Kleinkastell Visegrád-Gizellamajor

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Kleinkastell Visegrád–Gizellamajor
Limes Pannonischer Limes
Abschnitt 2
Datierung (Belegung) Constantius II.
bis Ende des ersten Drittels im 5. Jh.
Typ Kleinkastell
Größe 34,3 × 34,3 m
Bauweise Stein
Erhaltungszustand Baureste unter einem provisorischen Schutzdach gesichert
Ort Visegrád
Höhe 108 m
Vorhergehend Castra ad Herculem (nordwestlich)
Anschließend Kastell Visegrád-Sibrik – Pone Navata (nordöstlich)
Der Limes Pannonicus am Pilisgebirge

Das Kleinkastell Visegrád-Gizellamajor war eine römische Garnison, die als spätantike Grenzfestung für die Bewachung eines Donauabschnitts des pannonischen Limes (Limes Pannonicus) zuständig war. Der Strom markierte in weiten Abschnitten die römische Reichsgrenze. Das vollständig ergrabene und sichtbar gemachte Kleinkastell liegt am Südufer des Flusses, fast genau über dem Scheitelpunkt des Donauknies. Gizellamajor ist ein westlicher Ortsteil der Gemeinde Visegrád (Plintenburg) im ungarischen Komitat Pest. Die Befestigung ist aufgrund ihrer Formgebung, Größe und inneren Struktur bisher einzigartig am pannonischen Limes.

1 Lage

Das Donauknie. Im Vordergrund die „Obere Burg“ über der Stadt Visegrád. Am rechten Ufer der Sankt-Michaels-Berg, Das Kleinkastell von Visegrád–Gizellamajor liegt unterhalb eines kleinen Steinbruchs, der genau über der Turmspitze der Burg zu sehen ist.

Die Lage des Kleinkastells am Scheitelpunkt des Donauknies, nahe der sog. Dömös-Bucht und rund 1200 Meter ost-südöstlich der Schiffsanlegestelle von Dömös, war strategisch sehr gut gewählt. Von diesem Punkt aus konnte der Schiffsverkehr in nördlicher, nordwestlicher und nordöstlicher Richtung ohne Hindernisse eingesehen werden. Dort befanden sich mindestens sechs Burgi, turmartige Kleinfestungen, die ebenfalls in der Spätantike entlang dieses Abschnittes errichtet wurden. Sowohl mit diesen Stationen als auch mit der im Nordwesten auf einem Hügelplateau gelegenen großen Garnison Castra ad Herculem und dem im Nordosten auf einem Ausläufer des Visegráder Gebirges über der Donau errichteten Kastells Pone Navata, das im Laufe des 4. Jahrhunderts zu einem Burgus rückgebaut wurde, konnte die Besatzung von Gizellamajor optische Signale austauschen und so im Notfall Kontakt halten. Der insbesondere in der Spätantike mit großem Aufwand betriebene dichte Ausbau der Grenzanlagen in diesem Gebiet hatte seine Ursache in der ernstzunehmenden Bedrohung Pannoniens durch den am gegenüberliegenden Ufer, im sog. Barbaricum lebenden Stamm der germanischen Quaden, der oft als unerbittlicher Gegner Roms auftrat. Der an den nahen Flusssaum grenzenden Kleinfestung liegt am nördlichen Donauufer eine große Landzunge gegenüber, die als mächtiger Sporn des umliegenden Hügellandes den Sankt-Michaels-Berg trägt, den der Strom in einem weiten Bogen umfließen muss. Die südliche Uferzone der Donau wird durch das hinter dem Fundplatz ansteigende Pilisgebirge begrenzt, dessen kurze Ausläufer bis unmittelbar an den schmalen Schwemmlandstreifen des Stroms heranreichen.

2 Forschungsgeschichte

Der Innenhof des unzugänglichen Kleinkastells mit dem provisorischen Schutzdach (Blick nach Süden; Zustand 2012).

Der in Ungarn häufiger anzutreffende Ortsname Gizellamajor erinnert an die erste ungarische Königin, Gisela von Bayern, die um 995 Stephan I. ehelichte. Eine erste Erwähnung des späteren Fundgebietes findet sich 1964 nach einer Geländebegehung des Archäologen und Limesforschers Sándor Soproni. Durch das ab 1977 an der Donau in Angriff genommene Staustufensystem Gabčíkovo–Bős-Nagymaros war auch der Bereich um das Kleinkastell Visegrád–Gizellamajor aufgrund geplanter Kanalisierungs- bzw. Eindeichungsmaßnahmen von der Zerstörung bedroht.[1] Daher wurden großflächige Rettungsgrabungen an den Uferzonen dringend notwendig, die 1988 im Visegráder Ortsteil Gizellamajor in Angriff genommen wurden. In deren Verlauf konnten die leitenden Archäologen Péter Gróf und Dániel Gróh noch im gleichen Jahr bisher unbekannte römische Mauern aufdecken. Seit 1984 fanden auf Initiative von Umweltschützern massive Protestaktionen gegen das Stau- und Kraftwerksgroßprojekt statt, sodass schließlich 1989 die Arbeiten auf ungarischer Seite eingestellt wurden. Damit waren auch die archäologischen Bodendenkmäler am Donauknie vor der endgültigen Zerstörung bewahrt worden. Bei Gizellamajor begannen daraufhin umgehend planmäßige Ausgrabungen, die – mit kurzzeitigen Unterbrechungen – bis ins Jahr 2004 andauerten. Der nördliche Abschnitt des Kleinkastells unter der Bundesstraße 11 konnte, trotz zahlreicher Versprechungen von Seiten der Behörden, die Straße zu verlegen, bislang noch nicht untersucht werden.

