Geers-Stiftung

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Die Geers-Stiftung fördert wissenschaftliche Vorhaben, die unter besonderer Berücksichtigung der Hörakustik dem Wohle der Hörbehinderten, insbesondere dem der hörbehinderten Kinder dienen.

Die Einschränkung des Hörvermögens, die Hörbehinderung, stellt Experten unterschiedlichster Fachgebiete vor komplexe Anforderungen. Erst das interdisziplinäre Zusammenwirken von Medizinern, Audiologen, Pädagogen, Hörgeräte-Akustikern, Physikern und Ingenieuren kann Betroffenen wirksame Förderung und Hilfe gewährleisten. Der Früherkennung kindlicher Hörstörungen kommt dabei eine besonders wichtige Bedeutung zu, da sie wesentliche Voraussetzungen für die soziale und intellektuelle Entwicklung des Kindes schafft.

Die Forschung für Hörbehinderte steht in ihren unterschiedlichen Disziplinen vor entsprechenden Herausforderungen. In Zeiten knapper öffentlicher Forschungsmittel sind kooperative und individuelle Forschungsvorhaben auch in diesem Bereich auf private Initiative und Förderung angewiesen.

Als bisher einzige private Einrichtung ihrer Art unterstützt die Geers-Stiftung seit über 25 Jahren die interdisziplinäre wissenschaftliche Auseinandersetzung auf dem Gebiet der Hörbehinderung. Die gemeinnützige Stiftung wurde im Jahre 1976 auf Initiative des Unternehmer-Ehepaars Käthe und Theodor Geers in Dortmund ins Leben gerufen.

„Eine intensive, fachübergreifende Forschungsarbeit führt uns zu immer besseren und vor allem früheren Behandlungsmöglichkeiten von Hörbehinderungen in der Praxis – und ermöglicht damit den Betroffenen ein Stück mehr Lebensqualität“, so Dr. Volker J. Geers, Vorsitzender des Kuratoriums der Geers-Stiftung.

Zu den Schwerpunkten der Stiftungsarbeit zählt die Unterstützung wissenschaftlicher Arbeiten zum Wohle Hörbehinderter, die alle zwei Jahre stattfindende Ausschreibung eines Förderpreises für hervorragende Arbeiten auf dem Gebiet der Hörbehinderung, der mit 15 000 Euro dotiert ist,[1] sowie die Initiierung multidisziplinärer Kolloquien zum Themenkreis.

1 Ziele

Die Geers-Stiftung fördert wissenschaftliche Vorhaben zum Wohle Hörbehinderter, insbesondere hörbehinderter Kinder.

2 Auszug aus der Satzung

§ 2 Zweck der Stiftung

(1) Die Stiftung soll Vorhaben fördern, die unter besonderer Berücksichtigung der Hörakustik dem Wohle der Hörbehinderten, insbesondere dem der hörbehinderten Kinder dienen.

(2) Die Stiftung verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke.

(3) Aufgabe der Stiftung ist nach Maßgabe der zur Verfügung stehenden Mittel insbesondere die Förderung von:

a) wissenschaftlichen Untersuchungen auf dem Gebiet der Hörakustik,
b) Reihen- und Testuntersuchungen zur Erlangung wissenschaftlichen Basismaterials,
c) Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen für Normalhörende, Hörbehinderte und im Dienste der Hörakustik stehenden Menschen zur Vermittlung und Vertiefung von Wissen, das den Hörbehinderten dient,
d) wissenschaftlicher Erprobung neuer Methoden auf dem Gebiet der Hörakustik,
e) Veranstaltungen und Maßnahmen, die dem Stiftungszweck dienen; dazu gehört insbesondere auch die Durchführung von multidisziplinären Symposien und Kolloquien,
f) Publikationen, Vorträgen und anderen Maßnahmen der Öffentlichkeitsarbeit, die mit den Themen der Stiftung zusammenhängen.

(4) Für hervorragende Arbeiten auf den Gebieten der Ursachenforschung, der Früherkennung und der Therapie von Hörschäden sowie der Anpassung und Versorgung mit Hörgeräten, insbesondere bei Kindern, kann die Stiftung einen Förderpreis vergeben. Er soll alle zwei Jahre ausgelobt werden.

