Benutzer:Funker

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Heute, am 18.04.2017 sind hier in Plus-Pedia 39.987 Artikel gespeichert.


1 Von mir als Erstautor eingestellte oder initiierte (und weitergeschriebene) Artikel

(siehe: Benutzer:Funker/Artikel )


1.1 Wissen und die Wahrheit - Persönliche Betrachtungen

Seit der Mensch die Schrift erfunden hat, sammelt er Wissen.
Denken wir doch nur an die Keilschrifttafeln, die in der Gegend der alten Stadt Ur im heutigen Irak gefunden wurden.
An die hieroglyphischen Überlieferungen.
Oder auch an die berühmte alte Bibliothek von Alexandria.
Die alten Klosterbibliotheken.
Bücher sammelten das Wissen der Menschen.

"Wissen ist auch die Summe der Erfahrungen der Menschen, welche uns an ihren Erfahrungen teilhaben lassen."

So hörte ich es vor vielen Jahren in einer Vorlesung, an der ich als Gasthörer teilnehmen durfte. Unter dieser Überschrift könnte man durchaus die Online-Lexika des Internets sehen.
Es gibt viele dieser Online-Lexika. Fast jedes lädt zum Mitschreiben ein. Und fast alle haben, wie es in einer Gesellschaft üblich ist, auch ein Regelwerk. Einige dieser Regelwerke sind sehr umfassend, ausgedruckt schon ein kleiner Papierturm. Andere passen auf ein oder zwei Seiten.
Ich gebe zu: Je länger ein Regelwerk ist, desto geringer ist die Wahrscheinlichkeit, daß ich mir ein solches überhaupt durchlese. Vielen, da bin ich mir sicher, geht es ähnlich. Seien wir doch einmal ehrlich: Nur sehr wenige lesen die Lizenzbedingungen einer zu installierenden Software durch. Oder weiß der Leser dieses Textes ohne nachzuschauen, was im Punkt 2.3 der Lizenzbedingungen (EULA) für Software aus dem Hause Microsoft steht?

Doch zurück zum Thema.
Es stellt sich auch die Frage, welcher Qualitätsanspruch an bestehendes Wissen angelegt wird. Ich bin - nach wie vor - der Ansicht, daß, wer eine hohe Qualität haben möchte, in Printlexika wie z. B. im "Brockhaus" oder "Meyers Lexikon" oder sogar in Fachliteratur nachschlagen möge.
Bücher haben auch in der Zeit des Internets ihre Daseinsberechtigung. So lese ich ein gedrucktes Buch, das ich in der Hand halte, lieber als eine PDF-Datei auf dem Bildschirm. Ja, manchmal drucke ich auch eine PDF-Datei aus - allein schon, um Papier in der Hand zu haben und darauf meine Randnotizen machen zu können.

Wikipedia, PlusPedia, Wikiweise und wie die anderen Wikis alle auch heißen mögen, ersetzen meines Erachtens auf keinen Fall gute und durch geschultes Personal hergestellte Nachschlagewerke.
Dennoch haben die Wiki-Plattformen durchaus auch ihre Berechtigung. Mal schnell etwas nachschlagen oder sich Anregungen für einen eigenen Bericht oder eine Ausarbeitung, was auch immer, holen.
Das ist auch der Grund, warum mir in Artikeln Querverweise auf weiterführende Literatur bzw. Internetseiten wichtig sind. Und zwar so viel wie möglich - nicht nur zwei oder drei.
Der Leser soll sich durch einen Artikel, z.B. bei PlusPedia, animiert fühlen, sich selbst weiter zu informieren.

Und damit sind wir bei der "Wahrheit", dem zweiten Begriff in meiner Überschrift.


Was ist Wahrheit?
Spätestens jetzt beginnt es philosophisch zu werden.
Ich behaupte: Die richtige Wahrheit gibt es nicht, denn Wahrheit liegt in der Betrachtungsweise des Menschen.

In der oben erwähnten Vorlesung ging es um die historische Bewertung von Zeitzeugenberichten, was mich als praktisches Beispiel zu einem PlusPedia-Artikel führt.

Was ist Wahrheit?
Sehr deutlich wurde mir, daß es keine allgemeingültige Wahrheit gibt, als ich das Material zum PlusPedia-Artikel Konzentrationslager Husum-Schwesing sichtete.
Zwei relativ ausführliche Zeitzeugenberichte sind vorhanden:
Einer stammt vom französischen Häftling und Priester Pierre Jorand (1907-1978), der andere vom dänischen Lagerarzt und KZ-Häftling Paul Thygesen (1914-1999).
Jeder berichtet seine Erlebnisse und Erfahrungen im Konzentrationslager. Sie waren zur gleichen Zeit dort, sie kannten sich. Und doch hat jeder die einzelnen Situationen anders erlebt. So kritisiert Pierre Jorand an einer Stelle den Lagerarzt Thygesen, er hätte viel menschlicher mit den Kranken umgehen müssen. Viele, die krank waren, hat Thygesen abgewiesen.
Thygesen dagegen berichtet, daß er in einer Zwangssituation war.
Es wird deutlich: Zwei unterschiedliche Menschen bewerten dieselbe Situation unterschiedlich.

Jetzt mag man einwenden, daß wenn man einen Artikel schreibt, man diesen ja "neutral" schreiben könne.
Gelingt das immer?
Meines Erachtens gelingt es nicht immer - und es muß aber auch nicht immer gelingen, finde ich.
Eine Neutralität eines Artikels in einem Wiki kann (und soll vielleicht) erst dann entstehen, wenn viele Autoren kleine Änderungen oder Sätze hinzufügen.


2 Von mir als Erstautor eingestellte oder initiierte (und weitergeschriebene) Artikel

(siehe: Benutzer:Funker/Artikel )