Die Überreste des Kleinkastells wurden nach Abschluss der Untersuchungen konserviert und bis auf weiteres mit einem provisorischen hölzernen Schutzbau vor Witterungseinflüssen gesichert. Dieser soll später durch eine dauerhafte Konstruktion im Rahmen eines archäologischen Parks ersetzt werden. Bis dahin verhindert auch ein Maschendrahtzaun den verbotenen Zutritt zum Gelände.

3 Baugeschichte

3.1 Mittelkaiserzeitlicher Wachturm?

Als vorkastellzeitliche Fundstücke sind ein Dupondius des Vespasian oder Titus, ein Denar des Mark Aurel, ein Ziegelstempel der Cohors I Ulpia Pannoniorum und einige Mauerreste unter dem Niveau des 4. Jahrhunderts entdeckt worden. Soproni hatte bei seiner Oberflächenuntersuchung angenommen, dass diese Fundstücke zu einem früheren Wachturm gehört haben könnten.[2]

3.2 Konzeption des spätantiken Kleinkastells

Ansicht der ergrabenen Anlage.
Das Kleinkastell Tetrapyrgium am Limes Arabicus.

Die nach Aussage der Ausgräber unter Kaiser Constantius II. (337–361)[3] gegründete Festung von Gizellamajor gehört zu jenem Typ spätantiker Kleinkastelle, der mit einem streng geometrisch gegliederten Aufbau noch stark an ältere militärische Bautraditionen erinnert. Anlagen wie in Visegrád-Gizellamajor sind aus den entferntensten Provinzen bekannt. So folgt beispielsweise der Grundriß des 38,2 × 37,2 Meter[4] großen Kleinkastells Tetrapyrgium an der Strata Diocletiana in Syria einem sehr ähnlichen Aufbau.[5] Während der Planungs- und Markierungsphase der Anlage im Gelände nutzten die römischen Ingenieure geometrische Grundformen wie das Quadrat und die daraus resultierende Diagonale. Der Festungsgrundriss wird durch eine 34,3 × 34,3 Meter[1] große quadratische Wehrmauer mit 1,80 Meter dicken Wänden eingegrenzt, in deren durch Diagonalen gebildeten Schnittpunkt eine Groma, das Hauptvermessungsinstrument, gestanden hat. Nachberechnungen zeigen, dass diese sicherlich im Vorfeld der Erbauung festgelegten Maßvorgaben sehr genau eingehalten worden sind. Auch die Gesamtausrichtung der Befestigung im Gelände, die einer gedachten Nord-Süd- bzw. West-Ost-Achse folgt, bestätigt diese sorgfältige Planung. Alle vier Ecken der Umwehrung wurden durch einen weit über die Kurtinen hervorspringenden Fächerturm gesichert; das einzige Tor befand sich an der Prätorialfront, der dem Feind zugewandten Seite des Kleinkastells.[2] Diese stand der Donau und dem am gegenüberliegenden Ufer angrenzenden Barbaricum gegenüber. Dort lebte in der Spätantike der germanische Stamm der Quaden.

3.3 Innenbebauung

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Rekonstruktionsversuch der Fortifikation.
Die südwestliche Kastellecke.
Der nordwestliche Lagerbereich.
Nordwestausgang aus dem Raum vor dem Kastellbad.

Im Inneren der Anlage wurde eine an die Kurtinen gelehnte Bebauung festgestellt, die sich um einen offenen Hof gruppierte. Ein kleines heizbares Bad war in den nordwestlichen Eckturm eingebaut worden. Die im 4. Jahrhundert errichtete Fortifikation wurde während der Regierung Kaiser Valentinians I. renoviert. Am Ende dieses Jahrhunderts siedelten barbarische Foederaten hinter den Wehrmauern,[2] bis das Kleinkastell gegen Ende des ersten Drittels im 5. Jahrhundert endgültig verlassen wurde.

An mehreren Stellen war die einstige Begehfläche aus einer dünnen Lehmschicht noch zu ermitteln. In der Südwestecke der Befestigung wurde dieser Lehmboden unter einer Zerstörungsschicht aus verkohlten Pfosten und Balken festgestellt. Die Grundlage dieses Bodens bildete dort eine einheitliche, schotterige und ungestörte Schicht. Der an die östliche Kurtine angebaute Ostflügel war 22,75 × 6,35 Meter groß, seine Wände rund 60 bis 70 Zentimeter stark. Während des valentinianischen Umbaus wurden hier zwei mit Lehm gebundenen Trennwände errichtet, die nur schwach fundamentiert waren. Einer der neuen Räume erhielt eine Kanalheizung, die ein unregelmäßiges L bildete.

