Charles Baudelaire

Aus PlusPedia
Wechseln zu: Navigation, Suche
Profil.png Profil: Baudelaire, Charles
Namen Baudelaire, Charles-Pierre (vollständiger Name)
Beruf Schriftsteller
Persönliche Daten
9. April 1821
Paris
31. August 1867
Paris


Charles Baudelaire (* 9. April 1821 in Paris; † 31. August 1867 ebenda) war ein bedeutender französischer Dichter.

Mit seiner berühmten Gedichtsammlung Les Fleurs du mal (1857) begründete Baudelaire den literarischen Symbolismus. Die formvollendete Schönheit der Gedichte produziert ein eigentümliches Spannungsverhältnis zum ruhelosen, dissonanten Inhalt: die Faszination durch Tod und Vergänglichkeit, das esoterische Böse und die Morbidität des Grossstadtlebens.

In seinen ästhetisch-theoretischen Schriften versteht Baudelaire sich als Dichter der "modernité"; Zentralbegriffe sind die "imagination", die die geheimen Beziehungen der Dinge zu erfassen trachtet, das Schöne, das immer auch bizarr sei, sowie das Lachen.

1 Leben

Nach Jurastudium und Reisen verschwendete er ab 1842 das väterliche Erbe und wurde 1844 unter Vormundschaft gestellt. Er schloss u. a. Bekanntschaft mit Balzac und Delacroix und war ein Verehrer Richard Wagners.

Seinen Depressionen suchte Baudelaire den Konsum von Drogen, wie Opium, Haschisch und Alkohol, entgegenzustellen.

Viele seiner Gedichte wurden durch sein Interesse an der Synästhesie beeinflusst, der Fähigkeit sensorischer Kopplung z. B von Gesichts-, Gehör-, und Geruchssinn. So verfasste er die "Correspondances" und verwendete Bilder, die aus der Synästhesie gewonnen sybolischen Erfahrungen. Baudelaire war Sensualist, verliebt in Empfindungen, er suchte sie zu erfahren und in einem wilden Überfluss auszudrücken.

Er besorgte die erste Edgar Allan Poe-Übersetzung ins Französische.

Charles Baudelaire ist auf dem Friedhof von Montparnasse in Paris begraben.

2 Weitere Werke

  • Die künstlichen Paradiese, 1860
  • Kleine Prosagedichte, 1869
  • L'art romantique, 1869
  • Journaux intimes, 1909

3 Andere Lexika