(5) Die Stiftung hat die Ergebnisse der wissenschaftlichen Untersuchungen durch geeignete Maßnahmen der Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

(6) Die Stiftung ist selbstlos tätig und verfolgt nicht in erster Linie eigenwirtschaftliche Zwecke.

(7) Die Mittel der Stiftung dürfen nur für die satzungsmäßigen Zwecke verwendet werden.

3 Forschungsvorhaben der Geers-Stiftung (Auszug)

1978 CVC Audiometrie

1979 Pathologisches Ohr

1979 Sprachliche Entwicklung

1979 Trommelfellimpedanz

1980 Untersuchungen bei Schulkindern

1981 Früherfassung

1981 Hörgeräteanpassung

1981 Hörgeschädigte Kinder

1982 Frühdiagnose

1984 Sprachtherapeutische Förderung

1984 Therapeutische Beeinflussung

1985 Mittelohr

1985 Säuglingsscreening

1986 Innenohr Implantate

1986 Sprach- Farbbild Transformation

1986 Verhaltens- und Leistungsprobleme

1988 Brain Mapping

1988 Motorradhelme

1988 Reifezustand

1988 Richtmikrofone

1988 Screening Untersuchung

1988 Sprachverarbeitung

1989 Auraler Spracherwerb

1989 Otoakustische Emissionen

1989 Unterdrückungssysteme

1990 Pilotstudie

1993 Spracherwerb

1996 Neutronentransmitter

1997 Kommunikative Probleme

1998 Rehabilitationsbegleitende Diagnostik

1999 Krankheitsverarbeitung und Psychosoziales Bildungswesen

4 Förderpreise der Geers-Stiftung

  • 1990 Neue Gesichtspunkte zur Untersuchung und Früherfassung hörgestörter Kinder unter besonderer Berücksichtigung eines pränatalen Hörtests. Privat-Dozentin Dr. med. Heidrun Müller, Oberärztin der Klinik für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde der Universität Leipzig
  • 1994 „. . . ich höre – nicht alles!“ Hörgeschädigte Mädchen und Jungen in Regelschulen. Dr. René J. Müller, Direktor der Gehörlosen und Sprachheilschulen Riehen und Arlesheim bei Basel.
  • 1990 Einfluss einer Schalldeprivation auf die akustisch evozierten Potentiale und die Expression des c-Fos Transkriptionsverfahren nach Beschallung während der Hörbahnreifung der Ratte. Professorin Dr. med. Annerose Kellermann, Universitäts-Hals-Nasen-Ohrenklinik im Klinikum der Stadt Mannheim, Fakultät für Klinische Medizin der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg
  • 1998 Experimenteller Nachweis audiophonatorische Rückkopplung bei Säuglingen und deren Bedeutung zur Früherkennung und Hörgeräteanpassung bei angeborenen hochgradigen Schwerhörigen. Privat-Dozent Dr. R. Schönweiler, Leitender Oberarzt der Medizinischen Hochschule Hannover
  • 2000 Über den Einfluss von Hörstörungen auf die Reifung der Hörbahn. Privat-Dozent Dr. rer. Nat. M. Walger, Klinik und Poliklinik für Hals-Nasen-Ohrenheilkunde am Universitätsklinikum Köln
  • 2002 „Neugeborenenhörscreening“ und „Genforschung im Innenohr“. Dr. Katrin Neumann, Oberärztin in der Klinik für Phoniatrie und Pädaudiologie der Johann-Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main und Privat-Dozent Dr. med. Timo Stöver, Oberarzt an der HNO-Klinik der MHH. 2001 Habilitation.

5 Weblinks

6 Einzelnachweise

  1. http://www.uni-mainz.de/forschung/17322.php



7 Init-Quelle

Entnommen aus der:

Erster Autor: Germanjohn , Alle Autoren: Xocolatl, Zaphiro, GMH, Zbisasimone, ChristianBier, Leider, Irmgard, Germanjohn , Cyron Marcus Cyron, SVL

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