Im südwestlichsten Raums des Südflügels befand sich ein Ofen, im – während des valentinianischen Umbaus eingerichteten – Raum daneben eine Darre. Die dort eingerichtete L-förmige Kanalheizung barg unter anderem sekundär verwendete Ziegeln mit dem Stempel der Coh(ors) I Ulp(ia) Pan(noniorum. In der Nordostecke, am dort errichteten Eckturm, konnten unter anderem 30 Zentimeter über einem angetroffenen Schwellenstein drei oder vier Balkenlöcher festgestellt werden, die möglicherweise zu einer Treppe gehört haben, über die man in das Obergeschoss des Turmes gelangte.[1] Während der Grabungen stellte sich heraus, dass der Schwellenstein auf seiner unteren Fläche eine Reliefverzierung zeigte. Der Stein war während der valentinianischen Renovierung als Spolie eingesetzt worden und könnte ursprünglich das Stirnelement eines Architravs gewesen sein, der zu einem als Ädikula gestalteten Grabbau gehörte.[3]

Die Archäologen konnten Umbaumaßnahmen am Kleinkastell beobachten. So wurde an der westlichen Außenmauer im Winkel zum Nordwestturm, in dem sich das heizbare Bad befand, ein kleiner rechteckiger Raum angebaut. Die Bebauung an der Nordmauer wurde weiter nach Süden vorgeschoben, wodurch sich die Fläche des Innenhofs verkleinerte. Zusätzlich wurde die Tordurchfahrt im Inneren durch einen sich davorschiebenden Raum wesentlich enger gestaltet.

4 Vicus

Das zum Kleinkastell gehörende Lagerdorf, Vicus genannt, das sich meist kurz nach der Errichtung einer römischen Garnison zu entwickeln begann, ist bis heute noch relativ unbekannt. Die Ausgräber konnten bis 2004 eine 40 bis 100 Zentimeter starke Kulturschicht unmittelbar südöstlich der Befestigung wahrnehmen. Einzig die Reste eines steinernen Ofens zeugen von der ehemaligen Bebauung. Und auch im Südwesten, hinter dem Kleinkastell, wurden während verschiedener Suchschnitte in den dortigen Lösshügel zwei unterschiedliche Ofentypen angetroffen. Bereits im letzten Drittel des 4. Jahrhunderts, zur Zeit Kaiser Valentinians I. hatte der Vicus aufgehört zu existieren. Davon zeugen mehrere Gräber, die in jener Zeit auf dem einstigen südwestlichen Siedlungsgelände angelegt wurden. Für eine Bestattung war die Aschengrube eines Ofens wiederverwendet worden.

Der Vicus von Gizellamajor mit seiner starken Kulturschicht macht deutlich, dass die wissenschaftliche Überlegung, wonach Zivilbevölkerung und Militär gemeinsam in den spätrömischen Militäranlagen ihren Platz hatte, nicht verallgemeinert werden kann. Den frühesten Zeitpunkt für die Anlage des Lagerdorfes haben die Archäologen in das 5. Jahrzehnt des 4. Jahrhunderts gelegt. Sein Ende sehen sie bereits in den 360er-Jahren. Damit wäre die Entwicklung der Zivilansiedlung offensichtlich bereits in einer sehr frühen Phase wieder zu Ende gegangen, weshalb nur wenige bauliche Reste gesichert werden konnten. Der unter militärischer Kontrolle stehende Vicus kann mit den ähnlichen Anlagen der pannonischen Binnenfestungen verglichen werden. Erst mit der Auflassung des Lagerdorfes kann mit zivilen Siedlern im Kleinkastell von Gizellamajor gerechnet werden. Einige Räume, deren Zugänge zunächst vermauert worden sind, bevor nachträglich Kanalheizungen eingebaut wurden, könnten ein Hinweis auf Zivilisten hinter den Wehrmauern darstellen. Diese Art von Umbau konnte im nordöstlichen und wahrscheinlich auch im westlichen Flügel des Kleinkastells festgestellt werden. Zeitgleich mit den Umbauten stieg die Zahl aufgefundenen Werkzeuge, die auch in einem landwirtschaftlichen Bezug gesehen werden könnten, sehr deutlich an. Am zahlreichsten waren Äxte, Beile und Haken, daneben fanden sich Bohrer, Ahlen, eine Sense, ein Sägeblatt, eine Spitzhacke sowie ein Messer, das beim Weinbau Verwendung fand. Außerdem konnten über ein Dutzend Mahlsteine sowie Fragmente von Handmühlen gesichert werden. Die meisten der aufgefundenen Werkzeuge finden sich allerdings auch in rein militärischen Fundkomplexen.

5 Gräberfeld

Bis 2004 wurde südwestlich des Kleinkastells, auf der Kuppe des dort befindlichen Lösshügels, ein Friedhof mit 226 Gräbern freigelegt. Die Archäologen entdeckten überraschenderweise auch vorgeschichtliche Bestattungen der Grabhügelkultur und fanden ein einzelnes Awarengrab. Die spätrömischen Bestattungen lassen sich in drei Gruppen aufteilen. Es fanden sich rechteckige Grabgruben, teilweise mit abgerundeten Ecken. An einigen dieser Gräber wurden kleine Böschungen festgestellt, die das Grab ursprünglich über dem Boden sichtbar machten. Als nächste, kleinere Gruppe wurden Kistengräber aus flachen Steinplatten festgestellt, von denen einige unregelmäßig zusammengesetzte, 50–60 Zentimeter hohe Steinhügel besaßen. Die letzte und kleinste, aus zwei Bestattungen bestehende, spät angelegte Gruppe waren Grabbauten, bei deren Erstellung Dachziegel und/oder Ziegelsteine verwendet worden sind. Mehr als zwei Drittel der Gräber zeigten eine klassisch-christliche, westöstliche Ausrichtung. Nur knapp über 10 Prozent sind von Ost nach West orientiert. Am schwierigsten gestaltet sich die Datierung der wenigen, nord-südlich und süd-nördlich ausgerichteten Bestattungen sowie derjenigen, die mit Ausnahme von einigen handgeformten Gefäßen keine Beigaben besaßen. Es zeigt sich keine Beziehung zwischen der Grabausrichtung und dem Grabtyp. Unter den Verstorbenen waren insgesamt 75 Kinder und 64 Frauen. Die vermeintlich reicheren und in ihrem Status höheren Kistengräber waren zumeist ausgeraubt.

