellung führt. Eine Gesichtsprothese kann hier zumindest für die soziale Interaktion Erleichterungen bringen, auch wenn eine Gesichtsprothese die Funktionen der verlustig gegangenen Gesichtsorgane (Augen, Nase, Ohren usw.) nicht ersetzen kann.

Gesichts- und Schädelprothese mit Brustteil und künstlichen Augen

2 Technisches

Gesichtsprothesen werden normalerweise aus Gummi oder Hartplastik meist von speziell weitergebildeten Orthopädietechnikern (Epithetiker) hergestellt und mittels Magneten am Patienten befestigt. Hierfür werden Magnete im Kopf des Patienten im Rahmen eines kleinen chirurgischen Eingriffs implantiert. Alternativ kann eine Gesichtsprothese aus flexiblem Material auch mit Hautkleber befestigt werden oder - in seltenen Fällen - haubenartig übergezogen werden, letztgenannte Option mit Hals- und Brustbeteiligung.

Gesichtsepithese

3 Teil- und Vollprothesen

Je nach dem Grad der Entstellung werden die Patienten mit Teil- oder Vollprothesen (Epithesen) versorgt. Dies reicht vom Ersatz bspw. eines Ohrs bis hin zu einer weitreichenden Vollprothese, die sogar den Hals- und Oberkörperbereich umfassen kann. Jede Epithese wird individuell angefertigt, es gibt keine Produkte von der Stange. Teilepithesen werden meist durch implantierte Magnete oder mittels Hautkleber befestigt. Sehr große Vollprothesen werden dem Patienten übergezogen. Im Regelfall leiden die Träger von Vollprothesen an Hitzestauungen unter der Epithese. Daher ist eine gute Hautpflege unter einer großen Epithese sehr wichtig, ebenso wie deren Reinigung mindestens einmal am Tag. In der Regel werden Epithesen Tag und Nacht getragen, vor allem wenn die Entstellungen der Patienten grob sind und sie gegenüber Partner, Familie und Freunden stets “normal” aussehen sollen.

4 Literatur

  • Eckart Haneke: Gegenwärtiger Stand der operativen Dermatologie. Springer 2013
  • Alfred Berger, Robert Hierner: Plastische Chirurgie: Band I Grundlagen Prinzipien Techniken. Springer 2011

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