5.1 Grabbeigaben um 355 bis um 365

Die meisten während der Grabungen aufgefunden Beigaben waren Bestandteile von Trachten der spätrömischen Epoche, darunter Anstecker aus Bronze, vergoldetem Silber und Gold. Die Stücke konnten mit wertvollen Steinen verziert sein. Außerdem fanden sich Glasperlen der verschiedensten Machart, ein Fingerring mit einer Bernstein-Kamee, in die der Kriegsgott Mars graviert war, birnenförmige Fibeln, verzierte Gürtel und Schnallen, Armreifen aus Bronze, Knochen und Eisen, Spiegel und vieles weitere.

5.2 Grabbeigaben Ende 4. Jh. bis frühes 5. Jh.

Die zweite Gruppe der Grabbeigaben konnten die Ausgräber der nachkastelldörflichen Periode zuordnen, in der sie die Zivilisten als zusätzliche Bewohner der Garnison vermuten. Den Verstorbenen wurden vielflächige Ohrringe, halbmondförmige silberne Anhänger, Fibeln aus Bronze oder Eisen und Schnallen mit schnabelförmigen Spitzen mitgegeben. Diese Schnallen fanden sowohl für Gürtel- als auch Schuhriemen Verwendung. In einem Grab wurde ein Ring mit dem Christusmonogramm entdeckt. Neben diesen Werkstücken fanden sich zwei grundsätzliche Arten nachvalentinianischer Keramik, die zumeist an den Füßen der Toten platziert worden ist. Zum einen auf der Töpferscheibe gedrehten Arbeiten, zum anderen ursprünglich barbarische, händisch aufgebaute Behältnisse. Es fand sich keine polierte Ware. Zu den exquisiten Fundstücken gehören gläserne Flaschen und Becher. Während das eine aus Ziegeln erstellte Grab bereits ausgeraubt vorgefunden wurde, wurden in dem zweiten mehrere spätrömische Skelette entdeckt. Dieser Grablege besaß ein verputztes Gewölbe, das mit einer roten Gitterdekoration bemalt worden war. Bemerkenswerterweise fehlen spätere Bestattungen. Die Ruinen des Kleinkastells werden erst ab der Mitte des 5. Jahrhunderts von neuen Landesherren, den Hunnen, aufgesucht, die in den verfallenden Mauern ihre Verstorbenen bestatteten.

6 Weiteres Fundmaterial

6.1 Münzen

Die meisten bis 2004 entdeckten Münzen, 92 Prozent, stammen aus dem 4. Jahrhundert. Von diesem Stücke wiederum gehören 75 Prozent der Epoche Kaiser Konstantins des Großen (306–337) und Kaiser Constantius’ II. (337–361). Die jüngsten Fundobjekte konnten in die Zeit zwischen 378 und 383 datiert werden.

6.2 Keramik

Es wurden bis 2004 insgesamt 3555 Scherben geborgen. Von diesen Bruchstücken machte das einheimische Töpfergut 82 Prozent aus. 7,6 Prozent fielen auf die eingeglätteten Ware und fast die gleiche Menge, 6,6 Prozent, auf glasiertes Steinzeug. Endre Tóth erwähnt in Zusammenhang mit den eingeglätteten Stücken, dass an mehreren Stellen Gittermusterkeramik aufgefunden wurde.[6] Das gemeinsame Vorkommen von eingeglätteten und glasierten Stücken ist für viele spätrömische Siedlungsplätze und Gräberfelder in Ungarn charakteristisch.[7] Mehrere Völker in einem sehr großen Kulturraum haben in der römischen Spätzeit vom 4. bis 5. Jahrhunderts die Mode der eingeglättete Keramik aufgegriffen. Daher sind heute die Theorien über eingeglättete Keramik vielfältig und sehr umstritten.[8] Frühere Werke, wie die von Herbert Mitscha-Märheim, in denen noch als reiner sogenannter Foederatenkeramik gesprochen wird,[9] gelten als überholt. Neben den bisher erwähnten Scherben macht die polierte Töpferware nur ein Prozent aus. Für dieses geringe Auftreten war die Vielfalt der Dekorationen auf den Gefäßen überraschend. Die Zahl der von Hand aufgebauten oder auf einer langsamen Töpferscheibe gefertigten Stücke betrug 3,2 Prozent.

6.3 Glas

Im Inneren des Kleinkastells wurde kein einziger intakter Glasgegenstand geborgen. Doch mit Hilfe der in den Gräbern des Lagerdorfes geborgenen Gläser konnten viele Bruchstücke klassifiziert werden. Die meisten Glasgegenstände aus dem Friedhofsbereich waren entweder Flaschen oder Becher von guter Qualität, wie sie ab der zweiten Hälfte des 4. Jahrhunderts für rund 100 Jahre üblich waren. Die Glasbläser könnten von den Balkanprovinzen aus Werkstätten in Pannonien gegründet haben, auch Verbindungen nach Italien könnte es gegeben haben. Da einige Stücke in ähnlicher Form auch in Brigetio gefunden wurden, könnten von dort aus Lieferungen die Donau hinab verschifft worden sein.

6.4 Metallobjekte

Bestandteile von Trachten bildeten das Gros des Fundmaterials, wie bereits erwähnte Fibeln, Gürtel, Schnallen, Schmuck und Broschen. Weitere Gegenstände, wie Schlüssel, ein Krug mit eisernem Griff, Kessel, Eimer und beträchtliche Mengen an Abfällen aus lokalen Produktionsstätten, waren in ihrem Erscheinungsbild typisch für die Spätantike. Bemerkenswert war das Endstück eines kupfernen Gürtels, von denen viele ähnliche Exemplare unter den Grabbeigaben männlicher Alamannen am Oberlauf der Elbe und im Loire-Tal waren.

7 Nachrömische Entwicklung

Aufgrund des Fundmaterials und der stratigraphischen Ergebnisse gehen die Ausgräber davon aus, dass das Kleinkastell Gizellamajor bis zum Ende des ersten Drittels im 5. Jahrhundert in seiner ursprünglich geplanten Weise genutzt wurde. Wie ein markanter Zerstörungshorizont in der Fortifikation beweist, wurde sie durch eine Brandkatastrophe vernichtet.[1] Ab Mitte des 5. Jahrhunderts bestatteten hunnische Stammesangehörige ihre Toten in der Ruine. So wurde eine Frau mit einem nach Hunnenart deformierten Schädel in dem mit Mörtel vermischten, festgetretenen römischen Laufhorizont begraben, der sich direkt neben einer mehr als 20 Meter langen Lagerbarracke am Westflügel des Kleinkastells befand. Die zweite Bestattung dieser Periode wurde im Schutt eines verfallenen Gemäuers im nördlichen Teil der ehemaligen Fortifikation niedergelegt.

8 Limesverlauf zwischen dem Kleinkastell Visegrád–Gizellamajor bis zum Kastell Visegrád–Sibrik

Spuren der Limesbauwerke auf dem westlichen Gemeindegebiet von Visegrád.
Strecke[10] Name/Ort Beschreibung/Zustand
2 Visegrád-Lepence (Burgus Solva 35)[11]
Der unzugängliche Burgus aus nordwestlicher Sicht.
Visegrád-Lepence in der Römerzeit.
Grundriss des ergrabenen Burgus, der teils noch zwei Meter hoch erhaltene Mauern besaß.
Die Bauinschrift mit den geborgenen drei Kalksteinköpfen im Salomonturm von Visegrád.

Ebenfalls am Donauknie, nordöstlich des Lepence-Baches bei Visegrád-Lepence, wurde zwischen 1991 und 1994 von den Archäologen Péter Gróf und Dániel Gróh, nur 40 Meter von Burgus 23 entfernt, ein 18 × 18 Meter großer, sehr guterhaltener valentinianischer Burgus untersucht, der bei Straßenbauarbeiten in den 1980er Jahren erstmals angeschnitten wurde. Wie bei ähnlichen Anlagen, beispielsweise am Burgus Leányfalu, haben die Ausgräber in seinem Inneren vier im Rechteck zueinander stehende rechteckige Steinsäulen aufgedeckt, die einst als zusätzliche Stützen für die aufgehenden Stockwerke und das Dach errichtet worden waren. Am Eingang konnte noch der Schwellenstein der Türe in situ aufgedeckt werden. Neben dem Eingang fanden sich eine zerbrochene, datierbare Bauinschrift aus dem Jahr 371, drei aus Kalkstein gefertigte Köpfe des 4. Jahrhunderts und zwei Löwenfiguren. Die an den Hälsen abgebrochenen Häupter können zu Büsten oder Statuen gehört haben. Das wichtigste Bildnis ist das einer als Spolie wiederverwendeten stattlichen Dame mit Ohrringen, das nachträglich und grob umgearbeitet worden ist. Offensichtlich sollte das Gesicht einen männlichen Charakter erhalten. Der Kopf wurde anschließend so eingemauert, dass Mörtelschichten an Scheitel, Kinn und Ohren erhalten blieben. Damit wurde nicht nur die weibliche Frisur unkenntlich gemacht, sondern wahrscheinlich auch die Ohrringe.[12] Von den Löwenfiguren ist eine sitzende Figur fast unbeschädigt, die andere stark zerstört. An ihrem Schnauzenteil fanden sich Reste einer roten Bemalung. Zum Fundgut gehörten auch zwei Münzen des Kaisers Constantius II.[13] (337 bis 361). Neben einem fragmentierten Ziegelstempel des Terentius dux[14] konnten auch etliche Stempel des nachfolgenden Frigeridus dux geborgen werden.[15] Den Ausgräbern erschien es so, als seien die Bautafel sowie die Figuren hastig und nachträglich angebracht worden. Der Untergang des Turms, möglicherweise am Ende des 4. Jahrhunderts, wird durch Bandschutt bezeugt.[2] Da vom nächsten Wachturm eine Bauinschrift des Jahres 372 erhalten blieb und sich weitere, ausschließliche Stempel des Frigeridus dort fanden,[16] wird mit einem Amtswechsel der beiden Duces im Jahre 371 gerechnet. Erbaut hatte den Burgus die während der Regierungszeit des Kaisers Diokletian (284–305) aufgestellte Legio I Martia. Die aufgedeckte Bauinschrift aus Andesit, bei der sich in den eingemeißelten Buchstaben noch rote Farbe nachweisen ließ, lautet:[17]

Iudicio principali ddd(ominorum) nnn(ostrorum) Val[e]ntiniani Valentis
et Gratiani principum maximorum dispositione{m}
etiam inlustris viri utriusque militiae magistri equi-
ti comitis Foscianus p(rae)p(ositus) legionis prim[ae Mar]tiorum
una cum militibus sibi creditis h[unc bur]gum a fun-
damentis et construxit et ad sum[(m)am man]um operis
consulatu{s} Gratiano Augus[t]o bis e[t Pr]obo viro cla/rissimo fecit pervenire

Die Fundamentreste des nahe an einem Parkplatz gelegenen Burgus wurden restauriert, konserviert und mit einem Schutzdach versehen. Das Gelände ist weitläufig mit einem Maschendrahtzaun abgesichert. Im Salomon-Turmmuseum von Visegrád können eine 1:1-Teilrekonstruktion des Turmeinganges, die Bauinschrift sowie Kleinfunde besichtigt werden.

2 Visegrád-Lepence (Burgus Solva 23)
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Ziegelstempel der Legio IIII Flavia Felix aus Visegrád-Lepence.
Zwei Fundstücke aus dem Brandgräberfeld.
Nordöstlich der Mündung des Lepence-Baches wurde der 5 × 5 Meter große mittelkaiserzeitliche Wachturm in Ufernähe aufgedeckt, nachdem umfassende Vorarbeiten für eine Donaustufe seinen Bestand gefährdeten. Der Steinturm war vor 214 n. Chr. errichtet worden.[2] Zwischen Burgus Solva 23 und dem davorliegenden Burgus Solva 35 fanden sich beiderseits der heutigen Landstraße Nr. 11 Siedlungsreste des 2. und 3. Jahrhunderts n. Chr. Das dazugehörige Brandgräberfeld aus derselben Zeitspanne barg unter anderem Waffenresten. Es wurde südöstlich des mittelkaiserzeitliche Wachturms – am nordöstlichen Ende der antiken Siedlung – entdeckt und folgte der heutigen Landstraße, die mit der römerzeitlichen Straßentrasse in diesem Bereich weitgehend übereinstimmt, an deren Nordwestflanke. Weder von dem Turm noch von der Siedlung sind heute noch Spuren zu sehen.
2 Visegrád-Steinbruch (Burgus Solva 24)[18]
Grabungsbefunde des Burgus.
Blick von Süden auf den Burgus.
Blick von Nordwesten.
Der Ofen in der nordöstlichen Burgusecke.
Die Bauinschrift.
Der darauffolgende, frei zugängliche Burgus 24, in der Nähe eines Steinbruchs südlich von Visegrád (Visegrád-Kőbánya), ist ebenfalls hinter der Donauuferstraße gelegen. Das im Inneren 8,90 × 8,90 Meter große Steinturmfundament mit seinen 1,05 Meter dicken Mauern wurde nach einer Probegrabung im Oktober 1955 bis 1957 umfassend ergraben und anschließend für die Öffentlichkeit konserviert. Seine aus Opus incertum bestehenden Reste auf 1,25–1,35 Meter starken Grundmauern waren einige Jahre zuvor im Zuge einer Obstgartenbepflanzung erstmals ans Licht getreten. Der Bau besaß einen 1,80 Meter breiten Eingang an der Nordostseite. In der nordöstlichen Ecke des Turminneren war ein steinerner Ofen installiert worden. Außerdem konnte mittig im Burgus ein nachträglich errichteter rechteckiger Stützpfeiler aufgedeckt werden, der einst dabei half, die Stockwerke und das schwere Dach zu tragen. In einem Abstand von 6,60 Metern befand sich ein 4,50 Meter breiter und 1,87 Meter tiefer Graben. Am Zentralpfeiler fand sich eine dünne Schutt- und Brandschicht. Dies ließ die Ausgräber darauf schließen, dass der Turm schon kurz nach seiner Fertigstellung – vielleicht während des Quadeneinfalls von 374 – wieder abbrannte beziehungsweise beschädigt, danach aber sofort repariert wurde.

Unmittelbar nach Beginn der Suchgrabung fanden sich in seinem Schutt zwischen dem Burgus-Eingang und der Ostecke die ersten Bruchstücke einer 90 × 101,5 Zentimeter großen und 12,5 Zentimeter starken Kalkstein-Inschriftentafel, die ebenfalls von der Legio I Martia stammte und nach der dieses Bauwerk im Jahre 372 errichtet wurde. Insgesamt konnten noch 10 Fragmente geborgen werden, die rechte obere Hälfte blieb bis heute verschollen. Im Text selbst fehlten in vier Zeilen die letzten und in zwei Zeilen die mittleren Buchstaben. Bei der Rekonstruktion der Inschrift orientierte man sich an einem ähnlichen Exemplar aus Esztergom,[19] deren Inhalt nur aus einem Werk des im 16. Jahrhundert lebenden Humanisten Antonio Bonfini (um 1434–1503) bekannt war.[20] Auffällig sind in Bezug auf den Inhalt auch einige typische spätrömische sprachliche Eigenheiten.[21] Die verlorene Eztergomer Tafel stammte aus dem Jahr 371 und war somit zeitgleich mit der zwischen 1991 und 1994 am Burgus Solva 35 ans Licht gekommenen Inschrift errichtet worden. Beide Funde zeugen davon, dass mindestens der Streckenabschnitt zwischen Estergom und Visegrád-Lepence möglicherweise binne eines Jahres entstanden sein könnte.

Neben Münzen Valentinians fanden sich zudem mehrere Ziegelstempel des Dux Frigeridus sowie die Stempel TEMP VR L X G (Legio X Gemina) und TEMP VRS.[22] Stempel des Typs TEMP VRS, die der valentinianischen Zeit angehören, kamen auch an der Turmstelle 15 bei Pilismarót-Duna melléke dűlő vor.[2][23][24]

Iudicio principali ddd(ominorum) nnn(ostrorum) [Valentiniani]
Valentis et Gratiani principum [maximorum]
dispositionem(!) etiam inlustris viri [utriusque]
[mi]litiae magistri Equiti comitis Fo[scanus]
p(rae)p(ositus) legionis primae Martiorum u[na cu]m
militibus sibi creditis hunc bu[r]gum
a fondamentis(!) et construxit et ad sum(m)am
manum operis consulatus Modesti et
Arenthei(!) vv(irorum) cc(larissimorum) fecit pervenire

Im Salomon-Turmmuseum von Visegrád kann unter anderem die Bauinschrift besichtigt werden.

2 Visegrád-Fähre (Burgus Solva 25) Der nächste 11 × 11 Meter umfassende Burgus 25, ebenfalls hinter der Donaustraße und nahe am Ausfluss des Apát-kúti-Bachs in Visegrád gelegen, ist nur in Teilen erhalten. Seine 1963 untersuchten Reste können in der Unterführung zur Donaufähre besichtigt werden.[2]
2 Visegrád-Sibrik (Pone Navata)[25] Nordöstlich des letzten Burgus liegen auf einem Hügel die Reste des zu besichtigenden Kastells Visegrád-Sibrik.


9 Denkmalschutz

Die Denkmäler Ungarns sind nach dem Gesetz Nr. LXIV aus dem Jahr 2001 durch den Eintrag in das Denkmalregister unter Schutz gestellt. Das Kleinkastell Visegrád–Gizellamajor sowie alle anderen Limesanlagen gehört als archäologische Fundstätten nach § 3.1 zum national wertvollen Kulturgut. Alle Funde sind nach § 2.1 Staatseigentum, egal an welcher Stelle der Fundort liegt. Verstöße gegen die Ausfuhrregelungen gelten als Straftat bzw. Verbrechen und werden mit Freiheitsentzug von bis zu drei Jahren bestraft.

10 Siehe auch

11 Literatur

  • Dániel Gróh: A Visegrád-gizellamajori erdő és a Dunakanyar szerepe a késő római védelmi politikában. – Das Kastell Visegrád-Gizellamajor und seine Rolle am Donauknie in der spätrömischen Grenzverteidigung. Visegrád 2006.
  • Péter Gróf, Dániel Gróh: Visegrád-Gizellamajori római erőd és temető. Das Kastell Visegrád-Gizellamajor und der Friedhof. In: Ókor 3, 4, 2004, S. 53–57.
  • Péter Gróf, Dániel Gróh: Visegrád-Gizellamajor and Visegrád-Sibrik-domb. In: Zsolt Visy (Hrsg.): The Roman army in Pannonia. An Archaeological Guide of the Ripa Pannonica. Teleki László Foundation, Pécs 2003, S. 90–95.
  • Péter Gróf, Dániel Gróh: Sírépítményből átalakílott küszöbkő a Visegrád-Gizella majori későrómai erődből (Aus einem Grabbauelement umgeänderter Schwellenstein aus dem spätrömischen Kastell von Visegrád-Gizellamajor). In: Folia archaeologica 49/50, 2001/02, S. 247–261.
  • Dániel Gróh: A Visegrád-gizellamajori római erıd rétegviszonyainak építéstörténeti vonatkozásai. Die baugeschichtlichen Beziehungen der Schichtenreihe der römischen Festung von Visegrád-Gizellamajor. In: Hadak útján. A népvándorláskor fiatal kutatóinak konferenciája. Szeged 2000, S. 27–33.
  • Dániel Gróh: Építéstörténeti megjegyzések a limes Visegrád környéki védelmi rendszeréhez. Baugeschichtliche Bemerkungen zum Verteidigungssystem des Limes in der Umgebung von Visegrád. In: A kőkortól a középkorig. Edition G. Lőrinczy. Szeged 1994, S 239–244.
  • Péter Gróf, Dániel Gróh: Előzetes jelentés a Visegrád-Gizellamajori római erőd feltárásáról. Vorläufiger Bericht über die Freilegung der römischen Festung von Visegrád-Gizellamajor. In: Communicationes archeologicae Hungariae 1991 (1993), S. 85–95.
  • Péter Gróf, Dániel Gróh: Spätrömische Wachtturm und Statuenfund zu Visegrád-Lepence. In Folia Archaeologica 47, 1999, S. 103–116.
  • Péter Gróf, Dániel Gróh: The watchtower of Visegrád-Lepence. In: Budapest régiségei 34, 2001, S. 117–121.
  • Sandor Soproni: Burgus-Bauinschrift vom Jahre 372 am Pannonischen Limes. In: Studien zu den Militärgrenzen Roms, Vorträge des 6. Internationalen Limeskongresses in Süddeutschland, Böhlau Verlag, Köln-Graz 1967, S. 136–141.
  • Zsolt Visy: The ripa Pannonica in Hungary. Akadémiai Kiadó, Budapest 2003, ISBN 963-05-7980-4.

12 Weblinks

13 Anmerkungen

  1. 1,0 1,1 1,2 1,3 Péter Gróf, Dániel Gróh: Vorläufiger Bericht über die Freilegung der römischen Festung von Visegrád-Gizellamajor. In: Communicationes archeologicae Hungariae 1991 (1993), S. 93.
  2. 2,0 2,1 2,2 2,3 2,4 2,5 2,6 Zsolt Visy: The ripa Pannonica in Hungary. Akadémiai Kiadó, Budapest 2003, ISBN 963-05-7980-4, S. 51.
  3. 3,0 3,1 Péter Gróf, Dániel Gróh: Sírépítményből átalakílott küszöbkő a Visegrád-Gizella majori későrómai erődből (Aus einem Grabbauelement umgeänderter Schwellenstein aus dem spätrömischen Kastell von Visegrád-Gizellamajor). In: Folia archaeologica 49/50, 2001/02, S. 247-261; hier: S. 261.
  4. Michaela Konrad: Der spätrömische Limes in Syrien. Archäologische Untersuchungen an den Grenzkastellen von Sura, Tetrapyrgium, Cholle und in Resafa (= Resafa. Bd. 5). Philipp von Zabern, Mainz 2001, ISBN 3-8053-2600-9. S. 115.
  5. Reallexikon der Germanischen Altertumskunde. 2. Auflage, Band 24: Quadriburgium – Rind. de Gruyter, Berlin, New York 2003. ISBN 3-11-017575-4. S. 2.
  6. Endre Tóth: Karpen in der Provinz Valeria. Zur Frage der spätrömischen eingeglätteten Keramik in Transdanubien In: Communicationes archeologicae Hungariae. Múzsák KozművelŰdesi Kiadó, Budapest 2005, S. 382.
  7. Katalin Ottományi: Késő római besimított kerámia Nagykanizsán. In: Zalai Gyűjtemény 18, 1982-83, S. 45–58 (in ungarischer Sprache).
  8. Friderika Horváth: Bemerkungen zum spätantiken Keramikmaterial aus der Festung von Keszthely-Fenékpuszta – Erste Ergebnisse. Workshop Leipzig, 8.–9. Februar 2008. Archäologisches Institut der UAdW.
  9. Herbert Mitscha-Märheim: Dunkler Jahrhunderte goldene Spuren (Die Völkerwanderungszeit in Österreich). Verlag Wollzeilen, Wien 1963.
  10. Strecke = Nummerierung folgt Zsolt Visy: Der pannonische Limes in Ungarn (Theiss 1988) sowie Zsolt Visy: The ripa Pannonica in Hungary (Akadémiai Kiadó 2003).
  11. Burgus Solva 35 bei 47° 45′ 57,79″ N, 18° 57′ 12,85″ O7.
  12. Péter Gróf, Dániel Gróh: Spätrömische Wachtturm und Statuenfund zu Visegrád-Lepence. In Folia Archaeologica 47, 1999, S. 112.
  13. Péter Gróf, Dániel Gróh: Spätrömische Wachtturm und Statuenfund zu Visegrád-Lepence. In Folia Archaeologica 47, 1999, S. 114.
  14. Klaus Wachtel: Frigeridus dux. In: Chiron. 30, 2000, S. 913.
  15. Dániel Gróh, Péter Gróf: Vízlépcsőrendszer és régészeti kutatás Nagymaros-Visegrád térségében. In: Magyar múzeumok 1995, 2. 1996, S. 22–24 (in ungarischer Sprache); Klaus Wachtel: Frigeridus dux. In: Chiron. 30, 2000, S. 905–914.
  16. Sándor Soproni: Der spätrömische Limes zwischen Esztergom und Szentendre. Akademiai Kiado, Budapest 1978, ISBN 963-05-1307-2, S. 51–55, Taf. 58,13, Taf. 66,1.
  17. AE 2000, 1223.
  18. Burgus Solva 24 bei 47° 46′ 32,53″ N, 18° 57′ 57,53″ O7.
  19. CIL 03, 3653.
  20. Antonio Bonfini: Rerum Hungaricum, Posinii 1744, Dec. I Lib. 20
  21. Sandor Soproni: Burgus-Bauinschrift vom Jahre 372 am Pannonischen Limes. In: Studien zu den Militärgrenzen Roms, Vorträge des 6. Internationalen Limeskongresses in Süddeutschland, Böhlau Verlag, Köln-Graz 1967, S. 136–141; hier: S. 138-139; Eintrag bei ubi-erat-lupa.org.
  22. Jenő Fitz (Hrsg.): Der Römische Limes in Ungarn. Fejér Megyei Múzeumok Igazgatósága, 1976, S. 63.
  23. Sándor Soproni: Der spätrömische Limes zwischen Esztergom und Szentendre. Akadémiai Kiadó, Budapest 1978, ISBN 963-05-1307-2, S. 33.
  24. Sándor Soproni: Der spätrömische Limes zwischen Esztergom und Szentendre. Akadémiai Kiadó, Budapest 1978, ISBN 963-05-1307-2, S. 51.
  25. Kastell Visegrád–Sibrik bei 47° 47′ 53,55″ N, 18° 58′ 48,31″ O7.

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